Anzeige

Anzeige

Gentechnik, der nächste Versuch

Stephanie Silber

Verantwortliche Redakteurin Schrot & Korn

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich wünsche Ihnen ein frohes und glückliches neues Jahr!

Ich fürchte, 2017 wird wieder ein Jahr des Sich-Aufregens. So haben sich leider die Vorschläge von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt für ein neues Gentechnik-Gesetz ins neue Jahr hinübergerettet. Schade, ich hatte irgendwie gehofft, dass sie beim Übergang vom einen ins andere Jahr in ein schwarzes Loch des Universums fallen. Aber nein, nach wie vor möchte Minister Schmidt die Verantwortung an die Länder abgeben, den jeweiligen Anbau einer gentechnisch veränderten Pflanze zu verbieten. Dies würde bedeuten: In Bayern beispielsweise ist Gentechnik erlaubt und ein solcher Mais würde auf einem Feld nahe der hessischen Grenze angebaut. Und schwupps, gäbe es dann auch im Nachbarland Gentech-Mais – und bald dann doch auf einmal in ganz Deutschland. Denn Pollen fliegen kilometerweit und machen vor Ländergrenzen nicht halt.

Dass Pflanzen auch ohne Gentechnik besonderen Herausforderungen gewachsen sind, zeigt unser Artikel ab Seite 18. Daher bleibt mein Motto für 2017: Immer schön aufregen! Sind Sie dabei? Dann schreiben Sie doch Ihrem Bundestagsabgeordneten, was Sie von den Vorschlägen für das neue Gentechnik-Gesetz halten. Vorlagen für Briefe finden Sie unter www.n-bnn.de.

Ihre

Stephanie Silber

 

Gemeinsam!

Eine weitere Möglichkeit, Unmut über die „moderne“ Landwirtschaft und deren Folgen zum Ausdruck zu bringen, ist die große Demo „Wir haben es satt“ am 21. Januar in Berlin. Weitere Infos dazu auf Seite 7.