Zauber des Orients - Schrot und Korn

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Zauber des Orients

Gewürze sind der Orientexpress für Genießer. Sie schicken uns auf eine kulinarische Reise voller betörender Küchendüfte, vollmundiger Mahlzeiten und wohliger Zufriedenheit im Bauch. // Jutta Krause

Der Nimbus des Besonderen, Geheimnisvollen haftet der orientalischen Küche von alters her an, denn ihre kostbaren Gewürze und typischen Geschmackskombinationen bezaubern die Sinne. Auch für Vegetarier ist die Orientküche bestens geeignet, denn sie kombiniert Hülsenfrüchte, Reis und Getreideprodukte mit viel frischem Gemüse, Obst und Kräutern. Viele Gerichte lassen sich zudem einfach zubereiten. Ihre Raffinesse liegt in den Gewürzmischungen, die gegensätzliche Geschmacksrichtungen wie fruchtig und pikant, scharf und süß miteinander verbinden. Der Orient war lange Zeit Hauptumschlagplatz für die exotischen Gewürze aus Indien und Fernost. Gewürzkarawanen brachten die kostbare Ladung durch die Wüste und von dort weiter nach Europa.

Handel mit Genuss

Zwischen Marrakesch und Teheran entwickelten sich dabei köstliche regionale Küchen, die bei aller Verschiedenheit eines gemeinsam haben: Gewürze spielen die Hauptrolle. Bergeweise wurden die duftenden Pulver in den Souks gehandelt, ihr Wert wurde im Mittelalter sogar in Gold aufgewogen. Mit Kumin und Koriander, Nelken, Zimt und Ingwer, Pfeffer, Safran, Curcuma, Muskat, Kardamom und frischer Nana-Minze schmeckt es märchenhaft orientalisch. Heute sind leckere Mischungen in Bioqualität zwar ein erschwinglicher Luxus, kostbar sind sie aber immer noch. Bio- gewürze werden in ihren Herkunftsländern nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus im Einklang mit der Natur produziert und regelmäßig kontrolliert. Chemische Dünge- und Pflanzenschutzmittel sind tabu, stattdessen setzen die Gewürzbauern auf Mischkulturen. Fairer Handel und langfristige Kooperationen machen den Erzeugern die Zusammenarbeit schmackhaft. Biorohstoffe werden weder bestrahlt noch begast oder mit Konservierungsmitteln behandelt. Kein Rieselstoff, kein Trennmittel und keine Aromen oder Geschmacksverstärker trüben dabei das Geschmackserlebnis. Sie bestehen zu 100 Prozent aus Gewürzen, während konventionelle Gewürzzubereitungen nur zu 60 Prozent Gewürze enthalten müssen.

Vielfalt im Gewürzregal

Im Bioladen gibt es verschiedene Varianten orientalischer Mischungen: Ganz schnell geht es mit der Tajine-Würzmischung von Beltane; hier muss man nur noch die Zutaten hinzufügen und fertig ist die marokkanische Leckerei. Mild-scharf, mit intensiven Aromen von Sternanis, Knoblauch und Schwarzkümmel, bringt das Orientgewürz von Heuschrecke die Geschmacksnerven zum Schwingen, das neue Rosengewürz „Ras el Hanout“ wartet mit sanfter Schärfe und zarten Blütenaromen auf. Kräftig-würzig, mit einer deutlichen Pfefferminznote, ist die Arabische Gewürzmischung von Sonnentor ein probater Allrounder in der orientalischen Küche. Die feine Schärfe und süße Note des vielschichtigen „Baharat“ von Lebensbaum passt besonders gut zu Couscous, Geflügel und Lammgerichten, eignet sich aber auch dazu, den Mokka zu würzen.

Orient aus der Büchse

Die Pulver sollten trocken, dunkel und kühl aufbewahrt werden, am besten in einer Blechdose. Die edle Gewürzreihe Bio-Feinschmecker Orient von Herbaria ist in ihren schmucken Dosen mit Innendeckel bestens geschützt vor Geschmacksverlust. Fantasievoll zusammengestellt von Bio-Spitzenkoch Konrad Geiger, der den Orient häufig bereiste, bezaubern die fünf Mischungen für Reis, Huhn, Falafel, Tajine und Taboulé durch ihre sinnlichen Kompositionen und versprechen märchenhaften Genuss, der eines Sultans durchaus würdig wäre.

Orientierungshilfe

Wo ist eigentlich der Orient? Geo- grafisch gesehen liegt das „Land der aufgehenden Sonne“ zwischen Marokko und dem Iran; die Türkei, Algerien, Libyen, Ägypten, Israel, Jordanien, Syrien, der Irak und die Staaten der arabischen Halbinsel gehören dazu. Kulinarisch gesehen beginnt der Orient am Gewürzregal.

Scheherazades Küchentipps

Das wichtigste orientalische Würzgeheimnis: Nicht mit den duftenden Pülverchen und Mischungen sparen! Das Essen soll aber nicht nur üppig gewürzt, sondern auch verspielt sein. Nüsse und Trockenfrüchte, Rosenwasser, Blüten und frisches Obst in Reis und Ragout erfreuen den Gaumen mit überraschenden Geschmacksnuancen. Ideal ergänzt werden die Gewürzmischungen mit reichlich frischer Minze, Petersilie und Koriandergrün. Bismillah!

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