Anzeige

Anzeige

SEKEM - die Wüste blüht

Die Stationen von SEKEM

  • 1973 Erster Kontakt von Ibrahim Abouleish mit der Anthroposophie.
  • 1975 Entschluss, in Ägypten bei der Verbesserung der Lebensbedingungen zu helfen.
  • 1977 Kauf des Grundstückes bei Bilbes - 70 Hektar, 200.000 DM für Investitionen.
  • 1978 Beginn der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.
  • 1981 Erster Export von Heilkräutern in die USA.
  • 1982 40 Allgäuer Kühe kommen als Spende auf die Farm.
  • 1983 SEKEM-Herbs und ISIS-Tees werden in Ägypten angeboten.
  • 1984 Herzinfarkt von Ibrahim Abouleish, Übernahme der Geschäftsführung durch seinen Sohn Helmy Ablouleish. Gründung der "Society for Cultural Development", Träger der kulturellen und sozialen Aktivitäten.
  • 1985 Mit einer Werbekampagne betritt SEKEM ernsthaft den ägyptischen Markt. In Zusammenarbeit mit den Firmen Lebensbaum, Pyramide und Euroherb beginnt der Export von Kräutern nach Europa.
  • 1986 Gründung von ATOS zur Produktion von Präparaten und Tees.
  • 1988 Der erste Kindergarten. Und: LIBRA wird für den Export von Obst und Gemüse gegründet.
  • 1989 Start der Schule. LIBRA arbeitet mit EOSTA und Organic Farm Foods zusammen.
  • 1990 Das COAE (Center for Organic Agriculture in Egypt) wird gegründet, um Richtlinien für den Bio-Anbau zu erarbeiten.
  • 1991 Erfolg beim biologischen Anbau von Baumwolle. Export des Garnes nach Europa für Naturtextilien.
  • 1993 Bau des großen Fabrikgebäudes. Erstes freiverkäufliches Präparat (Tomex, Knoblauch) in ägyptischen Apotheken.
  • 1994 Gründung von CONYTEX (Herstellung von Natur-Textilien) und MERCURY (Verteilung der eigenen Produkte in Ägypten).
  • 1996 Einweihung des medizinischen Zentrums auf der Farm. Gründung von HATOR für die Verarbeitung und Verpackung von Lebensmitteln. Der erste Laden (Nature‘s Best) öffnet in Kairo.
  • 1997 Eröffnung des Berufsbildungs-Zentrums (ein Kohl-Mubarak-Projekt).
  • 1998 SEKEM wird ISO-zertifiziert.
  • 1999 Bau und Beginn der Arbeit der "Akademie für angewandte Kunst und Wissenschaft" in Heliopolis.
  • 2000 SEKEM ist Partner-Projekt der EXPO 2000.

Nur vier Prozent des Bodens ist nutzbar

Das ist Ägypten: Wüste, Wüste, Wüste. Insgesamt eine Million Quadratkilometer, fast dreimal Deutschland. Aber nur vier Prozent sind landwirtschaftlich nutzbar, der Löwenanteil davon im Nildelta. Weitere 11.000 Quadratkilometer liegen an über 1.000 km Fluss, mal angeschmiegt, mal weiter entfernt. Eine dünne Lebenslinie in menschenleerer Landschaft. Dazu ein paar Oasen und die Küsten.

Nur wo Wasser ist, wachsen Getreide, Gemüse, Baumwolle, Obst, hält man Hühner, Esel, Schafe, Rinder, Kamele. Der Boden ist fruchtbar, mühsam aus Nilschlamm geschaffen, locker und leicht mit der Hacke zu bearbeiten. Die Hütten stehen dichtgedrängt, damit ja kein kostbarer Quadratmeter verloren geht. Bis zu drei Ernten pro Jahr erlaubt das Klima, wenn der Boden richtig behandelt wird.


Reisen zu SEKEM

Ein zwölftägige Reise zur SEKEM-Farm bietet das Extratour Reisebüro in Göttingen an. Vorgesehen sind neben dem Besuch der Landwirtschaft Besichtigungen der Pyramiden und anderer Sehenswürdigkeiten. Außerdem sind mehrere Erholungstage am Meer eingeplant. Weitere Infos: Tel 0551-46011.


Eine Mühle aus Deutschland

Die Firma Spielberger bezieht Rohstoffe von SEKEM und hat die Farm beim Aufbau der Getreideaufbereitung unterstützt. Wir sprachen mit Seniorchef Hans Spielberger.

Wie kam es zu der Kooperation?

Der Familie Abouleish und mir war es von Anfang an klar, dass der europäische Standart eine professionelle Getreideaufbereitung verlangt. Biologisch dynamisches Wirtschaften ist mein Lebensinhalt, somit war es für beide Seiten sofort klar, wer dieses Projekt betreuen wird.

Was hat Sie dort am meisten beeindruckt ?

Die Begeisterungsfähigkeit, die Gelassenheit, die optimistische Grundhaltung der Menschen, der Sternenhimmel, die Entdeckung der Langsamkeit, die vielfältige Vegetation — und Erwachsene die wie Kinder ihnen entgegentreten und strahlen.

Bei der Mühle erzählen die SEKEM — Mitarbeiter stolz, dass der Herr Spielberger persönlich die Mühle besorgt und auch den Aufbau überwacht hat. Weshalb war beides für SEKEM so wichtig ?

Auf dieser Mühle werden Reis, Mais, Weizen, Leinsaat, Sesam, Linsen und diverse andere Produkte aufbereitet. Tiefes Wissen um jedes dieser Produkte verlangt Lehrer und Schüler sehr viel Einsatzbereitschaft und Wissen ab. Ich habe gesät, was in meinen Möglichkeiten stand — jetzt ist eigenverantwortliches Handeln angesagt, auch ohne meine direkte Begleitung.


"Begeistert von der Idee"

Die Firma Lebensbaum arbeitet seit 1985 mit SEKEM zusammen. Wir sprachen mit Geschäftsführer Ulrich Walter.

Wie kam es zu der Kooperation?

SEKEM gehört zu unseren ersten Handelspartnern außerhalb Europas. Als Kaufmann und Sozialpädagoge war ich begeistert von dem Projekt, weil es Wirtschaft, soziale Entwicklung und biologisch-dynamischen Landbau miteinander verknüpfte.

Wo und wie arbeiten die beiden Firmen heute zusammen?

Wir beziehen jährlich ca. 80 Tonnen Rohware von SEKEM, die Farm gehört zu unseren wichtigsten Lieferanten für die Kräutertees und Gewürze. Aber auch der menschliche Aspekt spielt eine wichtige Rolle. Aus dem persönlichen Kontakt mit der Familie Abouleish und den Menschen auf der Farm sind gute Freundschaften entstanden.

In welchen Lebensbaum-Produkten sind normalerweise SEKEM-Rohstoffe zu finden?

SEKEM-Rohware befindet sich in ca. 40 verschiedenen Lebensbaum-Produkten. An Gewürzen beziehen wir zum Beispiel Anis, Koriander, Schwarzkümmel, Majoran und Basilikum. In unseren Teemischungen sind Fenchel, Süßholz, Pfefferminze und Anis aus Ägypten vertreten. Auch die fein geschnittenen Kräuter für die Aufgussbeutel kommen zum Teil von SEKEM. Außerdem Monotees wie zum Beispiel Demeter Hibiskusblüten oder Zitronengras.

Kommentare

Kommentar­bild via Gravatar

incl. 'http://'