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Pflanzenschutzmittel belasten Wasser

Die Menge an Pflanzenschutzmitteln, die in Gewässern gefunden wird, liegt oft höher als die berechnete Menge, die die EU im Vorfeld der Zulassung eines Mittels festlegt. Das haben Forscher der Universität Koblenz-Landau nachgewiesen.

Eine Studie des Instituts für Umweltwissenschaften Landau an der Uni Koblenz-Landau bilanziert, dass das geltende Verfahren der EU zur Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, insbesondere von Insektiziden, auf unzureichenden Berechnungen basiert. Um Flüsse und Seen ausreichend zu schützen, so das Fazit der Studie, müsse das Zulassungsverfahren auf den Prüfstand und vollständig überarbeitet werden.

In der Untersuchung wurden in 122 Gewässerproben die von der EU vorhergesagten Belastungswerte mit den tatsächlich gemessenen verglichen. Das Ergebnis werten die Forscher als „besorgniserregend“: In bis zu vier von zehn Fällen liegt die tatsächliche Verunreinigung höher als vorausberechnet; besonders neuere Insektizide übersteigen die Quote deutlich. Laut der Studie könnten die höheren Praxiswerte außerdem auf nicht eingehaltene Vorschriften beim Ausbringen der Mittel oder auf unzureichende Anwendungshinweise der Hersteller zurückzuführen sein.

Zulassungsbehörden und Industrie müssten jetzt bei der Ursachenaufklärung zusammenarbeiten, fordert Studienleiter Prof. Dr. Ralf Schulz. Bis dahin empfehlen die Forscher, die vorhergesagten Belastungen um das Zehnfache zu erhöhen. Zusätzlich könnte ein nicht genutzter Randstreifen zwischen Acker und Gewässer vorgeschrieben werden. Auf diese Maßnahme war bei der Überarbeitung des Pflanzenschutzgesetzes in Deutschland 2011 verzichtet worden. // hb

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Margit Steidl
An alle Landwirte!



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Naturfreundliche Grüße von Margit Steidl