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Die Labor-Bulette

Wissenschaftler wollen die Welt mit Laborfleisch ernähren. In London lud Forscher Mark Post zu einem Testessen des künstlichen Hamburgers ein.

Der Fleischklops wurde aus Kuhstammzellen gezüchtet. Geschmack und Farbe der aus 20 000 Muskelfasern gepressten Bulette sind weit von echtem Fleisch entfernt. Da halfen auch Rote Betesaft für die Farbe, Karamel, Eipulver und Safran für den Geschmack kaum. Fleischähnlich, „aber trocken“, urteilte ein Tester.

Doch das Hungerproblem sei so nicht zu lösen, meint Tara Garnett von der Uni Oxford: Es müsse eher die weltweite Verteilung von Lebensmitteln verbessert werden, so Garnett, die über den Zusammenhang zwischen Landwirtschaft und Klimafolgen forscht. Vielleicht ist der Burger aus der Petrischale dann überflüssig: Er wird erst in 10 bis 20 Jahren marktreif sein. // sb

Erschienen in Ausgabe 10/2013
Rubrik: News

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