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Was sind Muttersäfte?

Frisches Obst ins Glas

Bio-Früchte lassen sich auch flüssig genießen. Sie kommen fast immer frisch gepresst und ungefiltert in die Flasche. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe und der Geschmack der Früchte am besten erhalten. // Leo Frühschütz

Obstsäfte sind fast so gesund wie die Früchte, aus denen sie gewonnen werden. Denn beim Pressen gehen die Vitamine sowie der größte Teil der Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe aus den Früchten in den Saft über. Damit die wertvollen Inhaltsstoffe auch beim Verbraucher ankommen, muss der Saft jedoch schonend verarbeitet werden.

Bio-Säfte werden nach dem Pressen kurz geschleudert, um die groben Trübstoffe abzutrennen und einige Sekunden bei 80 bis 85 Grad pasteurisiert. Sonst würde der Saft schnell zu gären beginnen. Naturtrüben Direktsaft nennen die Fachleute einen Saft, der bereits nach diesen beiden unverzichtbaren Verarbeitungsschritten abgefüllt wird.

Die meisten konventionellen Fruchtsäfte dagegen werden zusätzlich noch gefiltert sowie mit Gelatine und Enzymen behandelt, bis sie völlig klar sind. Dabei gehen alle an die Trübstoffe gebundenen Inhaltsstoffe verloren. Betroffen sind davon zum Beispiel die Polyphenole. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die unsere Zellen schützen und das Immunsystem anregen.

Noch mehr an Wert verliert ein Saft, wenn er durch Erhitzen im Vakuum konzentriert wird. Dabei gehen Geschmacksstoffe verloren und temperatur-empfindliche Wertstoffe wie Vitamin C werden teilweise zerstört. Erst kurz vor dem Abfüllen wird das Konzentrat mit Wasser rückverdünnt und wieder mit Geschmacksstoffen aufgepeppt. Um Frische vorzutäuschen wird manchmal sogar Fruchtfleisch zugegeben. Das Ergebnis einer solchen Prozedur sind Säfte mit Einheitsfarbe und -geschmack.

Nach der EU-Bio-Verordnung ist das Filtrieren und Klären für Bio-Säfte ebenso zulässig wie der Einsatz von Konzentraten. Die deutschen Anbauverbände dagegen haben die Verwendung von Konzentraten von Anfang an verboten. Je nach Verband ist sogar das Filtern auf wenige Sorten wie Birnensaft und weißer Traubensaft beschränkt. In der Praxis sind die meisten Bio-Säfte im Naturkostladen naturtrübe Direktsäfte. Allerdings gibt es erste Anbieter, die in Mischungen Apfel- und Orangensaft aus Konzentraten einsetzen.

Bio-Säfte enthalten keine künstlichen Vitamine

Nennt sich ein Produkt Fruchtsaft, muss es laut Gesetz zu 100 Prozent aus Fruchtsaft – frisch gepresst oder aus rückverdünntem Konzentrat – bestehen. Zugesetzt werden dürfen 15 Gramm Zucker je Liter, um Geschmacksunterschiede auszugleichen. In der Praxis machen die Hersteller davon keinen Gebrauch, denn das Zuckern muss deklariert werden.

Andere Zutaten sind nicht erlaubt, mit drei Ausnahmen: Pektine, das sind aus Apfelschalen gewonnene Gelierstoffe, halten in Säften aus tropischen Früchten das Fruchtfleisch in der Schwebe. Ascorbin- und Zitronensäure sollen die Säfte vor Verderb durch Oxidation schützen. Multivitaminsäfte dürfen mit synthetischen Vitaminen versetzt werden (siehe Kasten oben). Bio-Safthersteller verzichten auf die künstliche Vitaminzufuhr und die anderen Zusatzstoffe. Sobald ein Fruchtsaft mit Wasser verdünnt wird, fällt er laut Gesetz, je nach Fruchtanteil, in die Kategorie Fruchtnektar oder Fruchtsaftgetränk und muss auf dem Etikett so gekennzeichnet werden.

Das Sortiment reicht von A(nanas) bis Z(itrone)

In der Hitliste der verkauften Fruchtsäfte führt Apfelsaft um Längen vor Orangensaft. Das Angebot im Naturkostladen geht jedoch weit darüber hinaus. Da gibt es Grapefruit, Birne, Traube, Aprikose, Mango oder Johannisbeere. Eine Spezialität der Bio-Mostereien sind Saft-Mischungen, zum Beispiel aus Apfel und Mango oder aus verschiedenen exotischen Früchten. An erster Stelle steht dabei natürlich das Geschmackserlebnis.

Meist zeichnen sich die dabei eingesetzten Säfte aber auch durch einen hohen Gehalt an Vitaminen und anderen wertvollen Inhaltsstoffen aus. So stellen Acerola-Kirsche, Sanddorn und Hagebutte mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt alle Zitrusfrüchte in den Schatten. Aprikosen und Bananen sind reich an Magnesium und Kalium. Beta-Carotin findet sich im Saft von Hagebutten, Aprikosen und Blutorangen in beachtlichen Mengen. Traubensaft enthält mit Procyanidin und Resveratol zwei Stoffe, die wegen ihrer krebshemmenden Wirkung Schlagzeilen machten. Ein zusätzliches und nicht unerhebliches Plus für die Gesundheit: Bio-Früchte wachsen ohne die im konventionellen Obstbau reichlich eingesetzten Pestizide heran. n

Was sind Muttersäfte?

Eine Besonderheit im Bio-Laden sind Mutter- oder Ursäfte. Das sind reine, 100-prozentige Säfte von Beeren und anderen Früchten, die wegen ihres intensiven Geschmacks und des hohen Fruchtsäuregehaltes nicht pur ge-trunken werden. Dazu gehören Schlehe, Preiselbeere, Sanddorn oder Schwarze Johannisbeere. Solche Muttersäfte eignen sich gut für Mixgetränke, als Zutat für Eisbecher oder auch zur Nahrungsergänzung. Denn die verwendeten Früchte sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen.

Vorsicht bei konventionellen Multivitaminsäften

Eine bunte Mixtur an synthetischen Vitaminen und Mineralstoffen, wie sie konventionellen Multivitamin-Säften nach dem Gießkannen-Prinzip zugefügt wird, macht wenig Sinn. Verschiedene Mineralstoffe können sich gegenseitig in ihrer Verfügbarkeit für den Körper behindern, etwa Eisen und Zink. Zudem besteht das Risiko, dass gerade Kinder bei einzelnen Vitaminen weit mehr als die empfohlene Höchstmenge zu sich nehmen. Sie trinken oft größere Mengen an solchen Säften und essen auch andere Kinder-Lebensmittel, die mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert sind. Der Spruch ‚viel hilft viel‘ gilt für Vitamine nicht. In Studien ergab sich bei einer zu hohen Aufnahme an Beta-Carotin ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko. Wir empfehlen grundsätzlich, die Nährstoffe in ihrem natürlichen Verband zu sich zu nehmen, zum Beispiel als frisches Obst oder Gemüse.

Wiebke Franz ist wissenschaftliche Leiterin des Verbandes für Unabhängige Gesundheitsberatung UGB, www.ugb.de

Zum Weiterlesen

Noch mehr Infos über Säfte liefern das Schrot&Korn-Buch Säfte & Cocktails und der Schrot&Korn-Beitrag „Gemüsesäfte - Jede Menge Power“. Das Buch gibt‘s im Naturkostladen. Buch und Beitrag können Sie aber auch direkt bei uns anfordern (s. Coupon Seite 46). Außerdem finden Sie den Beitrag im Internet unter www.schrot-und-korn.de/links

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Dietero

Mir schmeckt der Granatapfelmuttersaft von Granar und seit neuestem der Brombeer Direktsaft von Elite

Rampelman

Ich beabsichtige täglich 30 ml 100%-tiges Heidelbeerkonzentrat einzunehmen (Gedächnisverlust-Studie)Frage : verdünnt (wenn ja wie ) bzw. ünverdünnt ? Bin dankbar für Empfehlungen, denn die Studie sagt nichts aus.

Elektra

Da die meisten Vitamine beim Erhitzen von über 40 Grad zerstört werden, bleibt auch bei Biosäften letztlich nicht viel übrig.
Kann man also davon ausgehen, dass man mit dem Konsum der Muttersäfte gar nicht die
Menge aufnimmt, die z. B. bei Sanddornsaft angegeben wird? (zigfaches Vit C der Zitrusfrüchte nützt ja nichts, wenn der Saft erhitzt würde).

Karin

Holundersaft, ein altes Hausmittel bei Erkältung.

Eva-Maria Wilde

Ich mag am liebsten Cranberry Muttersaft von Rabenhorst

Ulrike Rößler

ich mag am liebsten Preiselbeersaft von Beutelsbacher

GAsser Luitgard

HEidelbeersaft, Eden

Christine Kretschmer

Holundersaft ist was feines

Morgi

Ich liebe Aroniamuttersaft! Mjamm! Damit kann der Tag gut starten!

Irene Hentschel

Mir schmeckt der Holunder Saft am besten und in der Winterzeit warm gemacht mit leckeren Gewürzen ein Hochgenuss.

Sophie Bauer

Am liebsten ist mir der Granatapfelmuttersaft! Mmmmmmmh!

Klaus Grichel

Mein Lieblingssaft ist der ARONIA von Rabenhorst !

Daniel Schubert

Ich liebe den Aronia Saft von Rabenhorst.

Karl-Heinz Zeitler

Holunder-Saft mmmmhhhhh

Silvia Beudeker

Mir schmeckt am besten
Schwarze Johennie Beere Muttersaft von Eden

Beate Lutz

Schwarzer Johannisbeersaft

Lisa Muhs

Am liebsten trinke ich Muttersäfte von Heidelbeeren oder Äpfeln. :)

Margot

Am besten finde ich den Sanddorn- Muttersaft von WELEDA. In der kalten Jahreszeit gibt er mir wichtige Vitamine und schützt mich vor Erkältungen. Einen Löffel davon im Morgen-Brei wertet diesen auf und schmeckt prima.

Silke Weber

Sanddorn Ursaft Weleda

Karin Walla

am liebsten Holundersaft

Sonja Gerlich

Holunder-Saft gerne auch selbst gemacht

Henk, Heidrun

Sanddorn-Ursaft von WELEDA

Am liebsten Heidelbeersaft.

Peter Ufer

Am liebsten naturtrüben Apfelsaft aber bei Muttersäften Traubensaft von der Rebsorte Müller Thurgau

Grüsse
Peter Ufer