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Dünger macht Meere dunkel

Düngerreste aus der konventionellen Landwirtschaft bedrohen das Leben in Nord- und Ostsee. // Stephan Börnecke

Die neue Rote Liste der Meeresorganismen des Bundesamtes für Naturschutz BfN zeichnet ein düsteres Bild von der Lage im Meer. 500 der 1 700 untersuchten Fische, Krebse oder Tang-Arten gelten als bestandsgefährdet – einige sind sogar schon ausgestorben. Doch die Bedrohung für Aal, Dornhai oder Schellfisch sowie Algen und wirbellose Tiere geht nicht allein von der intensiven Fischerei mit Grundschleppnetzen aus. Es sind auch die Abwässer und vor allem die über die Flüsse ins Meer verfrachteten Düngemittelreste, die das marine Leben gefährden.

Denn Abwässer und Düngerreste erhöhen den Nährstoffgehalt der Meere, und das führt zum Wachstum von Mikroalgen. Die Folge: Das Meer verdunkelt sich, es fällt weniger Licht in die Tiefe. Das macht der Meereswelt zu schaffen.
Es ist vor allem der Stickstoff aus mineralischen Düngern, der das Algenwachstum im Meer antreibt. Und der stammt aus der konventionellen Landwirtschaft. „Der ökologische Landbau“, sagt der Europaabgeordnete der Grünen und Bio-Bauer Martin Häusling, „trägt zu diesem Problem nichts bei. Im Gegenteil. Öko-Bauern verwenden keine mineralischen Stickstoff-Dünger, die hauptverantwortlich für die Krise im Meer sind.“

Der Grund liege auf der Hand: „Nährstoffauswaschungen sind im Bio-Landbau minimal, da er nach dem Kreislaufprinzip funktioniert. Würden alle Bauern auf Öko umstellen, was zugegeben Zukunftsmusik ist, gäbe es die katas-trophale Lage in den Meeren nicht.“ Zu diesem Fazit war bereits 2007 eine Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau gekommen, die von der Regierung in Unterfranken in Auftrag gegeben worden war. Dort heißt es: Das Risiko, dass Stickstoff von den Äckern ausgewaschen werde, sei im Bio-Landbau deutlich kleiner. Und: Stelle ein konventioneller Betrieb auf Öko um, nehmen innerhalb weniger Jahre die Stickstoffauswaschungen ab.

Foto: © MEV Verlag

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Kritischer Nachfrager

Wie kann nachgewiesen werden, ob Nährstoffe in Gewässern aus konventioneller und nicht aus ökologischer Landwirtschaft stammen?


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