Jeden Tag eine gute Entscheidung. Für eine bessere Welt. Für uns alle.
Umwelt

Gute Frage: Was ist Glyphosat?

Glyphosat lässt sich bei vielen Menschen bereits im Urin nachweisen. Dorthin gelangt es hauptsächlich über (erlaubte) Rückstände in Brötchen und anderen Getreideprodukten.
16.04.2016 vonLeo Frühschütz
Glyphosat lässt sich bei vielen Menschen bereits im Urin nachweisen. Dorthin gelangt es hauptsächlich über (erlaubte) Rückstände in Brötchen und anderen Getreideprodukten.

Gegen Gift

Glyphosat lässt sich bei vielen Menschen bereits im Urin nachweisen. Dorthin gelangt es hauptsächlich über (erlaubte) Rückstände in Brötchen und anderen Getreideprodukten. Bio- und Umweltverbände von BUND über Campact bis NABU engagieren sich gegen das Pflanzengift – und freuen sich über Unterstützung.

In manchen Regionen Argentiniens werden Felder mit Glyphosat-resistenten Sojabohnen auch aus er Luft besprüht. Dort kommen viermal häufiger als anderswo missgebildete Kinder zu Welt, wie Ärzte berichten.

Ist Glyphosat krebserregend?

Die Krebsexperten der Weltgesundheitsorganisation haben Glyphosat im Frühjahr 2015 als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft. Deutsche und EU-Behörden halten es weiterhin für unbedenklich, über eine erneute Zulassung für 15 Jahre soll im Mai 2016 abgestimmt werden.

Schädliche Zusätze

Damit das sogenannte Pflanzenschutzmittel besser wirkt, enthalten die fertigen Produkte oft Hilfsstoffe. Einige davon, wie die Tallowarmine, sollen noch schädlicher als Glyphosat selbst sein.

Wo wird Glyphosat eingesetzt?

Glyphosat ist das meistverbreitete Herbizid der Welt: 90 Firmen produzieren rund 700.000 Tonnen – jedes Jahr. Deutsche Bauern setzen es laut Umweltbundesamt auf 40 Prozent der Felder ein. Oft noch kurz vor der Ernte. Im Bio-Landbau ist das tabu. Auch Hobbygärtner dürfen Glyphosat spritzen, doch viele Baumärkte haben es ausgelistet.

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren

Ähnliche Beiträge