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Haus ohne Heizung

300 Liter Öl im Jahr sind genug

Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt in einem 100 Quadratmeter großen Altbau verbraucht im Jahr etwa 30.000 Kilowattstunden (kWh) Energie, davon etwa 25.000 kWh fürs Heizen. Das entspricht 2.500 Liter Heizöl im Jahr. Für den Energieverbrauch von Neubauten gilt die Wärmeschutzverordnung: Sie schrieb von 1984 bis 1995 eine Obergrenze von 150 kWh pro Quadratmeter und Jahr (m2a) vor, seit 1995 sind es 100 kWh/m2a. Ein neuer 100 m2-Bau kommt also mit 10.000 kWh an Heizenergie beziehungsweise 1.000 Litern Öl aus. Doch es geht sparsamer. Niedrigenergiehäuser dürfen nur 70 kWh/ m2a verbrauchen und schaffen Werte bis zu 30 kWh/m2a. In unserem 100 m2- Beispiel wären das 3.000 kWh im Jahr oder 300 Liter Heizöl. Der Niedrigenergiehausstandard für Neubauten ist in Schweden bereits gesetzlich vorgeschrieben. In Deutschland ist eine entsprechende Verordnung geplant. Bei Passivhäusern liegt der Heizbedarf unter 15 kWh/m2a, eine eigene Heizung entfällt. Von einem Null-Heizenergiehaus spricht man, wenn die gesamte Heizenergie durch aktive und passive Nutzung der Sonnenenergie gedeckt wird;. Nullenergiehäuser sind völlig autark; sie decken auch den Strombedarf selbst. Der beträgt im Durchschnitt rund 60 kWh/m2a und kann durch sparsame Geräte ohne Komforteinbußen auf 40 kWh/m2a gesenkt werden.

Niedrigenergiehäuser von der Stange

Inzwischen gibt es auch Fertighäuser, die den Niedrigenergiestandard einhalten. Der Branchenführer WeberHaus kommt mit dem Övolutions-Haus auf einen rechnerischen Heizwärmebedarf von 30 kWh/m2a. Sonnenkollektoren sind serienmäßig und den restlichen Heizbedarf deckt eine Gastherme ab. Auch mehrere kleinere Hersteller haben Niedrigenergiehäuser im Programm, die meisten mit Holz als wichtigstem Baustoff.

Zum Weiterlesen

  • W. Feist (Hg.): Das Niedrigenergiehaus. Neuer Standard für energiebewusstes Bauen, C.F. Müller Verlag, Heidelberg.
  • Othmar Humm: Niedrigenergiehäuser - Innovative Bauweisen und neue Standards. Ökobuch-Verlag, Staufen.
  • Im Internet finden sich unter http://www.passivehouse.com/index.html Informationen des Passivhaus-Institutes in Darmstadt mit vielen praktischen Beispielen. Sehr hilfreich ist auch das Archiv der österreichischen Arbeitsgemeinschaft erneuerbare Energie: http://www.datenwerk.at/arge_ee/homepage.html.

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