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Uran in Dünger und Geschirrreiniger

Das Umweltinstitut München hat hohe Gehalte des radioaktiven Metalls Uran in Düngemitteln und Geschirrreinigern gemessen. Der empfohlene Richtwert wurde vor allem bei den Düngemittelproben in den meisten Fällen überschritten.

Das unabhängige Umweltinstitut hatte im Frühjahr dieses Jahres sieben frei verkäufliche Mineraldüngemittel und einen organischen Dünger aus privater Kom-postierung sowie sieben gängige Geschirrreiniger für Spülmaschinen auf ihren Urangehalt untersucht.

Bei sechs der Mineraldünger wurde der vom Umweltbundesamt empfohlene Richtwert von 50 Milligramm pro Kilogramm Phosphat deutlich überschritten, zum Teil um mehr als das Siebenfache. Nur ein Mineraldünger der Firma Compo („Agrosil“) unterschritt den Richtwert deutlich. Im organischen Dünger war Uran lediglich in Spuren vorhanden. Bei den Geschirrreinigern wurde in vier von sieben Proben Uran, resultierend aus dem Phosphatgehalt, nachgewiesen. Hier ergaben sich im Vergleich zum Mineraldünger deutlich niedrigere Urangehalte, die jeweils unter dem Richtwert von 50 mg/kg Phosphat blieben. Kritisch jedoch vermerkt das Institut die Tatsache, dass in Maschinengeschirrspülmitteln immer noch ein hoher Anteil an Phosphaten zur Wasserenthärtung enthalten sein kann.

Als Konsequenz aus diesen Untersuchungen fordert das Umweltinstitut, existierende Verfahren zur Abtrennung des Urans aus dem Rohphosphat einzusetzen. Hersteller von Dünge-, Wasch- und Spülmitteln sollten, auch wenn es teuer sei, zu diesen Verfahren verpflichtet werden. Alternativ steht Verbrauchern die Wahl von phosphatfreien Düngemitteln und Reinigern offen. // hb

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nachtigallfan
Tja, hier zeigt sich mal wieder, daß es doch wohl umweltschonender ist, das Geschirr von hand zu spülen.

Und wer düngt denn noch mit Kunstdünger?! Das weiß man doch schon eine Weile, daß die Kunstdünger wegen des Phosphats auch Uran enthalten. Das war schließlich schon des öfteren Thema in den Medien (TV, Ökotest).

Organischer Dünger, z.B. in Form von Wurmkompost, kann sich jeder selber herstellen. Eine Holzkiste im Keller reicht! Und es stinkt überhaupt nicht!
Margit Steidl
Wie - zum Kuckuck! - kommt Uran jetzt in die Spülmittel?



Wird da Phosphat aus Uranminen verwendet?



Na da werde ich in Zukunft Bio-Spülmittel kaufen!