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Aktion Bester Naturkostladen 2004/2005

 

Schrot&Korn Leserwahl 2004

Dies sind die besten Läden!

Rund 2800 Naturkostläden gibt es. 121 erhielten eine Urkunde für „besondere Leistungen“.

Verbraucherministerin Renate Künast gratulierte den drei Gesamt-Siegern auf der BioFach. Diese Läden stellen wir im Folgenden vor.


Verbraucherministerin Renate Künast (mitte) und Schrot&Korn Redakteur Martin Fütterer (links) überreichten den drei besten Naturkostläden am BioFach-Stand von Schrot&Korn ihre Gold-Urkunden: Emmy und Josef Stumpp, Naturkost Stumpp; Anneliese und Josef Ilg, Bioland Hofladen; Isabel Berg, Naturkost für Alle.

Gratulation vom Ministerium

Konkrete Qualitätsverbesserung im Naturkost-Fachhandel ist weiterhinmöglich. 29.000 Rückmeldungen von Kunden weisen den Weg.

Die Schrot&Korn-Leserwahl zum besten Naturkostladen ist ein großes Qualitätsverbesserungsprojekt für den Vertriebsweg „Naturkostfachhandel“. Nicht nur die vergebenen Noten sondern auch die über 12.000 Klartextbemerkungen der Kunden auf den Stimmkarten ermöglichen den Läden, ihre Leistung ganz gezielt zu verbessern und Mängel abzustellen.

Für das Ziel eines starken und steigenden Verkaufs von Bioprodukten sind die Bioläden nach wie vor unverzichtbar – und das vielleicht mehr als mancher erwartet hat. Das war Ministerin Künast diesmal nicht nur ein Grußwort, sondern auch eine persönliche Verleihung der Urkunden an die drei Gesamtsieger wert. Siebzig weitere Medaillengewinner kamen zur Verleihungsparty im Rahmen der Messe BioFach. Die dabei entstandenen Fotos können die Läden in der Pressearbeit einsetzen. Wenn Ihr Laden dazu gehört: Vielleicht finden Sie die Bilder ja in Ihrer Tageszeitung – oder in www.naturkost.de!

„Das ist Klasse!“

Liebe Leserinnen und Leser von Schrot&Korn!

Letztes Jahr im April habe ich mich an dieser Stelle bedankt für Ihr Engagement in der Leserwahl 2003 – und Sie gebeten, sich an der neuen Leserwahl 2004 wieder zu beteiligen. Sie haben meine Erwartungen weit übertroffen: Über 29.000 Verbraucher, die mit ihrer Stimmkarte Einfluss auf Angebot und Leistungen des Handels nehmen – das ist wirklich Klasse! Als Verbraucherministerin weiß ich Verbraucherinnen und Verbraucher sehr zu schätzen, die ihre Bedürfnisse klar äußern. Als Landwirtschafts- und Ernährungsministerin begrüße ich, dass Sie sich gerade für die Bio-Vermarktung so einsetzen. Gute Läden, umweltfreundliche und gesunde Produkte und aktive Verbraucherinne und Verbraucher sind die Faktoren, die auf Dauer Erfolg versprechen.

Umso mehr freut es mich, dass ich diesmal die Urkunden für die drei Gesamtsieger persönlich überreichen konnte. Und ich bitte Sie, sich auch an der nächsten Leserwahl wieder zahlreich zu beteiligen!

Ihre Renate Künast

Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL)

Unterstützt von

Das Ergebnis: Ausgezeichnet!

Die Gesamt-Bewertung zeigt, dass die Kunden mit der Leistung der meisten Läden offensichtlich sehr zufrieden sind.

Die Durchschnittsnoten:

Bio-Läden bis 100 m2

  • 2004: 1,37
  • 2003: 1,52

Bio-Fachgeschäfte bis 200 m2

  • 2004: 1,44
  • 2003: 1,53

Bio-Supermärkte über 200 m2

  • 2004: 1,53
  • 2003: 1,68

Aber die guten Gesamt-Noten bedeuten nicht, dass unsere Leser es sich einfach gemacht und nur Best-Noten vergeben haben. Die Durchschnittsnoten der Läden reichen von 1,0 bis 2,79 – also von „sehr gut“ bis „etwas besser als befriedigend“.

Wie 2003 ist festzustellen, dass bei insgesamt sehr hohem Niveau die kleineren Läden etwas besser abschneiden als die mittleren und großen. Wenn man in die einzelnen Leistungskategorien geht, wird das Bild noch differenzierter. Große Läden liegen beim Sortiment vorne, kleine Läden bei Übersichtlichkeit, Beratung und Freundlichkeit. Die „mittleren“ liegen in allen Kategorien – in der Mitte.

Gute Ware will guten Laden

Wenn man nach den Bewertungen auch die Bemerkungen studiert, entsteht folgendes Bild: Wenn Personal unfreundlich, langsam oder inkompetent ist, wird dies klar gerügt. Der Gipfel ist harte Kritik am Auftreten eines Inhabers (was der ohne die Aktion wohl nie erfahren hätte). Insgesamt war solche Kritik aber selten, den guten Gesamtnoten entsprechend.

Doch gutes Personal allein reicht nicht. Auch wenn ein Laden nicht gut erreichbar ist, wenig Auswahl bietet, Ware ausgehen lässt, zu unübersichtlich ist, die Ware nicht ansprechend präsentiert oder die Preise insgesamt zu hoch erscheinen, gibt es keine Bestnoten. Naturkost-Kunden erwarten heute, auf neue Produkte hingewiesen zu werden – und dass es auch mal ein Sonderangebot gibt. Man kann sagen: Von den besten Lebensmitteln der Welt wird erwartet, dass sie in gepflegtem Ambiente, bequem und zeitsparend, preiswürdig und mit freundlichem Service angeboten werden.

Der Effekt: Bessere Läden

Insgesamt wurden 2.240 Geschäfte bewertet, deutlich mehr als im Jahr zuvor. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Läden (und wir) dieses Jahr deutlich besser vorbereitet und aktiver waren.

Wie im letzten Jahr erhalten die Läden eine detaillierte Auswertung ihrer Noten, einen Vergleich zu anderen Geschäften und alle Bemerkungen (natürlich anonym!). Von vielen Läden wissen wir, dass dies für sie Anlass ist, ihre Leistung zu überprüfen. Und dass sie sehr gespannt sind zu sehen, ob sie sich im Vergleich zum Vorjahr verbessern konnten.

Als Beispiel für viele ist Stefanie Stieme-Algermissen vom Biomarkt Groß-Umstadt: „Im ersten Jahr ist die Aktion etwas an uns vorbeigegangen. Diesmal wollten wir es wissen. Schließlich wird einem nicht jeden Tag eine Kundenbefragung frei Haus geliefert. Also haben wir unsere Kunden auf die Aktion aufmerksam gemacht. Bemerkungen wiesen darauf hin, dass die Kunden mit Obst und Gemüse am Nachmittag weniger zufrieden waren als am Vormittag. Unsere Konsequenz: Ab Mittag noch stärker auf das Frische-Regal achten, auffüllen, abgedrehtes Kohlrabikraut und schlappen Salat entfernen. Der Erfolg: Die Kunden sind zufriedener und danken mit mehr Frische-Einkäufen am späten Nachmittag.“

Sehr erfreulich, denn genau deshalb gibt es sie ja, die Leserwahl 2004: Damit Ihr Bio-Laden besser werden kann.

Eine Zusatz-Chance: Öffentlichkeit

Neben den Verbesserungs-Anstößen haben die Gewinner durch die Urkunde eine gute Chance, in der örtlichen Presse vorgestellt zu werden. Das zeigt eine dicke Mappe von Presseberichten, die uns Läden zugeschickt haben. So entsteht Öffentlichkeit für Naturkost, neue Kunden kommen – und damit mehr Bio-Anbau. Denn schließlich können Bauern nur auf „bio“ umstellen, wenn mehr Produkte zu vernünftigen Preisen abgesetzt werden.


Nutzen für alle – und viele Gewinner!

Vielen Dank für Ihre Teilnahme! Denn dadurch kann ein Laden besser werden – bessere Läden verkaufen mehr „bio“ und davon profitieren alle: die Kunden, die Läden, die Lieferanten, die Bauern, die Umwelt. Und dann gibt es noch Fortunas Lieblinge, die einen der 55 Preise gewonnen haben:

1. Preis:
Bio-Hotel Gutschein über 1000 €
Gewonnen hat: A. Sumfleth, Berlin

2. Preis
Green Star Saftpresse von Keimling
Gewonnen hat: U. Harjehusen, Ganderkesee

3. – 7. Preis
Tefal Dampfgarer Vitamin plus und Rezeptbroschüre
Gewonnen haben: P. Stoll, Bernau U. Stubbe, Friedrichsdorf U. Matussek, Hannover J. Kibilka, Bochum W. Birner, Eckersdorf

8. – 17. Preis
Schlemmerpaket von Naturata
Gewonnen haben: A. Kooymann, Berlin; J. Pommerehn, Hamburg; H.W. Beine, Salzkotten; A. Kucera, Fischach; H. Theismann, Hövelhof; A. Müller, Scheinfeld; G. und U. Wagner, Pfullingen; A. Eberhardt, Fahrenbach; G. Emmler, Waldkirch; S. Holik, Hamburg

18. – 27. Preis
Bodypflege-Set von Speickwerk
Gewonnen haben: Chr. Riedel, Münster; A. Gollert, Burgkunstadt; I. Jahn, Chemnitz; I. Piella, Mainz; M. Stark, Bad Krozingen; A. Evers, Göttingen; A. Poppy, Hildesheim; R. Westphal, München; M. Halbig, Schmitten; I. Stahl- Schmit, Mannheim

28. – 55. Preis
Die Bio-Bibliothek von Schrot&Korn
Die Gewinner wurden direkt benachrichtigt, ebenso wie die Gewinner der anderen Preise.

Die 3 Kategorien

Die Naturkostläden haben wir in drei Größenklassen eingeteilt.

  • Bioladen: bis 100 m2 Verkaufsfläche
  • Bio-Fachgeschäft: von 101 bis 200 m2
  • Bio-Supermarkt: mehr als 200 m2

Rosenkohl am StiEl

Der beste Bio-Supermarkt ist in Weil am Rhein.


Gold in der Kategorie Bio-Supermärkte über 200 qm: Naturkost für alle! 79576 Weil-Hattingen.

Trotz 340 Quadratmeter Verkaufsfläche mag es Isabel Berg eigentlich gar nicht, dass ihr Geschäft als „Supermarkt“ eingestuft wird. „Wir sind alles andere als ein Convenience-Laden.“ Das bezieht sie vor allem auf den Geist des Ladens.

„Ausbildung, Gemüseverkauf und Bio-Schule“, zählt Isabel Berg ihre wichtigsten Projekte auf. Drei ihrer zwölf Mitarbeiter sind Auszubildende, und um sie bestmöglich zu qualifizieren, erfand sie die „Bio-Schule“: Da treffen sich alle zwei Wochen die Mitarbeiter, Kunden und gelegentlich auch Lieferanten zu wechselnden Themen, die von den Teilnehmern selbst bearbeitet werden. Zum Beispiel zu Ernährungslehre oder zu Haushalts-Chemie und Seife selbst kochen – die Themen sind so vielfältig wie das Sortiment. „Ich will die Spaltung zwischen Konsument, Produzent und Handel aufheben. Dafür setze ich mich schon über 20 Jahre ein!“

Auch im Gemüseverkauf ist Isabel Berg innovativ. Ihr Laden liegt in der Demeter-Gärtnerei ihres Bruders. Ein Gewächshaus wurde 1999 zum Laden umgebaut und als erstes gekühltes Gemüseverkaufshaus in der Bio-Branche ausgestattet. Kunden finden Besonderheiten, wie zum Beispiel Rosenkohl, der samt Stiel angeboten wird, was ansprechend vermittelt, dass die Ware frisch geerntet ist.

Werbung macht Isabel Berg keine. Lieber sponsert sie die Biologische Station Hotzenwald, ein Naturschutz-Projekt im nahe gelegenen Schwarzwald. Obwohl Sie mehr als 40 Stunden pro Woche arbeitet, ist sie zufrieden. Fünf Urkunden hat ihr das Engagement eingebracht: Gold im Gesamteindruck und in der Frische, Bronze in Sortimentsvielfalt, Fachkunde und freundlichem Personal.

Täglich selbst gekocht

Das beste Bio-Fachgeschäft ist in Esslingen.


Gold in der Kategorie Bio-Fachgeschäfte bis 200 qm: Naturkost Stumpp; 73728 Esslingen.

Emmy und Josef Stumpp waren von ihrem sehr guten Abschneiden überrascht. Gleich fünf Urkunden gab's: Gold im Gesamteindruck und in Übersichtlichkeit, Bronze in Frische, fachkundiger Beratung und für freundliches Personal.

Da sie gar kein Personal haben, kann sich das nur auf die beiden Inhaber beziehen! Was denn das Besondere an dem 120 Quadratmeter großen Laden sei? „Na, der Laden halt!“, meint Josef Stumpp bescheiden. Schwaben halt.

Immerhin kocht er jeden Tag bis zu 30 Essen – vollwertige, vegetarische Mahlzeiten. „Da steht der Taxifahrer neben dem Professor, die Schuhverkäuferin neben der Ernährungsberaterin. Manche essen bei uns fünf Tage in der Woche.“ Dass die Inhaber selbst bedienen, fördert das persönliche Klima. Schon seit sieben Jahren haben sie ihr Geschäft – und machen immer im Januar und Sommer zwei Wochen zu für Ferien. Die Kunden haben Verständnis und freuen sich schon aufs Wiedersehen.

Täglich selbst gebacken

Der beste Bio-Laden ist in Zusamaltheim.


Gold in der Kategorie Bioläden bis 100 qm: Bioland Hofladen Ilg; 86637 Zusamaltheim.

Schon 20 Jahre betreibt Josef Ilg einen Bioland Bauernhof in Zusamaltheim bei Augsburg. Von Anfang an vermarktet er sein Getreide direkt. Seit ihrer Hochzeit vor zehn Jahren, betreiben Josef Ilg und seine Frau Anneliese einen 25 Quadratmeter großen Laden. Am 1. Juli 2004 erweiterten die beiden den Laden auf 60 Quadratmeter – und schon regnet es Urkunden: Gold beim

Gesamteindruck, der Freundlichkeit und der Übersichtlichkeit, Silber bei der Frische und Bronze bei der Sortimentsvielfalt.

Aus dem eigenen Getreide bäckt Anneliese Ilg Dinkelbrot und Kleingebäck – und zwar täglich frisch. Apfelsaft und Apfelessig gibt es aus dem eigenen Obstgarten. „Die Käseherstellung war uns aber doch zu aufwändig! Wir bewirtschaften ja unsere 32 Hektar, den Laden und die Bäckerei zu zweit – und Zeit für die Kunden wollen wir auch noch haben“, erklärt Frau Ilg. Kunden, die etwas Zeit mitbringen, serviert sie auch gerne eine Tasse Kaffee, Tee oder heiße Schokolade.

 

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