Jeden Tag eine gute Entscheidung. Für eine bessere Welt. Für uns alle.
Umwelt

Schlaglicht

Firma Geestland: Lopino-Produktion wird erweitert In Visbek bei Bremen gibt es einen neuen Verarbeitungsbetrieb für vegetarische Lebensmittel. Hier wird die Produktreihe natürlich mit Lopino der Firma Geestland in einer eigenen Produktionsanlage hergestellt. Lu Albermann, der Geschäftsführer, freut sich: Mit der neuen Anlage haben wir die Qualität unserer Lopino-Produkte entscheidend verbessert'8846, Fertigsoßen De Rit stellt vier neue Fertigsoßen in kbA-Qualität vor: Estragon-
31.08.1999
Firma Geestland: Lopino-Produktion wird erweitert In Visbek bei Bremen gibt es einen neuen Verarbeitungsbetrieb für vegetarische Lebensmittel. Hier wird die Produktreihe natürlich mit Lopino der Firma Geestland in einer eigenen Produktionsanlage hergestellt. Lu Albermann, der Geschäftsführer, freut sich: Mit der neuen Anlage haben wir die Qualität unserer Lopino-Produkte entscheidend verbessert'8846, Fertigsoßen De Rit stellt vier neue Fertigsoßen in kbA-Qualität vor: Estragon-

Firma Geestland: Lopino-Produktion wird erweitert

In Visbek bei Bremen gibt es einen neuen Verarbeitungsbetrieb für vegetarische Lebensmittel. Hier wird die Produktreihe "natürlich mit Lopino" der Firma Geestland in einer eigenen Produktionsanlage hergestellt. Lu Albermann, der Geschäftsführer, freut sich: "Mit der neuen Anlage haben wir die Qualität unserer Lopino-Produkte entscheidend verbessert". So könne man nun das Lopinookara, das aus dem Eiweiß der hier wachsenden Süßlupine entsteht, zur Geschmacksverfeinerung in den Bratling-Produkten einsetzen.

Seit 1985 stellt Geestland verschiedene vegetarische Lebensmittel aus ökologischem Anbau her. Neben der Produktion unterschiedlicher Tofu-Produkte haben sich die Mitarbeiter besonders mit der Entwicklung von Lopino-Produkten befaßt. Was damals mit den Versuchen des Erfinders Paul Bremer in der Küche begann, ist heute ein breites Sortiment von Brotaufstrichen über Pasta-Gerichte bis hin zu Bratlingen.

Bei ihrer Entwicklungsarbeit fand die Firma Unterstützung bei verschiedenen Institutionen. Besonders das Bremerhavener Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik engagierte sich in der Qualitätsvorbereitung.

Unternehmenstest: Gute Noten für Bio-Hersteller

Die Verbraucherverbände haben das sozial-ökologische Engagement von 75 Herstellern der Lebensmittelindustrie unter die Lupe genommen. Dabei schnitten Naturkostfirmen hervorragend ab. Obwohl nur zehn Betriebe aus dem Bio- und Reformbereich getestet wurden, lagen vier von ihnen in der Spitzengruppe.

Erste Plätze beim Thema Umweltschutz belegten Dr. Oetker, Märkisches Landbrot, Hipp, Blaue Quellen und Neumarkter Lammsbräu. In der Wertung "Verbraucherinteressen" hatte der Bio-Anbieter Lebensbaum (Kräuter, Gewürze, Tee und Kaffee aus ökologischem Landbau) die Nase vorn. Die größten Firmen aus dem Naturkostbereich wie Rapunzel, Allos oder Bruno Fischer wurden in die Untersuchung nicht einbezogen, weil sich die Tester auf eine praktikable Auswahl beschränken mußten.

Guten Noten bekamen die meisten Bio-Firmen auch im Bereich der Frauenförderung. Gerade hier liege bei vielen anderen Herstellern noch einiges im argen, schreiben die Verbraucherverbände in einer Pressemitteilung. Selten gebe es qualifizierte Frauenförderpläne, und der Anteil der Frauen in den Führungsetagen sei nach wie vor klein.

Untersucht wurde nicht die Produktqualität. Es standen ausdrücklich solche Kriterien auf dem Prüfstand, die dem Verbraucher die Möglichkeit geben, unter dem Motto "meine Mark bekommt nicht jeder" das gesellschaftliche und ökologische Verhalten der Firmen zu beeinflussen.

Die Ergebnisse sind in einem Buch zusammengefaßt: Der Unternehmenstester - Lebensmittel, Rowohlt Verlag, Reinbeck bei Hamburg 1999, DM 16,90. Zu beziehen im Buchhandel oder über die Verbraucherzentrale Hessen, Tel. 069-972010-30, Fax -50.

Bundesehrenpreis für Öko-Bäcker

Mit der Naturkornmühle Werz aus Heidenheim hat zum erstenmal ein Öko-Bäcker den Bundesehrenpreis bekommen. Über 500 Betriebe hatten sich um die Auszeichnung beworben, sechs Firmen aus dem Bäcker- und Kontitorenhandwerk und sechs Großbäckereien wurden ausgezeichnet. Sie können sich rühmen, zu den zwölf besten Betrieben der Backwarenbranche in Deutschland zu gehören. Der Qualitätswettbewerb wird von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft durchgeführt. Die Naturkornmühle Werz wurde 1934 gegründet und beschäftigt heute 25 Mitarbeiter.

Wanderpreis für Labkäse

Schon zum zweitenmal in Folge hat die Molkerei Söbbeke den "Wanderpreis für Labkäse" bekommen. Diese Auszeichnung gilt vor allem als Anerkennung für konstant hohe Qualität. Der Preis wird jährlich dem Molkereiunternehmen verliehen, das bei den monatlichen Prüfungen des Landes Nordrhein-Westfalen am besten abschneidet. Landesumweltministerin Bärbel Höhn sagte, der Preis stehe vor allem auch für das Engagement und die Motivation der Mitarbeiter, die in hohem Maße für die Güte der Produkte mitverantwortlich seien.

"Gläserner Baum" für Neumarkter Lammsbräu

"Zzzisch" heißt das Pils der Ökobrauerei Neumarkter Lammsbräu. Nicht wegen seines zischenden Namens, sondern wegen seiner umweltfreundlichen Produktion wurde das Bier mit dem Umweltpreis "Gläserner Baum" des Unternehmerverbandes B.A.U.M. (Bundesdeutscher Arbeitskreis für umweltbewußtes Management) ausgezeichnet. Bewertet wurden u.a. die firmeninterne Organisation von Vertrieb und Verpackungsrecycling sowie die Qualität der verwendeten Rohstoffe. Die kommen bei Neumarkter Lammsbräu aus ökologischem Anbau und werden ohne Kunstdünger oder chemische Pflanzenschutzmittel angebaut.

Bank-Jubiläum in Bochum

Die GLS Gemeinschaftsbank eG mit Sitz in Bochum und Filialen in Stuttgart und Hamburg feiert ihr 25jähriges Jubiläum. Die Bank gilt als Pionierin der ethisch-ökologischen Geldanlage. Als sie 1974 startete, waren Begriffe wie Transparenz der Bankbilanzen, ethisches Investment oder Ökofonds nahezu unbekannt. Heute gibt es diese Bewegung weltweit. Die Bank veröffentlicht regelmäßig, welche Kredite vergeben wurden, so daß die Sparer immer wissen, was mit ihrem Geld gemacht wird. Auch werden die Kunden über Entwicklungen wie Gentechnologie, ökologische Landwirtschaft oder ökologisches Wohnen informiert.

100 Jahre Käserei Zurwies

Seit 1899 besteht die Käserei Zurwies, die ihre Milch von zwölf Bioland- und Demeter-Höfen rund um Wangen im Allgäu bezieht. Dabei hat sich die Käserei ein besonderes Belohnungsverfahren für ihre Lieferanten ausgedacht: die Bauern erhalten mehr Geld, wenn sie im Winter auf Silofutter verzichten oder wenn sie Vorzugsmilch-Qualität liefern können. Die Milch, rund 3.400 Liter pro Tag, wird nach alter Tradition handwerklich ohne Zusatzstoffe zu knapp 20 verschiedenen Käsesorten verarbeitet. Beim Käsen können interessierte Besucher jeden Tag zuschauen.

Meyermühle forstet auf

Mit jährlich 3.000 Mark finanziert die Meyermühle die Wiederaufforstung von Regenwald in Costa Rica. Mit dem Geld werden nicht nur die Pflanzen bezahlt, sondern auch eine fünf Jahre lange Pflege, so daß die Bäume dann aus eigener Kraft Trocken- und Regenzeiten überstehen. Pro Jahr wird ein halber Hektar Regenwald angepflanzt. Diese Menge bindet etwa soviel Kohlendioxid, wie von der Landshuter Firma jährlich erzeugt werden. Die Meyermühle verarbeitet zu 55 Prozent Getreide aus ökologischem Anbau.

Weleda zieht Bilanz

Der Umsatz von Weleda Deutschland steigerte sich im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent auf 132 Millionen Mark. Das teilte Europas größter Hersteller von natürlichen Körperpflege- und Naturheilmitteln in Stuttgart mit. Den stärksten Zuwachs in Deutschland verbuchten mit sieben Prozent die Körperpflegemittel. Der Gewinn ist gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Das liege, so die Firma, fast ausschließlich an der Bautätigkeit in Schwäbisch-Gmünd. Hier soll im Herbst 2000 eine neue Produktions- und Verwaltungszentrale eingeweiht werden.

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren

Ähnliche Beiträge