Großer Auftritt für die Möhre - Schrot und Korn

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Großer Auftritt für die Möhre

Mohrrübe, Karotte, Gelbe Rübe – wir kennen das beliebte Wurzelgemüse schon so gut, dass wir glauben, alles über sie zu wissen. Doch die Möhre kann mehr, als im orangenen Outfit mit Dauerpartner Erbse die Beilage zu geben … // Text Sabine Kumm Rezepte und Styling Pia Westerman FotosThorsten Suedfels

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Möhrenrezepte

Sie ist preiswert, gesund, vielseitig einsetzbar und dank ihrer Lagerfähigkeit immer da, wenn man sie braucht. Zugegeben, das klingt, als hätte die Möhre mit hipper Gemüseküche ungefähr so viel zu tun wie eine Muttertags-Veranstaltung mit der Oscar-Verleihung. Und doch landet das Wurzelgemüse – traditionell eher unterirdisch beheimatet – im deutschen Gemüseranking immer wieder an der Spitze: nämlich gleich hinter der Tomate auf dem zweiten Platz der beliebtesten Gemüsesorten.

In diesen Tagen schmeckt die Möhre am besten knackig vom Bund genascht – aber auch fein gerieben auf dem Butterbrot. Es empfiehlt sich, sie immer in Begleitung von etwas Fett, Öl, Nüssen, Butter oder Crème fraîche zu genießen, damit der Körper das orangefarbene Beta-Carotin auch optimal aufnehmen kann. Das wird dann bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt und verleiht der oft verkannten Wurzel einen extravaganten Weltmeisterstatus: In keinem anderen Gemüse ist so viel Beta-Carotin enthalten.

Für ihr „Markenzeichen“, die intensiv orangene Färbung, sind vermutlich holländische Züchter verantwortlich. Früher gab es bei uns ganz selbstverständlich gelbe, rote, weiße und tiefviolette Möhren, die mittlerweile auch vereinzelt wieder angebaut werden. Wer das Glück hat, im Gemüseregal auf eine von ihnen zu stoßen, sollte die Gelegenheit nutzen, mit Farbe und Geschmack zu experimentieren.

Die Möhre nimmt’s gelassen: In einen frech bunten Karotteneintopf fügt sie sich mit dem gleichen geschmacklichen Understatement wie in eine Karottentorte mit Ahornsirup, Haselnüssen, Kakao und Frischkäsetopping. Doch erst, wenn man die pikant gewürzten Karottenchips knuspert oder die Möhrentarte mit Ziegenkäse und Zitronenthymian probiert, weiß man, welche Klasse das scheinbar so biedere Hausmütterchen hat: mehr als genug, um ihr auf der Stelle einen Ehren-Oscar zu überreichen – für ganz großes Küchenkino.

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