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Herrmannsdorfer bleiben Vorbild-Betrieb

Der Biokreis e.V., Verband für ökologischen Landbau und gesunde Ernährung, hat das Prüfinstitut Lacon zur Durchführung einer außerordentlichen Kontrolle beim Mitgliedsbetrieb „Herrmannsdorfer Landwerkstätten“ in Glonn beauftragt. Am 1. Februar 2016 besuchten ein Kontrolleur der Kontrollstelle Lacon und ein Vertreter des Biokreis die Herrmannsdorfer Landwerkstätten und überprüften nach medienwirksamen Anschuldigungen von Tierrechtsaktivisten in der vergangenen Woche (wir berichteten) den landwirtschaftlichen Betrieb.

Antibiotika-Gaben begründet und ordnungsgemäß dokumentiert

Die Vorwürfe bezogen sich vor allem auf den Einsatz des Antibiotikums „Enro-Sleecol“ (Wirkstoff „Fluorchinolone“), für welches es in der ökologischen Tierhaltung Anwendungsbeschränkungen gibt. Die Kontrolle hat ergeben, dass im Jahr 2015 fünf Zuchtsauen und 28 Ferkel, Läufer beziehungsweise Absetzer mit diesem Antiobiotikum behandelt wurden. Insgesamt gehörten rund 600 Schweine, davon 35 Zuchtsauen, zum Bestand. Die Verabreichungen wurden ordnungsgemäß dokumentiert. Der Einsatz war vom zuständigen Tierarzt angeordnet und entsprechend begründet worden. Eine Begründung erfordern die Biokreis-Richtlinien für den Fall, dass Arzneimittel mit Anwendungsbeschränkungen eingesetzt werden. Im Rahmen der Routinediagnostik wurden regelmäßig Proben von erkrankten Tieren entnommen und die verursachenden Erreger bakteriologisch untersucht. Entsprechend den Ergebnissen wurden die Tiere behandelt. „Die Herrmannsdorfer haben sich hier vorbildlich verhalten, die Dokumentation ist lückenlos. Auch die Wartezeiten bis zur Schlachtung, die laut Biokreis-Richtlinien nach Antiobiotika-Gaben verdoppelt werden müssen, sind in jedem Fall erfüllt“, sagt Josef Brunnbauer, Geschäftsführer des Biokreis.

Biokreis wird Austausch und Dialog noch verstärken

Der Einsatz jener Präparate verstößt nicht gegen gesetzliche Standards oder die EU-Ökoverordnung. Auch wenn der Biokreis in seinen verbandseigenen Richtlinien seinen Mitgliedern empfiehlt, bestimmte Präparate nur ausnahmsweise zu verwenden, ist es im Einzelfall und zum Schutz des Tieres manchmal nötig, auch diese Medikamente einzusetzen. Laut Tierschutzgesetz sind Tierhalter verpflichtet, Leiden bei Tieren zu verhindern und bei Erkrankungen entsprechend zu behandeln. So standen auch in diesen Fällen die Gesundheit der Tiere und das Tierwohl im Vordergrund.

Der Biokreis und die Herrmannsdorfer Landwerkstätten haben vereinbart: Künftig sollen Austausch, Dialog und Diskussion noch intensiver und nachhaltiger stattfinden, verbunden mit dem Ziel, die Weiterentwicklung der ökologischen Tierhaltung nach den strengen Biokreis-Richtlinien zu fördern.

Der Biokreis setze sich in besonderem Maß für die stetige Verbesserung des Tierwohls ein, heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Im Vergleich zur konventionellen Brancheninitiative Tierwohl seien die Anforderungen der EU-Öko- Verordnung äußerst streng und umfassend. Über diese Anforderungen gehe der Biokreis mit seinen Richtlinien aber noch hinaus. Außerdem werde eine von den ökologischen Anbauverbänden entwickelte Tierwohl-Checkliste im Zuge der unabhängigen Öko-Kontrolle jährlich abgeprüft.

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Rubrik: Leben&Umwelt

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In den Biokreis-Richtlinien steht im Anhang IX unter "Arzneimittel, deren Anwendung in der Tierhaltung verboten bzw. beschränkt ist" steht unter Anwendungsverbote (eindeutig: AnwendungsVERBOT!):
Fluorchinolone (Antibiotika). Es wurden zwei Präperate mit diesem Wirkstoff im Kühlschrank gefilmt: Enro-Sleecol und Baytril® 10%. Also nun wissen wir auch, was die Bioverbände und ihre Oberkontrolleure unter "verboten" verstehen: eine weitere Show. Der ganze Biobereich und die Grünen fordern scheinheiling ein Verbot der "Reserveantibiotika" in der gesamten Tierhaltung. Zu diesen "Highest Priority Critically Important Antimicrobials“ zählt die WHO folgende Wirkstoffgruppen: Fluoroquinolones, 3rd and 4th Generation Cephalosporins, Macrolides and Glycopeptides. Insgesamt kann man in den Bildern vier (!) Mittel mit diesen Wirkstoffen im Kühlschrank des Sauenstalles mit nur 35 Sauen sehen: eben Baytril® und Enro-Sleecol, aber auch Tylan® (Makrolid-Antibiotika) und Cobactan® (ein Cephalosporin der 4. Generation). Andere Etiketten konnte man kaum sehen, aber es waren mehrere Breitband-Hämmer dabei. Und wenn ständig von der "geretteten Robustrasse" des Schwäbisch-Hall'schen Schweines geredete wird, die Ferkel haben alle eine Petrain-Vater, die fleischreichste Hochzuchtrasse die wir haben, leider etwas stressanfällig. Wenn das Fernsehen kam, wurden die Metallstände abgebaut und schön eingetreut, durften die Läufer raus. Bleiben Sie doch einfach bei der Wahrheit und verzichten auf die Gut-Böse-Show, dann kommen Sie nicht in diese Verlegenheiten. Grüße: Georg Keckl


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