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Nationales Anbauverbot gefordert

Genfood Nein Danke ButtonÖko-Verbände fordern ein nationales Anbauverbot für den Gentech-Mais 1507. Sie kritisieren die Entscheidung von Kanzlerin Merkel, wonach Deutschland sich bei der Abstimmung im EU-Ministerrat über Pioneer 1507 der Stimme enthielt.

Somit kam keine Mehrheit gegen den Anbau zusammen. Die Entscheidung liegt nun bei der EU-Kommission. Sie lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor, doch die Zustimmung der Kommission zum Anbau gilt als sehr wahrscheinlich.

Der Gentech-Mais Pioneer 1507 produziert fortlaufend ein Insektizid, das die Pflanze vor dem Fraß der Larven des Falters Maiszünsler schützen soll. Weil das eingebaute Toxin aber auch andere heimische Schmetterlinge treffen kann, dies aber bislang kaum untersucht wurde, hat jetzt auch das Bundesamt für Naturschutz BfN Bedenken gegen den Anbau geäußert und weitere Tests verlangt.

Unabhängig von der Entscheidung der EU-Kommission gilt es inzwischen als unwahrscheinlich, dass der Risiko-Mais noch in diesem Jahr ausgesät wird. So muss ein Anbau in Deutschland drei Monate im Voraus beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angemeldet werden. Das ist angesichts der Aussaattermine zwischen Ende April und Mitte Mai kaum mehr praktikabel. Zudem hat Pioneer 1507 noch keine Sortenzulassung.

Für den Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft BÖLW ist Gentechnikfreiheit ein zentrales Alleinstellungsmerkmal für die deutschen Agrar- und Lebensmittelproduzenten. Und auch die Bürger lehnen Gentechnik mit großer Mehrheit ab. Deshalb müsse sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt für ein nationales Anbauverbot des Gentech-Maises stark machen. // sb

Erschienen in Ausgabe 04/2014
Rubrik: News

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