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Miteinander 06|2017

Guerilla Gardening (© Hans-Jürgen Bauer)
Liebe statt Hass säen und urbane Räume mit Blumen und Gräsern aufwerten. (© Hans-Jürgen Bauer)

Guerilla Gardening

Gemeinsam die Stadt verschönern

Der Schweizer Maurice Maggi wurde im Internet als „Blumenrebell“ bekannt: Weil er heimlich beim nächtlichen Flanieren in Zürich Pflanzensamen über die ganze Stadt verstreute. Für mehr Grün im Grau. Ganz klassisch bestehen die runden Samenkugeln aus Samen, Tonpulver und Erde. Welche Samen man wählt, hängt zum einen von der Bodenbeschaffenheit des Ortes ab, an dem gepflanzt werden soll und zum anderen von Lichtbedingungen und Schutz vor Regen. Besonders gut eignen sich samenfeste und robuste Arten wie Ringelblumen, Kornblumen, Kapuzinerkresse, Kamille, Sonnenblumen oder Klatschmohn. Das Tonpulver oder auch Tonerde genannt ist wichtig, weil diese Erden reichhaltig an Mineralstoffen und Spurenelementen sind. Alternativ können Sie auch Katzenstreu aus reinem Bentonit verwenden. Und so geht es: Etwa fünf Esslöffel Erde und einen Teelöffel Samen vermischen, als letztes die Tonerde dazu. So lange Wasser hinzugeben, bis die Masse zu einem festen aber formbaren Teig wird. Daraus beliebig große Kugeln formen und diese für einige Tage zum Trocknen an einen geschützten Ort legen. Alternativ zur Erde lassen sich die Samenkugeln auch mit altem Papier basteln: Einfach aufweichen lassen, im Mixer pürieren, Wasser ausdrücken, mit Samen vermischen und trocknen lassen. Fertig! Jetzt heißt es rausgehen und Samen sanft verteilen oder wild auswerfen.

Weitere Varianten, Video-Inspiration zum Guerilla Gardening und Kauftipps für fertige Samenbomben finden Sie online. je

www.schrotundkorn.de/samenbomben

 

Unabhängiger Journalismus

„Recherchen im Dreck“ unterstützen

Schrot&Korn-Autor Michael Billig, der für uns hauptsächlich über Umwelt- und Lebensmittelthemen berichtet, braucht Unterstützung für eine seiner langfristigen Recherchen als freier Journalist. Er möchte aufdecken, was sich im Land des Recyclingweltmeisters Deutschland, zwischen Müll-Mafia und illegalen Deponien, wirklich abspielt. Seit Anfang 2015 recherchiert er zu diesem Thema – und hat allein in Brandenburg bereits mehr als 100 illegale Deponien ausfindig gemacht und 30 davon mit eigenen Augen gesehen. Um seine Arbeit fortzusetzen, benötigt er monatlich 1 200 Euro – Sie können die Recherche mit Abo-Paketen zwischen drei und 20 Euro monatlich finanzieren. je

www.steadyhq.com/de/muellrausch

Erschienen in Ausgabe 06/2017
Rubrik: Leben&Umwelt

Kommentare

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Ich_weiblich

Solche Bomben sind mir auch erheblich lieber als die der Dschihadisten, ob man deren Hass aber mit Blumen kanalisieren kann in Liebe? Wohl kaum.