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Bester Bioladen 2012

Die Gewinner 2012 stehen fest. 206 Bio-Läden erhalten eine Urkunde. Die vier Gold-Gewinner in der Kategorie „Gesamteindruck“ lernen Sie auf dieser Seite kennen. // Barbara Lehnert-Gruber

Bester Bio-Laden 2012

Naturkostläden bringen Bio voran, seit Anfang an. Das ist gut für die Umwelt, die Menschen und die Tiere. 2011 wurden im Bio-Fachhandel 2,1 Milliarden Euro umgesetzt. Damit wurde erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro geknackt, meldet der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel. Damit Sie und andere Kunden weiterhin gerne Bio im Bio-Laden kaufen, brauchen die Läden Ihr Feedback – positives ebenso wie kritisches. Denn nur so können sich die Bio-Läden und -Supermärkte weiterentwickeln und im Wettbewerb mit konventionellen Geschäften bestehen.

Zum Kritik, Wünsche oder Lob äußern ist die Schrot&Korn-Leserwahl „Die besten Bio-Läden“ seit Jahren ein gutes Instrument, das viele Leser nutzen. Bei der aktuellen Wahl waren es wieder über 40 000, genauer gesagt 43 316. Vielen Dank für dieses tolle Engagement!

Lob für Engagement

Die Läden konnten in sieben Kategorien (Gesamteindruck, Frische, Sortiment, Preis/Leistung, Beratung, Personal und Sauberkeit) mit Noten bewertet werden. Zusätzlich gab es die Möglichkeit, den Geschäften Lob, Kritik und Wünsche zukommen zu lassen. Davon machten 85 Prozent der Teilnehmer Gebrauch. „Beratung, die weit über normale Lebensmittelberatung hinausgeht“, „Der Inhaber ist überzeugt von dem, was er tut und unterstützt auch lokales Engagement junger Gruppen“ lobten zwei Teilnehmer. Eine Kundin freute sich: „Die ältere Verkäuferin an der Brottheke ist viel freundlicher als früher und es macht wieder Spaß bei ihr einzukaufen. Das hat sich sehr verbessert seit der letzten Umfrage“. Kritische Stimmen bemängelten zum Beispiel: „Das Verkaufsgespräch sollte nicht in einem penetranten besserwisserischen Ton geführt werden“ oder „Bei fast jedem Kassenbon, den man erhält, sind Waren falsch abgerechnet, das nervt“. Aus der Abteilung Wünsche kamen „Männerquote erhöhen“ oder „Die Angebote gleich am ersten Tag morgens auspreisen und in der Kasse einpflegen“.

Für die Bio-Läden sind diese konkreten Hinweise sehr wichtig. Deshalb erhält jeder Laden von uns, zusammen mit der Auswertung, eine Liste mit allen Bemerkungen (natürlich ohne Nennung des Absenders).

Noten auf hohem Niveau

Insgesamt wurden 90,5 Prozent der Läden, die Schrot&Korn beziehen, bewertet. Der Fairness halber unterteilen wir die Geschäfte nach Verkaufsfläche in vier Größenklassen: Bio-Supermärkte (über 400 m²), Naturkost-Fachgeschäfte (101-400 m²), Bio-Läden (bis 100 m²) und Hofläden (alle Größen). So haben kleine Läden die gleiche Chance auf eine Urkunde wie die großen.

Wie in den vergangenen Jahren wurde auch 2012 auf sehr hohem Niveau bewertet. Im Durchschnitt gab es für alle Kategorien bessere Noten als 2011. „Die sehr guten Bewertungen zeigen, dass sich die Kunden in ihren Bio-Läden nach wie vor sehr gut aufgehoben und wohlfühlen“, freut sich Ulrike Fiedler, Marketingfachfrau im bio verlag.

Für Gesamteindruck gab es im Schnitt eine 1,34 (2011: 1,38). Am besten schnitten hier die Hofläden ab. Ihre Durchschnittsnote beträgt 1,23, dicht gefolgt von den Bio-Läden (1,30). Die besten Noten quer durch alle Laden-Kategorien gab es für „Personal“ (1,25) und „Sauberkeit“ (1,23). In der Kategorie „Sortiment“ schnitten die Bio-Supermärkte (1,44) am besten ab (Durchschnitt 1,50). In der Kategorie Preis/Leistung liegen die Bio-Läden mit 1,6 vorne (Durchschnitt 1,8).

Die vier Gesamtsieger

Mit einer Goldurkunde für Gesamteindruck dürfen sich 2012 Läden aus Bielefeld, Erding, Dülmen und Duisburg schmücken. In Bielefeld ist es der Hofladen Köckerhof, in Erding der Denn’s Biomarkt, in Dülmen das Naturkost-Fachgeschäft bioladen*Urban und in Duisburg der Bio-Laden Pro Vita (s. Kästen).

Die Konzepte der Läden sind sehr unterschiedlich – vom bäuerlichen Hofladen bis zum gestylten Bio-Supermarkt. Das zeigt, dass Biohandel in jeder Größe und Ausrichtung erfolgreich sein kann, da die Bedürfnisse und Erwartungen der Bio-Käufer sehr unterschiedlich sind. Der eine Kunde sucht nach einem anstrengenden Arbeitstag den schnellen, anonymen Einkauf, der andere eine fast familiäre Atmosphäre. Die Vorlieben der Kunden zu kennen und zu bedienen, entscheidet hierbei über den Erfolg.

Auf der BioFach 2012, der Weltleitmesse für Naturkost und Naturkosmetik, bekommen die Gewinner im Rahmen der Schrot&Korn-Gala von Andreas Hoppe, Tatort-Kommissar und Bio-Kunde, ihre Urkunden und die „Ähre“ für Deutschlands beste Bio-Läden überreicht.

Es gibt aber noch mehr Gewinner: Im Grunde darf sich jeder der 2348 Läden, der bewertet wurde, als Gewinner fühlen. Denn das Feedback ermöglicht es ihm, sich kundenorientiert weiterzuentwickeln. Und das ist viel Wert. 206 der 2348 Läden erhalten außerdem noch Urkunden in den einzelnen Kategorien. Sie gehören somit ebenfalls zu den besten Bio-Läden Deutschlands. Ob Ihr Laden dabei ist, verraten wir im Aprilheft.

So Haben sie Bewertet
Beteiligte Leser 2012 2011
43 316 47 128
Bio-Läden bis 100 m2
Gesamteindruck 1,30 1,33
Frische 1,37 1,41
Sortiment 1,58 1,62
Preis/Leistung 1,60 1,67
Beratung 1,20 1,25
Personal 1,12 1,15
Sauberkeit 1,18 1,23
Naturkost-Fachgeschäfte 101–400 m2
Gesamteindruck 1,36 1,41
Frische 1,42 1,47
Sortiment 1,52 1,59
Preis/Leistung 1,82 1,87
Beratung 1,39 1,45
Personal 1,24 1,28
Sauberkeit 1,23 1,28
Bio-Supermärkte über 400 m2
Gesamteindruck 1,37 1,44
Frische 1,47 1,55
Sortiment 1,44 1,50
Preis/Leistung 1,90 1,97
Beratung 1,58 1,66
Personal 1,34 1,41
Sauberkeit 1,26 1,34
Bio-Hofläden
Gesamteindruck 1,23 1,27
Frische 1,23 1,27
Sortiment 1,50 1,54
Preis/Leistung 1,69 1,71
Beratung 1,27 1,29
Personal 1,14 1,17
Sauberkeit 1,19 1,20

Diese Leser haben gewonnen

Über die Marokko-Reise von Avanti Überlandreisen darf sich T. Franke aus Cuxhaven freuen. Die Öko-Waschmaschine von AEG erhält T. Scheel aus Kempten. Je einen Baumsparvertrag bekommen U. Goerdes, Soest, M. Friedrich, Aldersbach, G. Möller-Horbach, Kleinblittersdorf. Die 95 Gewinner der Probiersets von Naturata: H. Ewert, Köln; M. Wagner, Alfter; S. Stadler, Aschheim; R. Dangl, Bad Aibling; H. Dahinten, Bad Neustadt; S. Mesbah, Bad Soden-Salmünster; E. Welz, Bad Vilbel; M. Legler, Berlin; A. Rolf, Berlin; E. Roth, Berlin; A. Schäfer, Berlin; R. Westphal, Berlin; S. Wollowski, Berlin; H. Nobis, Bielefeld; M. Seltmann, Biessenhofen; H. Waidhas, Birkach; N. Altenbeck, Bochum; A. Tedelski, Bochum; C. Veltmann, Bonn; F. Weiss, Bonn; T. Flad, Böttingen; S. Robben, Braunschweig; D. Kabelitz, Burg; J. Guhlmann, Chemnitz; G. Weineck, Cottbus; P. Thomas, Daubach; G. Moritz, Detmold; W. Penz, Dorsten; S. Volkmann, Dortmund; S. Pabst, Dresden; H. Richter, Dresden; B. Altvater, Düsseldorf; N. Heubeck, Flensburg; M. Merkle, Freiburg; U. Tritschler, Freiburg; G. Jung, Ganderkesee; H. Naumann, Gelsenkirchen; D. Richter, Gera; K. Kamischke, Grävenwiesbach; E. Vögtlin, Hagen; J. Wolff, Hamburg; U. Jacob, Hameln; B. Reuther, Hasselbach; J. Jochum, Heidelberg; H. Jentsch, Hummeltal; M. Förster-Hottmann, Ilsfeld; J. Riedel, Jesteburg; U. Rapp, Kappeln; E. Holzberger, Kempten; J. Eickmeyer, Kiel; D. Ettle, Kipfenberg; E. Bischoff, Klanxbüll; I. Chatzidiakos, Koblenz; L. Görtz, Köln; A. Englisch, Leipzig; M. Ehmann, Leutenbach; C. Crump, Lissendorf; C. Bayer, Mainz; A. Sommer, Marl; M. Oertel, Meißner; M. Tabeling, Melle; H. Blomberg, Mühlacker; M. Keller, München; A. Weyrauch, Münster; B. Winterbauer, Neckarbischofsheim; M. Pfeifer, Neufahrn; P. Fendel, Neuried; E. Degen, Neuwied; H. Plaster, Niederkassel; G. Dörge, Nordgermersleben; P. Götz, Nürnberg; B. Hing, Owingen; J. Pleick-Ott, Pforzheim; E. Berger, Preetz; A. Jockwer, Rödermark; I. Philipp-Schlake, Rotenburg; E. Pruy, Rückersdorf; F. Täubrich, Schleswig; P. Kuberka, Schnega; K. Wiesinger, Schweinfurt; A. Rieger, Simmerath; H. Rauhaus, Solingen; W. Schuster, Stadtbergen; E. Nagel, Strausberg; D. Meyer, Syke; K. Wutz, Teublitz; M. Dekan, Waldbronn; G. Schröder, Walsrode; C. Bernhardt, Wehretal; B. Schultz, Weimar; J. Wächter, Werther; M. Tubbesing, Westoverledingen; C. Bock, Würzburg; G. Popfinger, Würzburg



Gesamtsieger Bio-Supermärkte

Modernes Konzept überzeugt

denn‘s Biomarkt

Andreas Pallesche (Mitte) mit seinen Mitarbeitern im denn‘s Biomarkt.

Schon die Atmosphäre beim Betreten des Ladens lässt erahnen, warum der denn’s Biomarkt ausgezeichnet wurde: Es läuft leise, unaufdringliche Musik, es gibt eine Kinderecke, sodass Eltern entspannt einkaufen können, ein Bistro lädt zum Verweilen ein. Marktleiter Andreas Pallesche hat nach mehreren beruflichen Stationen, auch im Lebensmittel-Handel, im Handel mit Bio-Produkten seine Berufung gefunden.

In seinem Laden kennt man sich auch als „nicht-typischer Bio-Kunde“ sofort aus, alles erscheint klar und übersichtlich. Das freundliche, qualifizierte Personal steht bei Bedarf beratend zur Seite. Das Frischeangebot ist groß, regional und sehr gut gepflegt. Und der Naturkosmetikbereich punktet durch ein umfassendes Sortiment.

Gesamtsieger Hofläden

Hinter die Kulissen schauen

Köckerhof

Martina Meyer zur Müdehorst (2.v.r), Eva Matthes (1.v.r.), Annette Seyfried (4.v.l.) und ihr Team.

Der Köckerhof in Bielefeld ist ein moderner Bioland-Direktvermarktungsbetrieb mit Ackerbau, Viehwirtschaft und Gemüseanbau – bei dem man gerne hinter die Kulissen, also auf die Felder und in die Ställe, schauen kann. Jochen und Martina Meyer zur Müdehorst sind für den Hof, Klaus van Zadelhoff und Annette Seyfried für den Gemüseanbau verantwortlich.

Der Köckerhof bietet in einem Verkaufsraum (150 m²) auf der Deele des Hofes ein attraktives Angebot an selbsterzeugten und durch Zukauf ergänzten Produkten an. In der Scheune gegenüber präsentiert sich auf 70 m² ein großes Obst- und Gemüsesortiment. Das i-Tüpfelchen: ein historisches Zirkuswagencafé im Innenhof, das zum Verweilen und Genießen einlädt.

Gesamtsieger Naturkost-Fachgeschäfte

Bio-Laden ohne Hemmschwelle

bioladen*Urban

Elke Lovermann (3.v.l.), Michael Urban (2.v.r.) und das Team vom Urban.

Der bioladen*Urban (330 m²) in Dülmen überzeugt durch sein Ambiente und Angebot. Eine unaufdringliche Wohlfühl-Atmosphäre in Pastellfarben zeichnet Laden und Bistro aus. Elke Lovermann, Michael Urban und ihre 10 Mitarbeiter punkten durch freundliche Beratung, persönlichen Service, fachliches Know-how, ein reichhaltiges Frischeangebot – und Weinproben.

Viele Kunden kommen seit Jahren, man duzt sich. Aber auch viele neue Kunden finden den Weg in den Laden. Die Betreiber sind überzeugt: „Durch das moderne Ambiente wurde die Hemmschwelle abgebaut, sodass sich deutlich mehr Kunden in den Laden ‚trauen’“. Was viele Kunden gerade beim ersten Besuch begrüßen: eine gewisse Anonymität gepaart mit professionellem Auftreten.

Gesamtsieger Bio-Läden

Ein Ort der Nähe und Begegnung

Pro Vita

Ein eingespieltes Team: Ulrike Wildenblanck und ihr Mitarbeiter.

Ulrike Wildenblanck und ihr Mitarbeiter sind mit dem Pro Vita (80 m²) seit Jahrzehnten erfolgreich. Nicht zuletzt durch den täglichen Mittagstisch ist der Laden in der sozial-problematischen Gegend Duisburg-Hochfeld so etwas wie ein sozialer Bezugspunkt geworden. Wer hier einkauft, sucht mehr als „anonyme biologische Qualität“, der will Ulrike Wildenblanck mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung vertrauen, der will die selbstgemachten Kuchen genießen – weil er weiß, wer dahintersteht.

Das Sortiment weist individuelle Züge auf: EU-Bio ist eher die Ausnahme, Makrobiotik ein Schwerpunkt. Service und Beratung werden im Pro Vita großgeschrieben. Deshalb gibt es von den Kunden eine Gold-Urkunde für Gesamteindruck und für Beratung.

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