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Die Sache mit dem Aber

Stephanie Silber

Verantwortliche Redakteurin Schrot & Korn

Liebe Leserin, lieber Leser,

es ist eine feine Sache, wenn die Kartoffeln vom Bauer vor den Toren meiner Stadt kommen. Regionale Lebensmittel sind totaler Trend. Aber wenn es kein Bio-Bauer ist, wird er ziemlich sicher Ackergifte auf seine Felder kippen – dessen Reste im Grundwasser vor meiner Haustür landen. Warum regional also nur mit bio zum Traumpaar wird, lesen Sie ab Seite 33.

Das sah ein Mann am anderen Ende der Welt (naja, vielleicht so auf halber Strecke dorthin) genauso: Der Ministerpräsident des indischen Bundesstaates Sikkim wollte sein Land „von der Chemie befreien“ und stellte die Landwirtschaft  zu 100 Prozent auf Bio um (Seite 41).

Der Geist von Bio erobert die Welt. Länder wie Indien oder China produzieren immer mehr Bio-Lebensmittel – auch für den deutschen Markt. Das hat mit regional natürlich gar nichts zu tun. Aber solange wir es nicht schaffen, unseren Bedarf an Bio-Lebensmitteln selbst zu produzieren, ist es mir lieber, sie kommen ungespritzt manchmal auch aus diesen fernen Ländern als gespritzt von „um die Ecke“. Umwelt- und Klimaschutz hören halt nicht an Ländergrenzen auf.

Damit sind aber definitiv nicht Dinge wie Erdbeeren gemeint, die hier und da schon auftauchen. Gönnen Sie sich lieber die Vorfreude auf die heimische Saison, dann ist es auch noch äußerst leckerer Umweltschutz.

Ihre

Stephanie Silber

 

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