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Bio ist nicht teurer

Bio-Lebensmittel und fair gehandelte Produkte haben ihren Preis. Doch muss deshalb Bio-Kost gleich den Familienetat sprengen? Eine Studie des Öko-Instituts sagt: Nein. Gesunde Ernährung ist kaum teurer.

Das Freiburger Öko-Institut war in einem von privaten Spendern finanzierten Projekt der Frage nachgegangen: „Ist gutes Essen wirklich teurer?“ Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Denn für den Einzelnen entstehen gerade mal sieben Euro Mehrkosten pro Monat, wenn er sich mit ökologisch hergestellten und fair gehandelten Lebensmitteln eindeckt und sich außerdem an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientiert – also weniger Fleisch isst und dafür mehr Obst, Gemüse und Milchprodukte.

Für die Gesellschaft wird diese Art der Ernährung gleichzeitig billiger: Denn Bio spart an den indirekten Kosten unserer Ernährung, die die Gesellschaft zwangsläufig für die Auswirkungen der konventionellen Landwirtschaft tragen muss. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und mineralischen Düngern, die intensive Tierhaltung, die zur Stickstoffbelastung von Gewässern führt, der massive Einsatz von Antibiotika, der Resistenzen und neue Krankheiten nach sich zieht, Mehrausgaben für die Gesundheit – all das sind Beispiele für die Kosten, welche die gesamte Bevölkerung tragen muss. Berücksichtigt man diese Folgekosten, dann „ist die durchschnittliche Ernährung viel teurer als eine mit Bio-Lebensmitteln“, sagt Rainer Grießhammer vom Öko-Institut.

Die Ergebnisse der Studie sind in dem Kochbuch „Nachhaltig kochen!“ zusammengefasst, das beim Öko-Institut zu bekommen ist. // sb

 

Kommentare

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Daniela Könemann

Sehr geehrte Damen und Herren,
in der Ausgabe 11/2014 wird im Artikel „Bio ist nicht teurer“ das Freiburger Öko-Institut mit der Behauptung zitiert, dass mit dem Einkauf von fair gehandelter und Bio-Ware „nur gerade mal sieben Euro Mehrkosten pro Monat“ entstünden. Das widersprach so sehr den „gefühlten“ Kosten im Supermarkt, dass ich mich neugierig mal umgeschaut habe:
Wenn man beiseite lässt, welche Qualität diese Produkte jeweils haben, dann lassen sich ja die Bioprodukte und die herkömmlichen der Hausmarke einer großen Supermarktkette am besten vergleichen. Bei einem - nicht systematischen, aber durchaus repräsentativen - Streifzug durch die Regale ergaben sich dabei Unterschiede von mindestens +30% (Apfelsaft) bis +220% (Eier). Im Schnitt kostete „Bio“ von der Hausmarke 92% mehr als „Hausmarke normal“. Wenn ich im Monat nur sieben Euro mehr für Bio bezahlen wollte, müsste ich also für 7,60 Euro einkaufen....Ich denke, davon könnte niemand leben, auch nicht mit angepassten Rezepten in Freiburg.
Ich finde, dass diese kleine Rechnerei zeigt, dass alle, die uns vorgaukeln möchten, „Bio“ sei doch gar nicht viel teurer, sich auf Abstellgleise begeben, denn es geht m. E. um ganz anderes: Fair gehandelte und Bio-Ware hat zwangsläufig ihren Preis, denn sie ist ihn wert. Wenn wir damit ehrlich sind, können wir viel zielsicherer die Täuschungen anprangern, die im Zusammenhang mit übersubventionierten Billig-Lebensmitteln entstehen. Oder wir könnten bewirken, dass es noch mehr gut erschwingliche regionale und saisonale Lebensmittel gibt, statt im Januar Hindernisläufe durch Pseudo-Bio-Tomaten zu machen.
Daniela Könemann, Essen


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