Anzeige

Anzeige

Marsch zu den Institutionen

Für eine ökologische Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) in Europa machen Verbände und Verbraucher mobil. // Helga Boschitz

Wir haben es satt - Demo (Foto: Jakob Huber)

Bereits Anfang des Jahres demonstrierten Tausende für eine ökologisch sinnvolle Agrarpolitik.(Foto: Jakob Huber)

Vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen für eine gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP) nach 2013 verstärken Umweltorganisationen und Öko-Verbände ihren Druck auf die Entscheider im EU-Parlament. Besonders eindrucksvoll dürfte der „Good Food March“ werden, der den europaweiten Widerstand gegen die derzeitige Agrarpolitik und die Haltung vieler EU-Landwirtschaftsminister nach Brüssel tragen wird.

Voraussichtlich ab 26. August werden die Teilnehmer auf Fahrrädern und Traktoren auf mehreren Routen durch Europa unterwegs sein; am 19. September, während der ersten Sitzungswoche des EU-Parlaments nach der Sommerpause, treffen dann alle gemeinsam in Brüssel ein. Unterwegs werden Aktio-nen wie Demonstrationen, Kundgebungen und Straßentheater stattfinden. „Wir wollen die EU-Parlamentarier in die Pflicht nehmen“, sagt Jochen Fritz, Sprecher der Kampagne Meine Landwirtschaft, die den „Good Food March“ organisiert. Fritz und seine Mitstreiter hoffen, dass die Abgeordneten sich für die ursprünglichen Reformpläne von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos aussprechen, wonach die Direktzahlungen aus Brüssel an alle Landwirtschaftsbetriebe künftig an deren Umweltschutzleis-tungen gebunden wären. Im Mai hatte Ciolos sich bereit gezeigt, Abstriche an seinen Vorschlägen vorzunehmen und damit mehreren EU-Landwirtschaftsministern deutlich entgegenzukommen.

Folgten die EU-Parlamentarier diesen angepassten Plänen, würden 90 Prozent der EU-Milliarden für die Landwirtschaft zwischen 2014 und 2020 ohne weitere Umwelt- und Artenschutzauflagen vergeben. Jochen Fritz zeigt sich optimistisch: Seines Wissens gebe es unter den Parlamentariern durchaus Tendenzen, die, so Fritz wörtlich, „hervorragenden Reformansätze“ Ciolos’ zu stützen. Anmeldungen und Informationen unter www.meine-landwirtschaft.de

Add a comment

Kommentar­bild via Gravatar

incl. 'http://'
Luca
ich bin einfach nur traurig.