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„Bienen-Killer“ vor dem Aus

Die Pestizide aus der Stoffklasse der Neo-Nikotinoide gelten als Bienen-Killer. Die EU-Kommission will sie deshalb verbieten, scheiterte bisher aber an der indifferenten Haltung Deutschlands und Großbritanniens.

Die Agrarkonzerne, die an den Neo-Nikotinoiden aus wirtschaftlichen Interessen festhalten, sollen erleichtert auf die Abstimmung der EU-Mitgliedstaaten reagiert haben: Denn die Länder konnten sich bisher nicht auf ein Verbot verständigen. So möchte das Bundeslandwirtschaftsministerium die Gifte bei der Behandlung von Raps weiter zur Verfügung wissen – trotz aller auch von der EU-Lebensmittelbehörde EFSA geltend gemachten Bedenken. Deutschland, wo der Einsatz von Neo-Nikotinoiden bei Mais bereits teilweise untersagt ist, enthielt sich im zuständigen Ständigen Ausschuss der Stimme. Anders Länder wie Frankreich, Italien oder die Niederlande, die für das Verbot stimmten – trotzdem erreicht dieses nicht die nötige qualifizierte Mehrheit.

Doch diese Entscheidung ist nur vorläufig: Denn die EU-Kommission hält am Verbot fest. Sollte nun auch in der Berufungsinstanz erneut keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen das Ansinnen der Kommission erzielt werden, hat die Kommission ein zweijähriges Verbot angekündigt. // sb

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Michael Schropp
Dass die von Bayer, BASF und Syngenta vertriebenen Neo-Nikotinoide eine Gefahr für Bienen darstellen wurde jetzt endlich auch auf EU-Ebene registriert - noch wenig bekannt und diskutiert sind die Ergebnisse Schweizer Forscher, dass diese Nervengifte die Bewegung und die Nahrungsaufnahme von Kleinkrebsen und anderen Wasserbewohnernen schädigen. Ein weiteres Argument, diese Nervengifte dauerhaft zu verbieten.



Nähere Info's unter:



http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-16114-2013-05-16.html