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Vorprogrammierter Genuß

Brotbackautomaten Vorprogrammierter Genuß Brotbackautomaten liegen im Trend. Immer mehr Menschen wollen wissen, was drin ist im Brot. Und das Selberbacken per Maschine hat noch weitere Vorteile
30.11.1998
Brotbackautomaten Vorprogrammierter Genuß Brotbackautomaten liegen im Trend. Immer mehr Menschen wollen wissen, was drin ist im Brot. Und das Selberbacken per Maschine hat noch weitere Vorteile

Brotbackautomaten

Vorprogrammierter Genuß

Brotbackautomaten liegen im Trend. Immer mehr Menschenwollen wissen, was "drin" ist im Brot. Und das Selberbacken perMaschine hat noch weitere Vorteile. Jeden Tag, sogar sonntags, kommt frischesBrot auf den Tisch. Außerdem: gegenüber dem herkömmlichenBackofen verbraucht der Automat wenig Strom. Für ein Brot mußman etwa eine Drittel Kilowattstunde rechnen.

Die Idee der Brotbackautomaten stammt aus Japan. 1987 wurde das erste Gerät von der Firma Panasonic auf dem deutschen Markt angeboten. Inzwischen gibt es verschiedene Anbieter mit einer Fülle von Modellen.
Wer sich zum Kauf eines Backautomaten entschließt, sollte sich vorhervor allem über die Brotgröße im Klaren sein. Wenn der Backeinsatznur für ein 750-Gramm-Brot geeignet ist, darf man die Zutatenmengennicht überschreiten, sonst läuft der Teig über und gerätauf die Heizelemente. Mit einem Behälter für 1000 Gramm ist derHobbybäcker dagegen flexibler. Solche Einsätze sind meist auchfür kleinere Brote geeignet. Für größere Familien werdendarüber hinaus Automaten für Brote bis 1500 Gramm angeboten.
Das Schöne am Brotbackautomaten ist die Arbeitserleichterung. Die Zutatenwerden genau nach Anweisung der Reihe nach in die Form gegeben - alles weitereerledigt die Maschine selbsttätig: je nach Programmwahl Rühren,Kneten oder Gehen lassen (bei Hefeteig) mit der entsprechenden Ruhezeit.Will man dem Brot noch weitere Zutaten - wie zum Beispiel Rosinen - zugeben,ertönt gegebenenfalls ein Signal zu einem späteren Zeitpunkt.Dann läßt sich der Deckel öffnen und die Zutaten kommenhinein. Anschließend wird nur noch vorsichtig durchgemischt.
Alle Geräte besitzen drei Bräunungsstufen: hell, mittel und dunkel.Die Form der Brote ist dem Teigbehälter entsprechend kastenförmigund daher gewöhnungsbedürftig. Außerdem entsteht durch dasRührwerk immer ein Loch in der Unterseite des Brotes.

Vorsicht bei verderblichen Zutaten
Alle Hersteller werben mit einer Vorprogrammierung von bis zu 13 Stunden.Das heißt: Man kann schon am Vortag einstellen, wann das Brot vordem Frühstück gebacken werden soll, damit es warm auf den Tischkommt. In diesem Fall müssen natürlich die entsprechenden Zutatenschon am Abend zuvor in die Maschine gegeben werden. Dabei dürfen keineleicht verderblichen Lebensmittel - wie zum Beispiel Milch - verwendet werden.- Und Vorsicht: Einige Hersteller warnen davor, das Gerät unbeaufsichtigtlaufen zu lassen - ein Widerspruch zum nächtlichen Vorprogrammieren,den man vor dem Kauf klären sollte.
Der Bedienungsanleitung liegt fast immer, neben speziellen Tips, ein umfangreicherRezeptteil bei. Die darin beschriebenen Mengenangaben sollten für eingutes Backergebnis unbedingt eingehalten werden.
Nur bedingt geeignet sind die Automaten allerdings für Vollkorn. MancheHersteller geben zwar ein Vollkornprogramm an. Beim Blick in die zugehörigenRezepte wird aber klar, daß es sich um Mischbrote mit einem geringenAnteil Vollkornmehl - also keine reinen Vollkornbrote handelt. Meist lassensich nur mit Weizenvollkornmehl hundertprozentige Vollkornbrote backen.Roggenvollkornbrote sind teilweise als Backmischungzugelassen (ein Überblick über Backfertigmischungen findet sichin Schrot & Korn März 1998, Seite 62/63).
Die Stärken der Automaten liegen auf anderen Gebieten: Mit dem Teigprogrammist es beispielsweise möglich, Brötchen- oder Pizzateig vorzubereitenund dann im Backofen auszubacken. Aber auch hier gilt: der Maschine solltenkeine zu schweren Teige zugemutet werden. Selbst Marmelade oder Fleischläßt sich laut Herstellerangaben in einigen Geräten zubereiten.
Beim Kauf sollte man darauf achten, daß die Rührwerksführungund die Basis, auf der der Behälter steht, besonders stabil sind: Hiergab es schon Beanstandungen, speziell wenn Kunststoffe verwendet wurden.Der Brotbehälter ist in der Regel antihaftbeschichtet, oft auch dasRührwerk, so läßt sich das Brot besser aus der Form stürzen.
Die Geräte tragen alle das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheitsowie das CE-Zeichen. Kunststoffdeckel sind mit einer Kennzeichnung versehen.Eine Rücknahmepflicht des Handels für Elektro-Kleingerätenach vollendeter Lebensdauer gibt es bisher nicht. Einige Kommunen bietenjedoch an, Elektroschrott durch Recyclingunternehmen verwerten zu lassen.
Wer nun noch mehr über das Backen mit dem Brotbackautomaten wissenmöchte, kann entweder einen Kurs besuchen, wie ihn einige Herstellerund örtliche Energieunternehmen anbieten. Oder sich Anregungen ausdiversen Büchern geben lassen (siehe Tips).
Silvia Psoromitas


Lese- und Rezepttips
  • Margret Blum: Backen mit dem Brotbackautomaten; Falken-Verlag, 1997.
  • Brigitte Fischer/Rose Marie Donhauser: Brotbackautomat - Über 70 Gourmetrezepte, , Ludwig-Verlag, 1997.
  • Marianna Buser: Brot und Brötchen selber backen; MIDENA-Verlag; 1998.
  • Renate Vincent: Schnell ein frisches Brot, Mosaik-Verlag, 1998.
  • Boris Bansemer (Hrsg.): Rezepte für Brotbackautomaten - Lieblingsbrote von Prominenten", Ausgabe für Le Caf, Falken-Verlag 1996/98.

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