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News 2017

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Bauernpräsident ist "Dino des Jahres"

Der NABU hat Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands (DBV), mit dem „Dinosaurier des Jahres 2017“ ausgezeichnet. Der DBV-Chef erhält Deutschlands peinlichsten Umweltpreis für seine rücksichtslose Blockade einer umweltfreundlichen Agrarreform. Der DBV-Präsident streitet die Hauptverantwortung der industriellen Landwirtschaft für das Artensterben ab, verteidigt ein Subventionssystem, das nachweislich zulasten von Natur, Landwirten und Steuerzahlern geht und bekämpft regelmäßig alle Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltbilanz der Agrarpolitik.

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Kurz notiert 01|2018

Ausgabe 01/2018

Kann Bio die Welt ernähren? Ja, das geht. Allerdings braucht es dafür die Unterstützung der Verbraucher.

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BUND findet Pestizide in Weihnachtsbäumen

Der BUND hat die Nadeln von 17 Weihnachtsbäumen von einem unabhängigen Labor auf Rückstände von knapp 140 Pestiziden untersuchen lassen. Bei 13 der analysierten Bäume, also bei 76 Prozent, wurde das Labor fündig. Insgesamt wurden bei dem Test neun verschiedene Pestizide gefunden, von welchen fünf zu den gefährlichsten zählen, die derzeit in der EU eingesetzt werden.

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Weihnachtskerzen made im Tropenwald

Weihnachtszeit ist Kerzenzeit. Doch möglicherweise steckt im festlichen Lichterglanz häufig indonesischer Tropenwald. Denn bei Palmöl in Kerzen lassen deutsche Hersteller Verbraucher im Dunkeln tappen: In etwa jeder zweiten Kerze stecken Pflanzenöle, meist Palmöl. Genauere Angaben dazu sucht man meist vergebens. Bei einer aktuellen WWF-Befragung führender deutscher Produzenten verweigerten acht von zehn die Auskunft darüber, ob sie Nachhaltigkeitskriterien beim Einkauf von Palmöl beachten und was für Palmöl sie verwenden.

Der NABU kritisiert, dass die besonders insektenschädlichen Neonikotinoide EU-weit weiterhin erlaubt sind. Vertreter der EU-Mitgliedstaaten hatten sich am gestrigen Dienstag nicht auf ein Ende der ökologisch hoch bedenklichen Wirkstoffe Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam verständigen können. Stattdessen vertagte der Ausschuss für Pestizide die Abstimmung auf Mitte März 2018.

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Nachhaltigkeitspreis für zwei Bio-Firmen

Die Andechser Molkerei Scheitz und der Reinigungsmittel-Hersteller Sodasan haben den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2018 gewonnen. Der zehnte Deutsche Nachhaltigkeitspreis wurde am 8. Dezember 2017 in Düsseldorf vergeben.

Deutschlandweit verzichten bereits 90 Städte und Gemeinden auf Glyphosat und andere Pestizide bei der Pflege ihrer Grün- und Freiflächen. Um diesen Einsatz zu dokumentieren und zu würdigen, hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine interaktive Karte dieser pestizidfreien Kommunen veröffentlicht. „Mit dem Bekenntnis zur pestizidfreien Kommune kommen die Kommunalpolitiker ihrer Verantwortung für Menschen und Umwelt nach. Sie zeigen, es geht auch ohne Glyphosat“, sagte Corinna Hölzel, BUND-Pestizidexpertin und Leiterin des Projekts „Pestizidfreie Kommune“.

EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat seine Mitteilung zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 vorgelegt. Aus Sicht der Verbände Bioland, DUH, Greenpeace und des Umweltdachverbands DNR ist die Mitteilung unzureichend und lässt angesichts der riesigen Herausforderungen jegliche Zukunftsvision vermissen. „Kommissar Hogan hält an veralteten Strukturen fest. Über ein Lippenbekenntnis für mehr Nachhaltigkeit in der Agrarpolitik geht sein Papier nicht hinaus“, sagt DNR-Generalsekretär Florian Schöne.

(Genetische) Vielfalt statt Einfalt! Mit vielen Partnern hat der Naturkost-Hersteller Rapunzel die Aktion FOODprint für eine gentechnikfreie Welt gestartet. Unter dem Motto „Ich stehe auf Essen ohne Gentechnik“ kann man per Unterschriftenliste bekennen, dass man sich ohne Gentechnik ernähren will. 2018 folgt dann die Übergabe der Stimmen sowie des Postionspapiers an die Politik.

Eine qualifizierte Mehrheit der EU-Staaten im Berufungsausschuss hat einer Verlängerung der Zulassung für das Herbizid Glyphosat um fünf Jahre zugestimmt. Vertreter von 18 der 28 EU-Länder votierten für die Verlängerung, darunter auch Deutschland. Erst durch den Schwenk der Deutschen, die sich bisher der Stimme enthalten hatten, wurde die Mehrheit erreicht. Neun Staaten votierten gegen die weitere Zulassung, darunter weiterhin Italien, Frankreich und Österreich.