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Pestizidverbrauch steigt

Entgegen Behauptungen der internationalen Saatgutkonzerne hat der Verbrauch von Pestiziden durch gentechnisch modifizierte Pflanzen nicht ab-, sondern zugenommen. Das zeigt ein Bericht der Washington State University.Genfood-Nein-Danke Logo

Der US-amerikanische Wissenschaftler Charles Benbrook kommt zu dem Ergebnis, dass durch die Aussaat von herbizidtoleranten Pflanzen wie Mais, Soja und Baumwolle der Pestizidverbrauch in den USA innerhalb von 16 Jahren um 239 Millionen Kilogramm gestiegen ist. Dieser zwischen 1996 und 2011 beobachtete Anstieg gehe überwiegend auf das Konto des Total-Herbizids Glyphosat.

Zwar sei zugleich die Verwendung von Insektiziden gesunken, und zwar aufgrund des Anbaus von Pflanzen, denen ein Gen des Bacillus thuringiensis (Bt) implantiert wurde. Diesen Verbrauchsrückgang taxiert Benbrook aber nur auf 56 Millionen Kilogramm. Unter dem Strich bliebe immer noch ein Plus von 183 Millionen Kilogramm zusätzlich verbrauchter Pestizide übrig. Das entspricht einem Anstieg von sieben Prozent. Die Bilanz bei den Insektengiften ist nur auf den ersten Blick positiv: Benbrook weist darauf hin, dass die Bt-Pflanzen ständig Insektizide produzieren. Die Giftproduktion der Pflanzen würde die Mengen, die Landwirte üblicherweise versprühen, in den Schatten stellen. // sb

Kommentare

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Thomas Ludwig
In der gedruckten Ausgabe schreiben Sie oben "... 239 Mio. Kilogramm ...", aber weiter unten "... 56 Mio. Tonnen ..." und "... 183 Mio. Tonnen ...". Was trifft denn nun zu: Kilogramm oder Tonnen?