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Lebensmittelklarheit.de wirkt

Die zwei Jahre alte Homepage lebensmittelklarheit.de wirkt: In 30 Prozent der von Verbrauchern gemeldeten Fälle mit Täuschungspotenzial änderten die Hersteller Verpackung, Kennzeichnung oder sogar das ganze Produkt.

Mal ist unklar, wie viele Cranberrys das Kölln-Müsli enthält, dann wieder verspricht Ehrmann „Gartenfrüchte“, was falsch war, oder, wie bei Knorrs Hühnersuppe, das Rabattversprechen (30 Prozent gratis) ist nicht plausibel.

Nur drei von mehr als 7300 Fällen, die Kunden an die Homepage vom Bundesverband Verbraucherzentrale in den ersten zwei Jahren meldeten. Mit Erfolg: Jedes dritte Produkt wurde als Folge verändert, entweder der Text umformuliert oder die Rezeptur geändert. So zum Beispiel auch bei einem Bio-Aufstrich: Der versprach 70 Prozent Aprikosen – es waren nur 60 Prozent und 10 Prozent Apfel. Nun sind es wirklich 70 Prozent! // sb

Kommentare

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incl. 'http://'
Bianca Witt
Leider kann ich dem Autor des Artikels nicht zustimmen.



Das Ziel des Portals ist es lt. Website "Mehr Klarheit und Wahrheit bei der

Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln"

Meine Beschwere betraf den Discounter Penny. Der bietet prämiertes

‘Qualfleisch aus der Massentierhaltung’ an, und will es als hochgelobtes

Qualitätsfleisch an den Mann bringen, das ist Verbrauchertäuschung, aller

erster Güte!



Das Fleisch dieser Marke wird durch verschiedene Siegel ausgezeichnet.

(DLG-prämiert, QS-Geprüft, PRO PLANET, etc)



Dabei sind diese Siegel - Verbrauchertäuschung mit System. Das QS Siegel

zB.hat eine privat rechtl. Organisation nach dem BSE Skandal ins Leben

gerufen, um die Verbraucher wieder auf Spur zu bringen. Die GmbH beseht

ausschließlich aus Mitgliedern der Industrie:

Agrar- und Fleischindustrie, Bauernverband. Es beruht auf Selbstkontrolle,

das ist so, als ob man einen Einbrecher damit beauftragt ein Türschloss

einzubauen. http://www.br.de/nachrichten/futtermittel-zertifikat-qs-100.html



Auch können sie mit dem Pro Planet Siegel nicht garantieren, dass die

Hähnchen nur gentechnikfreies Futter bekommen. Und man kann im Internet

nachlesen, inwieweit der Wasserverbrauch reduziert werden soll: „Ziel ist

es, den Wasserverbrauch auf den Feldern innerhalb von drei Jahren von

geschätzten 5000 auf 4000 Kubikmeter pro Hektar zu senken“, steht da. Hier

werben sie lediglich mit einem Ziel, nicht mit einer Tatsache.

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/der-begriff-wassersparend-sagt-nichts/6094892.html



Meine Beschwerde wurde abgewiesen, weil Hersteller in der Gestaltung ihrer

Verpackungen frei sind und selbst aufgestellte sog. Qualitätssiegel von

Lobbyorganisationen nicht verboten sind.



Kinkerlitzchen, wie kleinere Flunkereien auf der Verpackung werden

vielleicht durch Kulanz der Industrie großzügiger- und freiwilliger Weise

geändert, aber die gegen Verbrauchertäuschung ist Lebensmittelklarheit

machtlos. Diese Seite hat nur eine Alibifunktion, die Regierung lässt

irreführende Lebensmittelkennzeichnungen zu und das Portal kann (und will)

auch nichts dran ändern.