Anzeige

Anzeige

Neue Schulen braucht das Land

Die These ist: Unser Bildungssystem ist viel zu eng an Wissensvermittlung orientiert und damit weder gehirngerecht, noch erfüllt es zukünftige Anforderungen an die Schüler. Die Hypothese ist: Es geht auch anders. // Sigrid Aldehoff

Perpektiven - Schule (Aufmacherfoto Wolke: Getty Images)In immer mehr Familien hat das Grauen einen Namen: Schule! Sie ist oft für Schüler und Eltern gleichermaßen ein Reizthema. Ob der Kampf um die Empfehlung für die weiterführende Schule, das Abrackern für einen Abschluss, der zur gewünschten Lehrstelle oder dem angestrebten Studienplatz führt – es gibt viele Gründe, warum der Faktor Lernfreude beim Thema Schule meist weit abgeschlagen unter ferner liefen gelandet ist.

Doch gibt es auch neue Ansätze in der Pädagogik und die Erkenntnis, dass Schüler, die aus eigener Verantwortung und aus eigenem Antrieb heraus lernen, dies mit Begeisterung und Erfolg tun. Und es gibt Schülerinnen und Schüler, die Sätze sagen wie: „Mir geht es richtig gut an meiner Schule“ oder „In den Ferien geht es mir manchmal schlecht, weil ich kein Ziel mehr habe.“ Was läuft in diesen Fällen anders?

Die Zitate stammen von Sarah und Linda. Sie lernen an der Evangelischen Gemeinschaftsschule Berlin Zentrum (ESBZ). Dort wird unter Schulleiterin Margret Rasfeld gerade das Thema Bildung auf den Kopf gestellt, oder, wie es der Neurobiologe Gerald Hüther formuliert, der Versuch unternommen, einen Kulturwandel in unseren Schulen von unten in Gang zu setzen. Er ist gemeinsam mit Rasfeld und Stephan Breidenbach, Professor für Rechtswissenschaften, Initiator von „Schule im Aufbruch“. Diese Initiative setzt sich für eine Lernkultur ein, die den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten eröffnet, ihre Potenziale zu entfalten. Dazu führt sie neue Bildungsprojekte zusammen, stellt neue Ideen oder Schulen mit besonderen innovativen und erfolgreichen Lernkonzepten vor, damit diese auch an anderen Schulen umgesetzt werden können. Eltern, Lehrer, Schulleiter und Schüler sollen inspiriert werden, sich für eine Veränderung der Lernkultur an ihren jeweiligen Schulen zu engagieren.

neue Ideen (Foto: Elias Barrasch )

Kulturwandel von unten bedeutet: Ideen machen Schule. (Foto: Elias Barrasch)

Begeisterung ist Dünger fürs Gehirn

Hüther fordert neu aufgestellte Schulen, in denen „den Schülern das Lernen, das eigene Entdecken und Gestalten Freude“ macht, schreibt er im Vorwort des Buches „EduAction“. Nur wer mit Freude lerne, könne Wissen erwerben und sich Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen. Diese Erkenntnis mag für die meisten, die sich mit Interesse mit Kindern beschäftigen, wie eine Binsenweisheit klingen. Aber der Neurologe hat die Auswirkungen wissenschaftlich untersucht. Freude und Begeisterung beim Lernen würden im Gehirn die emotionalen Zentren aktivieren, sagt Hüther. Sie sorgen über neuroplastische Botenstoffe im Gehirn für das Auswachsen von neuen Nervenzellverbindungen und die Bildung neuer Nervenzellkontakte. Sein Fazit: Begeisterung wirkt wie Dünger fürs Gehirn.

Diesen Dünger will die ESBZ für Schülerhirne fördern. Was dort passiert, mag für Anhänger des alten Frontalunterrichtes verstörend sein, von Schülern dagegen hört man Kommentare wie: „Mir macht Schule richtig Spaß.“ Dabei nehmen Margret Rasfeld, die die Schule seit deren Gründung im Jahr 2007 leitet, und ihr Kollegium den uralten Anspruch ernst, dass in der Schule für das Leben gelernt werden sollte. „Das aktuelle Bildungssystem bereitet nicht auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vor“, kritisiert die Pädagogin. Ihre Schule will selbstbewusste Persönlichkeiten mit vielfältigen Kompetenzen hervorbringen. Statt Frontalunterricht gibt es Lernbüros, in denen sich die Jugendlichen mittels Lernbausteinen den Stoff selbstständig und im eigenen Tempo beibringen und bei Problemen zunächst ältere Schüler fragen, bevor sie sich an Lehrer wenden. Statt altershomogener Klassen gibt es Lernteams der Jahrgänge 7 bis 9.

Zur Stärkung der Gemeinschaft werden Schulversammlungen einberufen, auf denen Schüler, aber auch Lehrer öffentlich gelobt werden, es wird gemeinsam gesungen. Und es wurden zwei neue Fächer eingeführt: Verantwortung und Herausforderung. Ein Rezeptbuch mit den Lieblingsgerichten der alten Frauen aus dem Seniorenheim wollte Lara-Luna im Fach Verantwortung erstellen, für das zwei Wochenstunden vorgesehen sind. Weil die alten Damen nicht mehr gut mit der Hand schreiben konnten, hat sie ihnen gleich noch einen Computerkurs gegeben, damit sie die Kochanleitungen selbst tippen konnten. Eine spannende Erfahrung sei dieses Engagement gewesen, erzählt die Schülerin. „Die alten Leute haben ja so viel zu erzählen.“

Spaß in der Schule (Foto: Susanne Stövhase)

Lernfrust ade: Schule kann auch Spaß machen. (Foto: Susanne Stövhase)

Computer, Babysitting und Wanderschaft

Andere Jugendliche der 7. und 8. Klasse der ESBZ gehen in einen Kindergarten oder helfen in einer gemeinnützigen Einrichtung in ihrer Kommune. „Ich habe regelmäßig Babysitting bei einer Zweijährigen gemacht“, erzählt Fee. „Die hat sich immer richtig auf mich gefreut und es war toll zu merken, dass ich einen Platz in der Welt habe.“ Das Fach soll nicht nur den Schülern Selbstvertrauen geben. Es ermöglicht ihnen auch, sich mit ihrer Kommune zu vernetzen und hier Aufgaben zu übernehmen.

Während ihrer Mittelstufe sollen sich die Jugendlichen darüber hinaus dreimal eine Herausforderung suchen, in der sie für drei Wochen Berlin verlassen und allein auf sich gestellt Erfahrungen machen, bei denen sie an ihre Grenzen gehen. Sei es, eine Wanderung durch unbekanntes Terrain zu machen oder ein eigenes Projekt umzusetzen. Die Jugendlichen sind außerdem als Sprachbotschafter in Grundschulen in sozialen Brennpunkten aktiv: Sie helfen im Unterricht, arbeiten mit Schülern Lernstoff auf, bieten Hausaufgabenbetreuung und Projekte an. Sie sind Lern-Freunde und schenken den Kindern Zeit, Vertrauen und Selbstvertrauen – als ob diese von älteren Geschwistern lernen.

„Würden alle Jugendlichen in Deutschland sich aufmachen in die Grundschulen und Kindergärten, um dort benachteiligte Kinder beim Lernen zu unterstützen, welche Lern-Revolution würde dadurch ausgelöst“, sagt Rasfeld. „Es wäre ein Riesenschritt zur Bildungsgerechtigkeit, wenn sich nur ein Drittel der Schulen daran beteiligen würde.“

Wie das Lernen an ihrer Schule konkret funktioniert, haben einige ESBZ-Schüler gemeinsam mit Rasfeld und Hüther während der Roadshow „Lernlust statt Lernfrust“ Anfang des Jahres in elf Städten in vollen Hallen vor insgesamt rund 10 000 Besuchern erzählt. Sie haben unter anderem erklärt, wie das geht mit den Lernbausteinen. Die wurden vom Kollegium der Schule aufwendig selbst erstellt, doch der Aufwand scheint sich zu lohnen. Statt einer Note gibt es für den obligatorischen Abschlusstest, dessen Termin der Schüler selbst festlegt, ein ausführliches Zertifikat. „Da steht dann drin, was gut war, was besser hätte sein können und es hilft weiter als eine einfache Note“, erzählt Fee in Frankfurt und ergänzt: „Man gerät richtig in Sammelwahn nach solchen Zertifikaten.“ „Am Anfang hatte ich keinen Bock und dachte, das kriegt keiner mit, wenn ich nichts mache“, grinst Linda. Doch da ist ja noch das wöchentliche Gespräch mit dem Klassenlehrer, der das Lerntagebuch der Schüler durchsieht und mit dem die Ziele für die nächste Woche besprochen werden.

Voneinander lernen (Foto: Elias Barrasch )

Schüler lernen von Schülern. (Foto: Elias Barrasch)

Auch Lehrer profitieren

Nicht nur für die Schüler, auch für die Lehrer könnte diese neue Form des Lernens wie ein Befreiungsschlag sein. „Lernen läuft über Beziehungen, aber wir organisieren unsere Schulen als Beziehungsverhinderungsanstalten“, kritisierte Margret Rasfeld während der Roadshow. „Lehrer gehen immer wieder in andere Lerngruppen mit jungen Menschen, die sie anerkennen und wertschätzen sollen und wollen, aber das ist in der Zeit von ein oder zwei Schulstunden mit mehr als 100 Schülern am Tag gar nicht möglich. Und das spüren die Lehrer. Gegen das innere Wissen zu handeln, ist ein Burn-out-Risikofaktor.“ An der ESBZ bekommt jeder Klassenlehrer im Stundenplan zwei Stunden Zeit pro Woche für das Tutorengespräch eingeräumt. Ein Traum für alle Schüler, deren Namen die Lehrer oft auch Wochen nach Schuljahresbeginn noch nicht kennen.

Gelungene Schulen

Organisiert hatte die Roadshow Peter Spiegel. Er ist unter anderem Initiator und Leiter des Genesis Institute for Social Innovation and Social Impact Strategies. Das Institut ist gemeinsam mit der ERGO Versicherungsgruppe und anderen Partnern Initiator der Engagementplattform Bildungsstifter, auf der besonders wirksame Bildungsinnovationen vorgestellt werden. „Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, gelungene Schulen in Deutschland sichtbar zu machen“, sagt Peter Spiegel, „es gibt tolle Innovationen bei uns, die allerdings den meisten noch gar nicht bewusst sind.“ Eine der neuen Initiativen, die die Bildungsstifter vorstellen, ist „Rock your Life“. Sie hat das alte Patenmodell aufgepeppt und organisiert seit 2008 Coaching-Beziehungen für benachteiligte Schüler. Studierende werden ausgebildet, um Schüler für zwei Jahre ehrenamtlich zu unterstützen. „Schüler und Studenten sind sich von ihrer Lebenswelt her noch nahe“, sagt Elisabeth Hahnke, Mitbegründerin der inzwischen als Firma aufgestellten und sich aus Spenden finanzierenden „Rock your Life“.

Coaching auf Augenhöhe

„Schüler und Studenten sprechen die gleiche Sprache und sind in einer ähnlichen Lebensphase: Bei beiden steht ein Bildungsabschluss und ein neuer Lebensabschnitt bevor.“ Dabei haben die Studenten schon Erfahrungen voraus und verstehen die meisten Probleme ihrer Schützlinge sehr gut. „Wie die Coaching-Beziehung läuft, überlassen wir den Teams selbst“, sagt Hahnke. Manche würden die Rolle der Eltern einnehmen und unterstützend beim Lernen begleiten und motivieren, andere würden eher wie ältere Geschwister bei Problemen in Schule, Familie oder auch bei Liebeskummer beratend zur Seite stehen. Für Studierende bedeute das Coaching eine wertvolle Erfahrung für den Einstieg in den Beruf, die Schüler seien dadurch motivierter und erfolgreicher bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Und wie geht es weiter? Wie sieht das Lernen an Deutschlands Schulen in zehn Jahren aus? Innovationsforscher Spiegel sieht die Zukunft im Online learning nach Vorbild der Khan Academy aus den USA. „Dort sind die Lernlektionen so aufbereitet, dass man so lange dran bleibt, bis man sie am Ende wirklich verstanden hat“, sagt Spiegel. „Diese Form des Lernens wird ihren großen Siegeszug antreten und in zehn Jahren fester Bestandteil an allen Schulen sein.“ Der Stoff würde nicht nur besser, sondern auch schneller vermittelt. „Damit ist dann auch Freiraum geschaffen für die Entwicklung von sozialen und kreativen Kompetenzen; es reicht ja nicht nur, Wissen zu erwerben, sondern man muss es auch sozial kompetent einsetzen.“ Bis Schüler flächendeckend von neuen Bildungsangeboten profitieren, wird es noch dauern. So wissen die jungen Wegbereiter an der ESBZ in Berlin zu schätzen, was ihnen bereits geboten wird. „Ich will, dass es anderen so gut geht wie uns“, sagt Sarah, „und ich bin glücklich, dass ich Teil der Revolution bin.“

Lernen am Fließband

Unser Schulsystem stammt aus dem 19. Jahrhundert und beruht in seiner Grundstruktur auf dem Modell der industriellen Produktion, darauf weist das Internetforum „Schule im Aufbruch“ hin. Dieses Modell machte nicht nur die massenhafte Herstellung von Waren, sondern auch die Bildung für Massen möglich. Nach wie vor würden wie am Fließband einer Fabrik Kinder in unterschiedlichen Produktionsstufen, beziehungsweise Jahrgangsstufen nach Alter getrennt. Dort müssen sie in Zeitabschnitten von 45 Minuten Wissen aufnehmen, um sich auf Prüfungen vorzubereiten. Für Lehrer bliebe die Aufgabe, das Produktionsband am Laufen zu halten.

Mitgestalten statt Zuschauen

Neben dem Schulteam und den Schülern werden Eltern zunehmend als wichtige Personen an den Schulen gesehen. An der Grundschule Evangelische Schule Berlin-Mitte gestalteten Eltern durch einen „Expertentag“ beispielsweise aktiv den Schulalltag mit, indem sie Einblicke in ihre Arbeitswelten vermittelten. Schüler besuchten Fernsehsender, Schreinereien oder bauten in einer Architekturwerkstatt Brückenkonstruktionen aus Spaghetti.

Mehr Schulen und Initiativen

Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule, Göttingen

2011 Träger des Deutschen Schulpreises. Von der fünften bis zur zehnten Klasse lernen Haupt-, Realschüler und Gymnasiasten gemeinsam, bis zur achten Klasse gibt es keine Noten. www.igs-goe.de

Freie Interkulturelle Waldorf-Schule, Mannheim

2013 von der UNESCO ausgezeichnet. Das Kollegium aus 14 Nationen vermittelt die religiösen und kulturellen Hintergründe der Schüler als großen Reichtum von Lebensformen. www.fiw-mannheim.de

Buddy-Programm

Soll Schüler dazu bringen, in ihren Schulen Verantwortung für das Schulleben zu übernehmen. Schließt das Schulleben wie das Lernen ein, mehr als 1000 Schulen sind beteiligt. www.buddy-ev.de

Deutscher Schulpreis

Zeichnet Schulen aus, an denen mit hervorragender pädagogischer Praxis unterrichtet wird. Bewertet wird nach Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Schulleben, Verantwortung und Schule als lernende Institution. http://schulpreis.bosch-stiftung.de

Interview

„An der vorigen Schule hat jeder für sich gekämpft“

Perpektiven - Schule

Lara-Luna, 15, und Sarah, 13, gehen in die 9. Klasse der Evangelischen Schule Berlin Zentrum

Was ist das Besondere an eurer Schule?

Lara-Luna: Wir können dort selbstständig lernen und ich habe mich dadurch selbst besser kennengelernt. Ich bin sehr selbstbewusst geworden. Das wäre an einem normalen Gymnasium nicht möglich gewesen.

Sarah: Wir haben auch eine ganz andere Lernkultur. Als ich an die Schule gekommen bin, habe ich gleich so eine Begeisterung gespürt. Zum Beispiel ist das Umweltengagement bei uns sehr wichtig. Und jeder kann seine Meinung sagen.

Ihr müsst aber auch für die Fächer lernen, die ihr nicht so mögt?

Sarah: Ja. Natur und Gesellschaft macht mir nicht so viel Spaß. Aber ich weiß, dass der Stoff wichtig ist und lerne ihn deshalb an den Tagen, an denen ich mich gut konzentrieren kann.

Lara-Luna: Wir können selbst entscheiden, was wir wie schnell und wie gut lernen. Wir suchen uns im Lernbüro unsere Lernaufträge aus und können dann sagen, wann wir einen Test schreiben wollen. Wenn wir also mal krank sind, verpassen wir keine Arbeiten und können das im eigenen Tempo nachholen.

Ihr habt normale Regelschulen kennengelernt. Warum habt ihr gewechselt?

Lara-Luna: Ich kam mit dem Notendruck nicht klar. Wir wurden sofort in Schubladen sortiert, wie gut oder schlecht man ist und uns wurde immer klar gemacht, dass wir gute Noten brauchen, um auf das Gymnasium zu kommen. Bei uns gibt es in der 7. und 8. Klasse gar keine Noten, erst in der 9. wieder.

Sarah: An der vorigen Schule hat jeder für sich gekämpft. Ich habe eine Klasse übersprungen und war deshalb die Kleinste und Jüngste. Dadurch habe ich mich nie getraut, was zu sagen. Jetzt sind wir wie eine Familie. Das ist das optimale Lernklima, um eine glückliche Schulzeit zu haben.

Sigrid Aldehoff Sigrid Aldehoff ist Journalistin und hat gute und schlechte Erfahrungen zum Thema als Elternbeirätin und Mutter gemacht.

Bücher und Links

Rasfeld, Margret; Spiegel, PeterRasfeld, Margret; Spiegel, Peter:
EduAction – Wir machen Schule.
Murmann-Verlag, 2013, 263 Seiten, 21,90 Euro

Hüther, Gerald; Hauser, UliHüther, Gerald; Hauser, Uli:
Jedes Kind ist hoch begabt.
Knaus Verlag, 2012, 187 Seiten, 19,99 Euro

www.bildungsstifter.de
Die Internetplattform stellt besonders wirkungsvolle Bildungsinnovationen vor

www.ev-schule-zentrum.de
Hier präsentiert sich die Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ) mit ihrem Schulprogramm und ihrem Selbstverständnis

www.funkenflug.de
Schüler setzen sich für eine neue Lernkultur ein und besuchen dafür andere Schulen, um mit den Schulleitungen und Lehrern ins Gespräch zu kommen

www.roadshow-lernlust.de
Informationen über die Tournee der Schüler der ESBZ

www.rockyourlife.de
Infos zu Coachingbeziehungen zwischen Studenten und Schülern aus benachteiligten Bildungsverhältnissen. Ziel ist ein besserer Schulabschluss und motiviertes Lernen für Schüler sowie Praxiserfahrungen für Studenten

www.schule-im-aufbruch.de
Auf der Webseite wird gezeigt, wie Schule zur Potenzialentfaltung bei Kindern beitragen kann; hier wird das bereits vorhandene Wissen gebündelt und für andere nutzbar gemacht

Kommentare

Kommentar­bild via Gravatar

incl. 'http://'
Laura Kirsch
Liebes Schrot und Korn-Team,



Stimmt! Neue Schulen braucht das Land. Toll, dass Sie das Thema aufgreifen.

Was wir auch noch brauchen, ist meiner Meinung nach Bildungsfreiheit, die Familien auch die Wahlfreiheit gibt die Bildung selbst zu gestalten. Bildung muss nicht als Zwang zur Anwesenheit in einem Schulgebäude verstanden werden. In den meisten Ländern der Welt - außer Deutschland - ist es legal, dass Kinder und Jugendliche sich auch zu Hause frei bilden können. Diese Möglichkeit kann auch das Schulsystem voranbringen. Denn wenn Kinder und Jugendlichen nicht mehr gezwungen sind, eine Schule zu besuchen, die ihnen nicht die optimalen Entfaltungsmöglichkeiten bietet, wird sich eine Vielfalt an alternativen Bildungsmöglichkeiten entwickeln, von der alle profitieren können.



meine Buchempfehlungen zum Thema:

"Die Freilerner" von Dagmar Neubronner

"Das Teenager Befreiungs Handbuch" von Grace Llewellyn



Herzliche Grüße,

Laura Kirsch
F. Weigert
Betr. Neue Schulen braucht das Land

Der Artikel ist m.M.n. zu sehr von allzu süsser Bildungsromantik geprägt.

Unsere Kinder und wir sind mit dem normalen Schulsystem sehr zufrieden. Es

werden vielfältige und motivierende Angebote gemacht, die die Kinder sehr

gern aufgreifen. Nicht alles kann aber immer Spaß machen! Lernen bedeutet auch sich auch mal zu überwinden und hart zu arbeiten. Auch das muss man Lernen! Bei vielen Privatschulkarrieren gibt es (wie wir aus unserem

großen Bekanntenkreis wissen) ein böses Erwachen. Sehr oft wenn es um

Abschlüsse für weiterführende Schulen oder das Studium geht. Da werden dann

plötzlich große Lücken sichtbar und welches Kind hat dann schon "Lust

drauf", so Vieles auf einmal nachzuholen?
Claudia
Ich finde den Artikel super und kann fast alles nur unterstreichen, was darin gesagt wird.

Natürlich - wie immer - kommt es auf die Praxis, auf die Umsetzung und damit auch auf jeden Einzelnen an. Es gibt noch viele Elemente, die ich sehr wichtig finde:

Die Frage z.B., wie wir uns eigentlich die Welt wünschen, in der wir leben MÖCHTEN - und was es braucht, um sie zu erschaffen. In allererster Linie möchte ich deshalb BETONEN, dass, damit etwas ein wirklicher Erfolg auf der ganzen Linie wird, es ALLEN damit gutgehen muss - deshalb nur 4 Sterne. Die LehrerInnen kommen zu kurz - darüber, wie es ihnen mit diesem Modell geht, ob auch ihre Bedürfnisse und Wünsche erfüllt werden, sie auch glücklich sind, auf ihre Gesundheit geachtet wird (explizit - nicht nur am Rande......), sie wirklich gehört und vertreten werden - darüber wünsche ich mir den nächsten Artikel zum Thema Schule :-)
Margit Steidl
Das ist endlich Schule, wie sie sein sollte: an den Schülern orientiert!



Ja, hier lernen die Schüler Eigenverantwortung und den Spaß am Lernen und den daraufffolgenden Erfolgserlebnissen!



Das ist fürs spätere Berufleben auch nützlich!



Außerdem: In der Berufswelt heißt es oft: "sich orientieren am Nutzen des Kunden!"



In dieser Schule werden die Kunden = Schüler hochqualitativ so versorgt, wie sie es brauchen!