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Öko in Deutschland: Hessen vor Brandenburg

Mit einem Öko-Aktionsplan will die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen den Bio-Landbau stärker fördern. Sie wolle konventionelle und biologische Betriebe jedoch nicht gegeneinander ausspielen, sagte Ministerin Priska Hinz (Grüne).
Hessen steht zusammen mit dem Saarland auf Platz eins der deutschen Bio-Länder: Hier hat der ökologische Landbau einen Anteil von jeweils 10,7 Prozent an der Landwirtschaft. Bis vor Kurzem lag Brandenburg mit 10,9 Prozent an erster Stelle: Die Bio-Landwirtschaft ist dort jedoch seit 2010 um zwei Prozent geschrumpft. Kritik hierzu kommt von Seiten der Fördergemeinschaft ökologischer Landbau Berlin Brandenburg FöL. Sie wirft der Landesregierung vor, gegen die eigenen Ziele, die eine Verteidigung des Spitzenplatzes beim Öko-Landbau vorsehen, verstoßen zu haben. Hauptgrund für den Rückgang laut FöL: Brandenburg zahlt bundesweit die niedrigsten Fördersätze.


Das soll in Hessen nicht passieren. Priska Hinz kündigte an, die Bio-Prämien deutlich zu steigern. Nicht nur das: Wer den Stall besonders artgerecht herrichtet, kassiert 20 Prozent mehr Zuschüsse als üblich. Eine verbesserte Förderung der Vermarktung regionaler Produkte gehört genauso zum Aktionsplan wie die Vorgabe, dass an den Landwirtschafts-Fachschulen der Öko-Landbau nun Pflichtfach wird.  
Hinz sieht die Landwirtschaft in einem Spannungsfeld. Sie  solle einerseits weltweit  den Hunger bekämpfen. Andererseits führe eine Intensivierung erheblich zur Belastung der Ökosys-teme bei. Der Ausweg, wie ihn die Grüne sieht: Die Produktivität des ökologischen Landbaus müsse erhöht, die hochintensive Landwirtschaft aber ökologisiert werden. // sb

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