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Gen-Weizen aus der Bahn

Genfood-Nein-Danke LogoSchweizer Forscher berichten von alarmierenden Effekten bei gentechnisch verändertem Weizen: Während er im Gewächshaus eine verbesserte Resistenz gegen Pilze zeigte, entgleiste der Stoffwechsel der Pflanzen unter Freilandbedingungen.

Der Weizen wies einen signifikant höheren Befall mit Mutterkorn auf, einer giftigen Pilzkrankheit. Laut der Organisation Testbiotech kam es zu Ernteeinbußen bis zu 50 Prozent. „Die Versuche in der Schweiz zeigen, dass es bei der Risikoabschätzung gentechnisch veränderter Pflanzen eine große Sicherheitslücke gibt: Bislang wissen wir viel zu wenig darüber, wie sich diese Pflanzen unter wechselnden Umweltbedingungen verhalten, die beispielsweise auch durch den Klimawandel verursacht werden“, sagt Dr. Christoph Then, Geschäftsführer von Testbiotech e.V. Die zusätzlichen Gene unterlägen außerdem nicht der Kontrolle durch die natürliche Genregulation, ihre Stabilität müsse deshalb systematisch und unter wechselnden Bedingungen getestet werden.

Der beschriebene Fall weist auf ein generelles Problem gentechnisch veränderter Pflanzen hin: Die natürliche Gen-Regulation der Pflanzen kann durch die zusätzlichen Genkonstrukte gestört werden. Geraten die Pflanzen unter Stress, kann ihr Stoffwechsel aus der Bahn geraten. // rb

Erschienen in Ausgabe 10/2010
Rubrik: News

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