Jeden Tag eine gute Entscheidung. Für eine bessere Welt. Für uns alle.
Umwelt

spezial: Bio-Jobs - „Bio“ studieren

Die Bio-Branche braucht Akademiker. Inzwischen gibt es zahlreiche Studiengänge, die gezieltes Branchen-Wissen vermitteln.
30.06.2007
Die Bio-Branche braucht Akademiker. Inzwischen gibt es zahlreiche Studiengänge, die gezieltes Branchen-Wissen vermitteln.

Einstieg mit Spezialwissen

Die Bio-Branche braucht Akademiker. Inzwischen gibt es zahlreiche Studiengänge, die gezieltes Branchen-Wissen vermitteln.

Das Harvard der deutschen Bio-Branche heißt Witzenhausen. In der Ortschaft bei Kassel richtete die Universität Kassel vor 26 Jahren den weltweit ersten Lehrstuhl für „alternativen Landbau“ ein. Daraus hat sich ein ganzer „Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften“ entwickelt, an dem sich rund 700 Studenten mit allen Facetten des Öko-Landbaus befassen.

Die Universität bietet einen Master-Studiengang ökologische Landwirtschaft an. Wer in das internationale Bio-Business einsteigen will, kann dort auch zwei englischsprachige Abschlüsse machen.

Auch bei den Agrarwissenschaftlern an der Universität Hohenheim bei Stuttgart gibt es mit dem „Organic Food Chain Management“ einen Master-Studiengang für die internationale Bio-Branche.

Zahlreiche Universitäten und Fachhochschulen haben im Fachbereich Agrarwissenschaften eigene Institute oder Lehrstühle, die sich in Forschung und Lehre mit ökologischem Landbau oder Öko-Lebensmitteln befassen (siehe Infoteil Seite 34). Wer hier seinen Abschluss als Agraringenieur macht, kann garantiert mit viel Fachwissen in die Bio-Branche einsteigen.

Die Körnerschmiede

Gefragt bei Bio-Betrieben in Herstellung und Handel sind auch Ernährungswissenschaftler (Ökotrophologen), die während ihres Studiums einschlägiges Bio-Wissen zu sich genommen haben. Als „Körnerschmiede“ unter den 16 Hochschulen mit Ernährungswissenschaftlern gilt die Justus-Liebig-Universität Gießen. Mehrere Bio-Unternehmen und -Organisationen haben an der Fachhochschule Münster eine Professur für nachhaltige Ernährung gestiftet. Bei den Lebensmitteltechnologen gibt es keine speziellen Fachrichtungen für Studenten, die später einmal mit Bio-Lebensmitteln arbeiten wollen. Dies gilt auch für Betriebswirtschaftler oder andere Uni-Studiengänge, deren Absolventen auch in der Bio-Branche gebraucht werden. Hier muss jeder Einzelne nach Wegen suchen.

Nix zu meckern für Trainees

20 bis 25 Hochschulabsolventen können sich jedes Jahr im „Traineeprogramm Öko-Landbau“ für Fach- und Führungsfunktionen in der Öko-Branche qualifizieren. Der Trainee arbeitet zwölf Monate lang in einem Betrieb aus den Bereichen Erzeugerberatung, Kontrolle, Verarbeitung oder Handel. Wichtige Bestandteile des Programms sind vier einwöchige Kurse sowie ein Projekt, das jeder Teilnehmer erarbeiten muss. www.soel.de/projekte/trainees.html

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren

Ähnliche Beiträge