Anzeige

Anzeige

Wir-haben-es-satt-Demo Ende Juni

In Haßleben, diesem kleinen Ort in der Uckermark, 80 Kilometer nördlich von Berlin, sind am 29.06.2014 neben einer Demonstration ein agrarpolitischer Sonntagsspaziergang und ein Protest-Picknick geplant.

Die industrielle Intensiv-Tierhaltung in der Megamastanlage in Haßleben brächte fatale Folgen mit sich: zehntausendfaches Tierleid, katastrophale Auswirkungen auf Böden, Wälder und Gewässer sowie angrenzende Naturschutzgebiete in der Region, der für ihren nachhaltigen Tourismus ausgezeichneten Uckermark. „Brandenburgs Landesregierung muss sich von dieser industriellen Tierhaltung distanzieren und gerade den niedersächsischen und niederländischen Investoren klar machen, dass wir sie hier in Brandenburg nicht haben wollen“, so Michael Wimmer, einer der Sprecher des Aktionsbündnisses Agrarwende Berlin-Brandenburg. „Für unsere aktuelle Volksinitiative „Stoppt Massentierhaltung“ haben wir in kürzester Zeit immerhin schon weit über 13.000 Unterschriften von Brandenburgern gesammelt – ein klares Zeichen, was die Bevölkerung will“, führt Wimmer weiter aus.

Deutschland verzeichnete 2013 erstmals einen rückläufigen Fleischkonsum. Damit führen weitere Megaställe nur zu einer Steigerung der Überschussproduktion in Europa, die zu einer Zunahme von Futtermittelimporten aus den Ländern des globalen Südens führt. „Wir brauchen keine weiteren Megaställe, wie in Haßleben geplant, denn dadurch werden weltweit viele bäuerliche Betriebe in ihrer Existenz bedroht und der Regenwald zerstört“, betont Jochen Fritz, Pressesprecher von " Wir haben es satt!".

Das Netzwerk „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ trifft sich am Samstag, dem 28.06.2014, im nahegelegenen Templin zum deutschlandweiten Vernetzungstreffen. „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ vereint mittlerweile mehr als 300 Bürgerinitiativen aus ganz Deutschland, die sich gegen Megaställe engagieren. Vielerorts konnten schon einige dieser Anlagen verhindert werden.

Hassleben

So läuft auch gegen die Genehmigung der Anlage in Haßleben derzeitig ein Widerspruchverfahren. „Wir sind zuversichtlich, dass die Megamastanlage in Haßleben noch gestoppt werden kann, dafür ist es überhaupt nicht zu spät“, so Sybilla Keitel von der Bürgerinitiative „Kontra Industrieschwein Haßleben“, welche den Megastall seit über 10 Jahren verhindert und sich über die überregionale Unterstützung freut.

Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus Umwelt- und Tierschutzverbänden, Bürgerinitiativen, Eine-Welt-Gruppen, Bauern und Bäuerinnen und viele mehr gehen in Haßleben für eine umwelt-, menschen- und tierfreundliche Agrarpolitik auf die Straße. Zur Demonstration rufen unter anderem auf: der BUND, der Deutsche Tierschutzbund, das Campact-Netzwerk, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, die Albert Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt und Brot für die Welt.

Programm:

28. Juni 2014
11-17:30 Uhr Bundesweites Netzwerktreffen „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ der Bürgerinitiativen gegen Megaställe und Großschlachthöfe in Templin
18 Uhr Sommercamp in Templin

29. Juni 2014
11 Uhr Gottesdienst, Kirche in Haßleben
13 Uhr Demonstration und Kundgebung im Haßleben
14 Uhr Agrarpolitischer Sonntagsspaziergang
15 Uhr Protest-Picknick und Musik in Kuhz

Veröffentlicht:
Rubrik: News

Add a comment

Kommentar­bild via Gravatar

incl. 'http://'