ABC der Naturkost - Schrot und Korn

Anzeige

Anzeige

ABC der Naturkost

ABC der Naturkost


Biokreis e.V.

Der ökologische Anbauverband Biokreis e.V. wurde im Jahre 1979 als Verbraucher-Erzeugergemeinschaft unter dem Namen Biokreis Ostbayern e.V. gegründet. Gemeinsam mit sechs anderen Anbauverbänden ist der Biokreis e.V. in der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL) zusammengeschlossen. Der Verband betreut circa 450 Landwirte sowie 30 Verarbeitungsbetriebe (Stand: Oktober 2001). Der Hauptsitz befindet sich in Passau. Beratungsringe, die sich um die Landwirte kümmern und dem Verband angeschlossen sind, gibt es in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern.

Ziele des Verbandes sind unter anderem die Förderung der regionalen Zusammenarbeit von Erzeugern, Verbrauchern und Verarbeitern sowie die Förderung des ökologischen Land- und Gartenbaus.

Alle Mitgliederbetriebe unterliegen den Richtlinien der EU-Bio-Verordnung und den Richtlinien der AGÖL bzw. des Verbandes, die in einigen Punkten strenger sind. Kontrollen der zugehörigen Landwirte und Verarbeiter durch eine unabhängige staatliche Kontrollstelle und auf Verbandsebene erfolgen jährlich.

Bioland

Von den neun ökologischen Anbauverbänden in Deutschland ist Bioland der Mitgliederstärkste. Seit 1971 haben sich mehr als 4.000 Biobauern, die nach den Richtlinien des organisch-biologischen Landbaus über 130.000 Hektar Land bewirtschaften sowie 700 Vertragspartner, die Bioland-Rohstoffe verarbeiten, dem Verband angeschlossen (Stand: Oktober 2001). Zu den Verarbeitern zählen unter anderem Bäckereien, Metzgereien, Mühlen, Molkereien, Saft- und Weinhersteller sowie Brauereien.

Der Hauptsitz des Bundesverbandes befindet sich in Mainz. Weiterhin gibt es acht Landesverbände, die die Mitglieder in den jeweiligen Regionen betreuen. Aus der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL) ist Bioland im April 2001 ausgetreten.

Die Mitglieder des Bioland-Anbauverbandes unterliegen der EU-Bio-Verordnung und den Richtlinien des Verbandes, die in einigen Punkten strenger sind. In den Richtlinien geregelt sind unter anderem die Punkte Gentechnik, Pflanzenbau, Tierhaltung, Lagerung, Verarbeitung und Kontrolle. Jeder Bioland-Betrieb wird einmal im Jahr von einer unabhängigen, staatlich zugelassenen Kontrollstelle überprüft. Zusätzlich wird auf privatrechtlicher Basis die Einhaltung der Verbandsrichtlinien geprüft.

Biologische Wertigkeit

Die Biologische Wertigkeit (B.W.) ist eine Bewertungszahl, die angibt, wie viel Gramm menschliches Körpereiweiß aus 100 Gramm Eiweiß eines bestimmten Lebensmittels gebildet werden. Die Höhe der Biologischen Wertigkeit eines Nahrungseiweißes ist im Wesentlichen von der Menge und Relation der darin enthaltenen essentiellen Aminosäuren (Valin, Leucin, Isoleucin, Lysin, Threonin, Methionin, Phenylalanin, Tryptophan) abhängig.

Bei der Berechnung der Biologischen Wertigkeit wird das Vollei-Protein als Bezugspunkt (B.W. = 100) genommen, weil es den menschlichen Bedürfnissen an essentiellen Aminosäuren weitgehend entspricht. Einige Beispiele von Lebensmitteln und ihrer Biologischen Wertigkeit: Milch (88), Soja (84), Roggen (76), Kartoffeln (70), Weizen (56).

Pflanzliches Eiweiß hat eine niedrigere B.W. als tierisches Eiweiß. Letztgenanntes ist deshalb jedoch nicht generell hochwertiger, denn mit dem Verzehr von tierischem Eiweiß werden auch unerwünschte Begleitstoffe wie Purine und Fette aufgenommen.

Ernährungstipp: Jedes Protein ist mit irgendeiner essentiellen Aminosäure (limitierende Aminosäuren) „unterversorgt“. Durch Kombination bestimmter Lebensmittel mit sich ergänzenden Aminosäuren kann die Biologische Wertigkeit jedoch erhöht werden, auch wenn die Eiweißqualität der einzelnen Lebensmittel eher niedrig ist. Wird Weizenmehl (niedriger Lysingehalt) mit Milch (hoher Lysingehalt) vermischt, steigt die B.W. des Proteingemisches auf 105. Weitere Beispiele: Bohnen und Mais (B.W. = 101), Vollei und Weizen (B.W. = 118), Vollei und Milch (B.W. = 122). Die höchste bisher beobachtete B.W. (nämlich 137) erreicht ein Gemisch aus 35 Prozent Vollei und 65 Prozent Kartoffeln.Biotin

Biotin (Vitamin H) ist ein wasserlösliches Vitamin, das eine große Rolle bei verschiedenen Stoffwechselprozessen spielt. Es ist außerdem wichtig für das Wachstum von Haut, Haaren und Nägeln.

Biotin wird zwar von Darmbakterien gebildet, kann jedoch nicht lange gespeichert werden. Es sollte daher auch mit der Nahrung zugeführt werden. Enthalten ist das Vitamin insbesondere in Sojabohnen, Eigelb, Erdnüssen, Haferflocken und Hefe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 30 bis 60 Mikrogramm.

Mangelerscheinungen treten äußerst selten auf. Risikogruppen sind Menschen mit Leberschäden oder Personen, die große Mengen rohes Eiklar essen. Das im Eiklar enthaltene Avidin geht mit Biotin eine so starke Verbindung ein, so dass dieses nicht mehr für die Aufnahme im Körper verfügbar ist. Biotin ist stabil gegenüber Luft und Hitze. UV-Licht verträgt es hingegen nicht. Überdosierungen sind nicht bekannt.

Add a comment

Kommentar­bild via Gravatar

incl. 'http://'