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Sind Menschen gefährdet?

Die Verwendung von Antibiotika im Stall ist erheblich gestiegen. Kein Wunder, dass es auch zu einem Anstieg resistenter Mikroorganismen gekommen ist. Die Folge: Antibiotika-Therapien schlagen beim Menschen nicht mehr an.

Eine Studie der Umweltpolitologin Kathrin Birkel, erstellt im Auftrag des Europaabgeordneten der Grünen, Martin Häusling, zeigt, dass eine der Hauptursachen des Versagens der Antibiotika beim Menschen im „massenhaften Einsatz von Antibiotika in der Tiermast“ zu suchen sei. Birkel, die beim Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) arbeitet, belegt eine seltsame Diskrepanz: In der Tierhaltung werden in Deutschland mehr als doppelt so viel Antibiotika eingesetzt – nämlich 1700 Tonnen – wie in der Medizin für Menschen (800 Tonnen).

Die Studie: „Das fördert massiv die Entwicklung von Resistenzen.“ Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt wegen der Resistenz-Gefahr vor dem „post-antibiotischen Zeitalter“. Weil Antibiotika unwirksam geworden sind, könnten laut Birkel „selbst so einfache Dinge wie ein aufgeschrammtes Knie tödlich enden“. Häusling verlangt: „Wer sich nicht für einen deutlich stärkeren Rückgang des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung einsetzt, nimmt fahrlässig eine Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung in Kauf.“ // sb

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