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USA: Weniger Gen-Pflanzen auf US-Feldern

In diesem Jahr werden US-amerikanische Farmer weniger gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen als im Vorjahr. Das ergab eine Umfrage des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) bei mehreren tausend Farmern.

Seit 1996 in den USA die ersten transgenen Pflanzen ausgesät wurden, war ihr Flächenanteil steil gestiegen - bis auf gut 25 Mio Hektar im vergangenen Jahr. Nun scheint der Boom vorbei. Nach der USDA-Umfrage wollen die Farmer in diesem Jahr weniger Gentech-Saatgut auf ihre Felder bringen. Obwohl der Rückgang nur leicht ist, zeigt sich dennoch ein neuer Trend:

Bei Soja wird ein Rückgang des Flächenanteils für gentechnisch veränderte Pflanzen von 57% auf 52% erwartet.

Bei Mais rechnet man mit einem Absinken des Gentech-Anteils von 33% auf 25%. Das wichtigste Merkmal der gentechnisch veränderten Sorten ist weiterhin Insektenresistenz.

Auf 48% der Fläche, auf der in den USA Baumwolle angebaut wird, werden im Jahr 2000 gentechnisch veränderte Pflanzen wachsen. Im Vorjahr waren es noch 55%.

Auch gentechnisch veränderter Weizen, der ab 2003 für die Landwirtschaft verfügbar sein soll, könnte zum Alptraum für die US-Exporteure werden. Eine Umfrage auf den wichtigsten US-Weizenexportmärkten habe ergeben, dass die USA wichtige Märkte verlieren würden, wenn ihre Farmer der Versuchung nicht widerstehen könnten, die Erträge mit dem Anbau von GMO-Weizensorten zu steigern, so ein Sprecher der Exportmarketing-Gruppe U.S. Wheat Associates.

Zum Beispiel habe das Büro der Exportorganisation in Tokio gewarnt, dass mögliche Lieferungen von Gentech-Weizen für Japan eine höchst emotionelle Angelegenheit seien und bis zum totalen Boykott von US-Agrarprodukten führen könnten. Ähnliche Reaktionen gebe es von den Philippinen, aus Vietnam, Malaysia, Singapur, Thailand und Bangladesh. Besorgnis sei auch im Hauptabnehmerland für US-Weizen, Ägypten, laut geworden. Der Direktor der Ägyptischen Food Industries Holding Co., die jährlich 1,5 Mio. Tonnen Weizen einkauft, habe unmissverständlich erklärt, keinen gentechnisch veränderten Weizen einkaufen zu wollen.

Der Hauptgrund für die sinkende Nachfrage nach Gentech-Saatgut in den USA ist die ablehnende Haltung der Abnehmer in Europa und Asien. Die US-Farmer reagieren auf die veränderte Lage auf den Exportmärkten. Aber auch in den USA ist "Gentechnik bei Lebensmitteln" inzwischen ein öffentliches Thema: Der Gigant Frito Lay, Tochter von Pepsi Cola und Marktführer bei Snacks und Knabbergebäck, hat unlängst erklärt, keine Rohstoffe aus gentechnisch veränderten Pflanzen mehr zu verwenden.

Der Bart trinkt mit

Schnurrbärte sind für Biertrinker ein teurer Luxus. Das haben britische Wissenschaftler rausgefunden. Sie haben gemessen, wie viel Bier bei einem Schluck im Bart hängen bleibt und nie den Mund erreicht: Es sind 0,56 Milliliter. Bei einem durchschnittlichen Konsum von 100 Litern Bier pro Jahr, endet Gerstensaft für etwa 90 Mark im Haargeflecht des männlichen Trinkers. Umgerechnet kippen sich die Briten jedes Jahr mehr als 160.000 große Glas Bier in den Bart. Die Studie hat übrigens die Brauerei Guinness bezahlt, schreibt die Deutsche Presse-Agentur…

Alle freuen sich auf einen warmen Sommer.

Aber der kann auch seine negativen Auswirkungen haben. Eine ist das bodennahe Ozon. Es kann vor allem für kleine Kinder und ältere Menschen gefährlich sein. Deshalb bietet das Bundesumweltamt in diesem Sommer täglich Ozonprognosen und Ozonwerte im Internet an.

Unter www.umweltbundesamt.de gibt es ab 10 Uhr (für den jeweiligen Tag) und ab 16 Uhr (für den folgenden Tag) Ozonprognosen. Sie werden, mit Begleittext versehen, farbig und leicht verständlich dargestellt. Die aktuellen Ozon-Messwerte aller verfügbaren deutschen Messstellen sind ab 13.15 Uhr abrufbar. Sie werden stündlich aktualisiert. Schließlich können auch die gemessenen Ozon-Maximalwerte des Vortages als Karte eingesehen werden.

An Samstagen und Sonntagen werden Ozonprognosen nur erstellt, wenn erhöhte Ozonkonzentrationen zu erwarten sind. Anders die Messdaten: Sie werden auch an Wochenenden bereitgestellt, an denen aufgrund der meteorologischen Situation nicht mit erhöhten Ozonkonzentrationen zu rechnen ist.

Pflanzenschutz: Milch statt Gift

Brasilianische Bio-Bauern haben einen interessanten Versuch gemacht: Sie besprühten junge Gurken- und Zucchini-Pflanzen ein Mal pro Woche mit einem Gemisch von 5 % Vollmilch und 95 % Wasser. Ergebnis: die Pflänzchen sind besser vor dem echten Mehltau geschützt als mit den bisher üblichen Fungiziden. Darüber berichtet der E.U.L.En-Spiegel. Warum die Milch so wirksam ist, blieb bisher ein Rätsel.

Schulkinder: Milch als Teil der gesunden Ernährung

Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) will sich nach Presseberichten dafür einsetzen, dass die Schulmilch künftig bundesweit wieder als Haupt-Pausengetränk an die deutschen Schulen zurückkehrt. "Wir wollen die Schulmilch aus Gesundheitsgründen an möglichst viele Schulen zurückholen", wird der Minister zitiert. Dem Bericht zufolge ging der Verbrauch an Schulmilch in den vergangenen sechs Jahren von 136.600 auf 70.200 Tonnen zurück, das ist ein Minus von 49 Prozent.

Gesundes Grün: Boom beim Anbau von Arzneipflanzen

Durch ein verändertes Gesundheitsbewusstsein und die wachsende Nachfrage nach Naturheilmitteln ohne Nebenwirkungen gewinnt der Anbau und Handel mit Arznei- und Gewürzpflanzen an Bedeutung. Das berichtet die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle aus Bonn in ihrem Online-Newsletter.

Die Anbaufläche von Arznei- und Gewürzpflanzen in Deutschland ist danach von 3.000 Hektar im Jahr 1991 auf etwa 5.900 Hektar im vergangenen Jahr gewachsen, Erzeuger sind vorwiegend landwirtschaftliche Betriebe.

Italien: Autofreie Sonntag verbessern die Luft

In Italien haben alle vier Wochen 18 Millionen Menschen in 145 Großstädten einen autofreien Sonntag. An diesen Tagen sinkt nach Angaben des Greenpeace Magazins die Luftverschmutzung in den Städten um rund 30 Prozent.

In Italien soll jetzt möglicherweise in einer Volksbefragung geklärt werden, ob die autofreien Sonntage das ganze Jahr über stattfinden sollen. Nach jüngsten Umfragen sind 80 Prozent der Italiener dafür.

Die deutsche Bundesregierung will aber dem italienischen Beispiel nicht folgen: Es wird keinen autofreien Sonntag geben. Das erklärten Sprecher sowohl des Verkehrs- als auch des Umweltministeriums. Man wolle in dieser Frage keinen Alleingang unternehmen, sondern strebe eine europäische Lösung an.

Ernährung: Zu viel Salz schlecht für die Augen


.Salzhaltige Ernährung begünstigt den Grauen Star. Australische Wissenschaftler von der Universität Sydney fanden bei einer Studie mit 3.000 Erwachsenen heraus, dass salzige Kost einer speziellen Linsentrübung am Auge Vorschub leistet, berichtet die in Gräfelfing bei München erscheinende Zeitung Ärztliche Praxis. 160 Untersuchungsteilnehmer wiesen demnach eine Spezialform des Grauen Stars auf. Bei denjenigen Studienteilnehmern, die ihrem Essen am meisten Salz zusetzten, waren die Augenlinsen doppelt so häufig getrübt wie bei den Personen mit geringem Salzkonsum, fanden die Forscher über einen Ernährungs-Fragebogen heraus.
Erschienen in Ausgabe 06/2000
Rubrik: Leben&Umwelt

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