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Bienensterben auch in Argentinien

In Argentinien, dem fünftgrößten Honigproduzenten der Welt, sind im vergangenen Jahr 30 Prozent der Bienen eingegangen. Insider geben auch der Gentechnik die Schuld.Janoschs Baumgeister

Lucas Martinez, der Vorsitzende des argentinischen Imkerverbandes, glaubt, dass viele Bienenvölker schlicht verhungert sind. Und das habe mit Gensoja zu tun: „Der massive Anbau von Gensoja verdrängt die Imker immer mehr. In Regionen, wo früher in großem Stil Honig erzeugt wurde, wächst jetzt überall Soja in Monokultur. Alle Blumen und Pflanzen, die für Bienen wichtig sind, verschwinden.“ Die Bienen fänden einfach zu wenig Nahrung, sagte Martinez auf dem 41. Weltkongress der Imker im französischen Montpellier. Er appellierte an die europäischen Imkerkollegen, sich gegen den Einsatz von Gen-Soja als Futtermittel in der EU einzusetzen.

Der französische Biophysiker Jean-Marc Bonmatin vom staatlichen Forschungsinstitut CNRS nannte auf dem Kongress zudem neurotoxische Pestizide als eine der wichtigsten Ursachen für das weltweite Bienensterben. Zu diesen nervengiftigen Wirkstoffen gehört auch Clothianidin, das im vergangenen Jahr 12 000 Bienenvölker in Süddeutschland tötete. Der französische Imkerverband forderte, alle bienengiftigen Pestizide sofort vom Markt zu nehmen. Auch brauche es strengere Untersuchungen der Gifte, die von gentechnisch veränderten Pflanzen produziert werden. // ml

Erschienen in Ausgabe 12/2009
Rubrik: News

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Vollmerhausen Uwer
Bin selbst Imker. War 2009/10 in Brasilien/ Santa Katharina, Fraiburgo u. Videira. Dort sind div. Imker von über 1000 Völker runter auf ca. 7001

Also minus 30%.