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Frühling kommt früher

„Bring uns Blumen, Laub und Lieder“, dichtete Hoffmann von Fallersleben als Bitte an den Frühling. Der kommt heute 19 Tage früher als noch vor 50 Jahren. Verlierer dieser Entwicklung sind Zugvögel, beklagt der Naturschutzbund Nabu.

Singvogel Pirol, Foto: Shutterstock

Ein Verlierer des Klimawandels: der Zugvogel Pirol (Foto: Shutterstock)

Insgesamt hat sich die Vegetationsperiode in Deutschland seit 1961 um 25 Tage verlängert. Grund ist der Anstieg der Jahresmitteltemperatur. Das hat Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt. Denn Blüte, Insekten und Vögel hängen zusammen: Können Zugvögel ihre Ankunft nicht schnell genug vorverlegen, fehlt ihnen Nahrung zur Aufzucht der Jungvögel.

Zugzeiten hängen auch von der Nahrungsverfügbarkeit im Winterquartier und auf dem Zug ab, sodass in vielen Fällen eine Vorverlegung kaum möglich ist. „Verlierer“ sind Langstreckenzieher, also Brutvögel mit Winterquartieren südlich der Sahara wie Trauerschnäpper, Nachtigall oder Pirol. // sb

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