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Beste Bio-Läden: So gut ist mein Laden

Bester Bio-Laden 2016 (Foto: Peter Roggenthin)
Mit Kundennähe können Bio-Läden punkten: Wer hier einkauft, lobt oft die Atmosphäre.
(Foto: Peter Roggenthin)

Bester Bio-Laden LogoBESTE BIO-LÄDEN 2016 Welche sind die Besten im ganzen Land? Mit Ihren Bewertungen haben Sie entschieden. Schrot&Korn hat die Sieger ermittelt. // Manfred Loosen

Impressionen von der Gala am 11.2.2016 auf der Biofach in Nürnberg

Und der Sieger ist... Oscar-Stimmung in Nürnberg! Im Rahmen einer großen Gala auf der BioFach, der größten Bio-Messe der Welt, zeichnet Schrot&Korn jedes Jahr die besten Bio-Läden des Jahres aus. Mehr als 51 000 Leserinnen und Leser hatten Ende des vergangenen Jahres „ihren“ Bio-Laden bewertet; und zwar in den Kategorien Gesamteindruck, Frische, Sortiments-Vielfalt, Preis-Leistungs-Verhältnis, Fachkundige Beratung, Freundliche Bedienung und Sauberkeit/Hygiene. 

Diese Noten haben die Leser per Postkarte oder online (gut 41 Prozent) an Schrot&Korn geschickt. Viele fleißige Hände im Verlag trugen alle Noten in Listen ein und werteten sie aus. 

Insgesamt haben die Leser fast 2 400 Läden benotet, aber – da sind wir ganz streng: Nur knapp 800 davon kamen in die Wertung. „Denn Voraussetzung für eine objektive Bewertung ist, dass ein Laden von mindestens 20 Personen benotet wurde“, sagt Joachim Langschmidt, bei Schrot&Korn für die Leserwahl 2016 zuständig. Schon zum 13. Mal hatte unser Naturkost­magazin zu dieser Wahl der besten Bio-Läden Deutschlands aufgerufen.

Vier Sorten von Läden

Wieder wurden die Geschäfte – der Gerechtigkeit halber – in vier Kategorien eingeteilt: Hofläden, kleine Bio-Läden (bis 99 Quadratmeter), mittlere Bio-Fachgeschäfte (bis 399) sowie Bio-Supermärkte (ab 400 Quadratmeter). Die Gesamtsieger in den vier Kategorien stellen wir Ihnen auf dieser und den folgenden Seiten etwas ausführlicher vor. Insgesamt bekamen 180 Läden  mindestens eine Urkunde. Wir konnten aufgrund der eingegangenen Leserbewertungen 62 Mal Gold, 112 Mal Silber und 193 Mal Bronze vergeben. 

Die Kundinnen und Kunden konnten auch diesmal nicht nur Schulnoten vergeben, sondern auch eigene Kommentare, Ideen und Tipps für ihren Laden hinterlassen. Die meisten Leser machten davon Gebrauch: Mehr als 81 Prozent aller Teilnehmer schrieben auf, was sich in ihrem Laden noch verbessern ließe. Die Ideen reichen von besserer Ausstattung im Laden („Das Brot hätte ich gern geschnitten“) bis zu Veränderungen hinter der Bedientheke:>     „... für Vegetarier müsste die Bedienung von Fleisch und Käse getrennt werden.“ 

Meist hinterließen die Kundinnen und Kunden aber besondere, individuelle Lobeshymnen: „Wenn ich in den Bio-Laden komme, fühle ich mich wie zu Hause“, heißt es da, oder: Hier könne man „abschalten von der hektischen Atmosphäre des Alltags.“ Gelobt wird, dass es eine Kinderspielecke, eine Kundentoilette oder einen Streichelzoo gibt. Und einige Bio-Laden-Kunden lieben das „nicht Perfekte“: „Bitte bloß nicht ‚professioneller‘ werden.“

Andere Kunden mögen es, „mit Namen angesprochen zu werden“, wenn sie den Laden betreten, oder loben die frisch gepressten Säfte. Ein Kunde  schrieb, der Laden sei „sich von Anfang an treu geblieben.“

Alle Anmerkungen, die die Kunden   ihrem Lieblingsgeschäft aufgeschrieben haben, werden den Läden – anonym – weitergegeben. „So können sie auf Lob und Kritik reagieren“, weiß Joachim Langschmidt, „und viele Läden nutzen die Bewertungen gerne, um sich weiter zu verbessern.“

Es gibt nur Gewinner

Bei der Aktion „Bester Bio-Laden  2016“ gibt es also nur Gewinner: Die Läden fühlen sich bestätigt oder erfahren, wo sie (noch) besser werden können. Die Kunden können ihrem Laden mal so richtig die Meinung sagen – und müssen, weil sie es anonym tun können, kein Blatt vor den Mund nehmen. Und die Bio-Laden-Kunden, die mitgemacht haben, bekommen durch ihre Bewertung (noch) bessere Geschäfte. Schließlich sind unter den gut 51 000 Einsendungen 99 tolle Preise verlost worden. 

In unserer April-Ausgabe veröffentlichen wir übrigens eine Liste von allen  Läden, die Gold-, Silber- oder Bronze-Urkunden gewonnen haben. Dann können Sie nachsehen, ob Ihr Laden auch unter den Siegern ist.

Bester Bio-Laden 2016 Sponsoren Logos

Gesamtsieger Hofläden

Hofladen Albertshof (Foto: Christian Wickler - bio verlag)
Die 37-jährige Ladnerin in
ihrem Hofladen in Rennerod/Westerwald.
(Foto: Christian Wickler - bio verlag)

Der Tante-Emma-Laden für „Bios“

Der Laden wurde 1993 unter dem Namen „Bioladen Sonnenblume“ in Rennerod gegründet. 2006 begann Kerstin Doppstadt dort zu arbeiten. Wenig später wurde sie „Chefin“ und suchte gleich einen neuen Namen. Dass es sich um einen Hofladen handelt, sollte sofort klar werden. Drum: „Hofladen Albertshof“. Ihr Mann ist der Bauer auf dem Bioland-Hof, zu dem der Laden gehört. Milch, Eier und Rindfleisch werden hier direkt vermarktet. Die Kunden und die insgesamt vier Verkäuferinnen sind eine große Familie. „Wer einmal hier war, der kommt wieder“, sagt Kerstin Doppstadt, „wir sind der moderne Tante-Emma-Laden für ökologisch Eingestellte.“ Der „Hofladen Albertshof“ setzt auf Glaubwürdigkeit: Kerstin Doppstadt ist wichtig, dass alles transparent ist. Wer will, kann in den Stall gehen, selbst gucken, wo die Hühner, wo die Kühe leben oder Kälbchen streicheln.

Hofladen Albertshof (Foto: Christian Wickler - bio verlag)

Peter und Kerstin Doppstadt mit ihren Kindern. (Foto: Christian Wickler)

 

Gesamtsieger Bio-Läden

Bio Bogner's (Foto: Eberhard Schorr – bio verlag)
Die Nähe zum Kunden: ein Grund des Erfolgs.
(Foto: Eberhard Schorr – bio verlag)

Regionale Waren im Angebot

Bogner’s Bio in Waldkirchen im Bayerischen Wald bietet vor allem bei Obst und Gemüse schwerpunktmäßig Produkte aus Südbayern und dem angrenzenden Österreich an. Ulrike und Franz Bogner bemühen sich seit der Eröffnung ihres Ladens vor vier Jahren außerdem um Ware, die von den großen Bio-Anbauverbänden kommt. Ein Schwerpunkt im Laden ist die Käsetheke: Darin präsentieren Bogners mehr als 60 Sorten, darunter viele von Schaf und Ziege. Viele Kunden nutzen das große Weinangebot, das vor allem aus Deutschland und Österreich kommt. Bogner’s Bio ist auch das ideale Geschäft für Kunden, die gern selbst backen. Ein Getreide-Erzeuger aus Österreich liefert kleine und große Gebinde mit selbst abgefülltem Getreide. Besonders beliebt ist – vor allem im Winter – der gemütliche Kachelofen im Bistro-Bereich.

Bio Bogner's (Foto: Eberhard Schorr – bio verlag)

Das Team von „Bogner’s Bio“. (Foto: Eberhard Schorr – bio verlag)

 

Gesamtsieger Bio-Fachgeschäft

Bio Michi (Foto: Eberhard Schorr – bio verlag)
Michael Steinmaßl mit einer Auswahl
des Käseangebots.
(Foto: Eberhard Schorr – bio verlag)

Kunden wählten den Ladennamen

Evi und Michael Steinmaßl haben vor acht Jahren im oberbayeri-schen 3 000-Einwohner-Ort Kirchanschöring mit einem Bioland-Gartenbaubetrieb begonnen. Der Gemüseladen hatte gerade mal 15 Quadratmeter. Im Mai 2015 wurde der neue Laden eröffnet: 101 Quadratmeter; hier gibt's jetzt fast alles. Zwei kleine Tische und eine Kaffeemaschine bringen als Mini-Bistro Gemütlichkeit in den Laden. Den Namen haben die Kunden im Rahmen eines Gewinnspiels bestimmt: „Bio-Michi“. Dadurch wird klar: Der „Michi“ drückt diesem Laden seinen Stempel auf. Er punktet bei seinen Kunden vor allem mit frischem Gemüse aus dem eigenen Bioland-Gemüsebaubetrieb. Eine Besonderheit sind die Ladenzeiten: Montags und mittwochs ist der Laden zu, dafür öffnet er an den anderen Tagen um 7 Uhr. Die meiste Ware kommt von 30 regionalen Lieferanten.

Bio Michi (Foto: Eberhard Schorr)

Die Ladner mit Magdalena und Elias. (Fotos: Eberhard Schorr – bio verlag)

 

Gesamtsieger Bio-Supermärkte

EBL Nürnberg (Foto: Peter Roggenthin – bio verlag)
Beliebt bei den ebl-Kunden: die große
Naturkosmetik-Abteilung.
(Foto: Peter Roggenthin – bio verlag)

Gutes Betriebsklima das A und O

Service – das ist das Zauberwort des ebl-Bio-Supermarkts in Nürnberg-Laufamholz. „Wir nehmen den Kunden wahr. Er soll merken, dass wir für ihn da sind“, sagt Felicitas Ganter, die Marktleiterin. Ältere Kunden werden beim Einkauf unterstützt, die Tüten von einer Mitarbeiterin zum Auto getragen. Wenn ein Kunde vollbeladen mit Getränkekisten den Laden betritt, werden sie ihm sofort abgenommen. Und Kunden, die mit fragendem Blick durch die Gänge laufen, werden aktiv gefragt, ob man ihnen helfen kann. „Gut zuhören – das ist uns wichtig“, sagt Felicitas Ganter. Der Laden ist hell und übersichtlich, klar strukturiert. Jede Woche gibt es hier von Donnerstag bis Samstag Verköstigungen. Ein weiteres Plus sieht die Filialleiterin darin, dass sich die Mitarbeiterinnen untereinander gut verstehen: „Ich will, dass sie gerne zur Arbeit kommen.“

EBL Nürnberg (Foto: Peter Roggenthin – bio verlag)

Gute Stimmung im Team des ebl-Marktes in Laufamholz. (Foto: Peter Roggenthin – bio verlag)

Diese Leser haben gewonnen

Bester Bio-Laden 2016 Logo

Den ersten Preis, den leisen und umweltfreundlichen Elektroroller von Kumpan electric in Palegreen Metallic hat B. Schibbe aus Wölfersheim gewonnen. 

Der zweite Preis, die zehntägige Wanderreise für zwei Personen durch die Toskana und Umbrien es geht auch in den wilden Regionalpark Maremma von Giglio ging an A. König aus Landau.

Den dritten und vierten Preis, je ein Hochleistungsmixer von bianco di puro, nehmen H. Kuck aus Westerstede und T. Fromligt aus Kimratshofen in Empfang. Die Gewinner der 95 Oliven-Probier-Sortimente von Mani Bläuel wurden direkt benachrichtigt.

Erschienen in Ausgabe 03/2016
Rubrik: Leben&Umwelt

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