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Wir wollen was bewegen

Wie ticken Menschen, die sich für eine gute Sache einsetzen? – Einigen dieser "Helden" sind wir in der Redaktion begegnet: Journalisten, Schrot&Korn-Lesern und Mitarbeitern von Bio-Herstellern. // Gabriele Augenstein

EhrenamtDer gute alte Wilhelm: "Willst Du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben." So hat der Busch gereimt. Entweder hat der einflussreiche Dichter für einmal nicht Recht gehabt oder 23 Millionen Menschen in Deutschland sind unglücklich, ziehen ihr Ehrenamt aber dennoch trotzig durch. Wahrscheinlicher ist, dass das Ehrenamt der 23 Millionen deren Lebensqualität nicht beeinträchtigt, sondern verbessert. Freude haben an dem, was sie freiwillig tun und mit netten Menschen zusammenkommen – diese Hauptmotive sind es dann auch, die Claudia Pinl für ihr Buch "Ehrenamt: Neue Erfüllung, neue Karriere" recherchiert hat.

Studien belegen, dass die Bereitschaft zum Engagement in denjenigen Gesellschaften am größten ist, die über ein gut ausgebautes staatliches Sozialsystem verfügen. In Gesellschaften mit unterentwickeltem sozialem Netz nehmen Solidarität und Gemeinschaftsgefühl ab. Silke Brauers vom Institut für Sozialwissenschaftliche Analysen und Beratung beschreibt das in einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger so: "Engagement ist dann gewachsen, wenn der Wohlstand gestiegen ist … Es geht nicht, den Sozialstaat herunterzufahren und darauf zu setzen, dass die Ehrenamtlichen alles auffangen."

Ein Einwand contra Ehrenamt könnte lauten: "Das ist doch eher etwas für Rentner, Arbeitslose oder für nicht erwerbstätige Ehefrauen gut verdienender Männer. Ich bin beruflich derart eingespannt, dass ich mir das nicht leisten kann." Irrtum! Es sind erstaunlicherweise die Erwerbstätigen, die den größten Teil der ehrenamtlichen Arbeit in der Bundesrepublik stemmen, gefolgt von Renterinnen und Rentnern.

Unbezahlt, selbstbestimmt, gemeinwohlorientiert: So wird ehrenamtliche Tätigkeit zumeist definiert. Das Attribut "unbezahlt" trifft allerdings nicht immer zu. Sogenannte "öffentlichen Ehrenämter" verbinden Beruf und Arbeit fürs Gemeinwohl. Das Spektrum reicht hier vom Betriebsrat bis zum Umweltbeauftragten. Für viele dieser Ehrenämter im gesetzlichen Auftrag gibt es Anrecht auf Arbeitsbefreiung. Viele schätzen daran, Abwechslung von der Erwerbsarbeit und dadurch neuen Schwung zu bekommen.

Inhaltlich sind beim Ehrenamt heute fast keine Grenzen mehr gesetzt. Auf den folgenden Seiten stellen wir drei Mitarbeiter von Bio-Firmen und ihr Engagement vor. Außerdem haben wir nachgefragt, um wen sich Schrot&Korn-Autor Leo Frühschütz in Indien kümmert, wie die Öko-Mode-Pionierin Kerstin Brodde Ehrenamt und Beruf verbindet und von Schrot&Korn-Leserin Ingeborg Wittig erfahren Sie, wie sie es geschafft hat, das generationsübergreifende Projekt "Gärtnern mit Kindern in Preetz" aus der Taufe zu heben. Alle Befragten gaben an, es mache sie glücklich, Dinge zu tun, die ihnen am Herzen liegt. Lesen Sie auf den folgenden Seiten über Menschen und Engagement für das Gemeinwohl. //rb

Was will ich wirklich tun?

Die meisten Menschen wünschen sich eine sinnvolle Arbeit, die Spaß macht. Leider gibt die Realität das oft nicht her. Ein motivierendes Ehrenamt kann neuen Schwung geben und sogar Sprungbrett sein für eine neue Karriere.

Helfen ohne Grenzen

Er hilft: Als Heilpraktiker mit Schwerpunkt Homöopathie, als Firmenchef für Nahrungsergänzungen und – in beiden Rollen – den Opfern des Balkankrieges.

Sie bringt ihn in Verlegenheit, die Frage, was ihm sein Ehrenamt persönlich gebracht habe. Das klinge so pathetisch, antwortet Michael Gracher und gesteht dann: "Es war das Schönste, was ich je gemacht habe." Dann erzählt er, wie ein 80-jähriger Mann in Mostar zu ihm sagte: "Egal ob ihr uns helft oder nicht. Es ist so schön, dass ihr hier seid, dass ihr uns nicht im Stich lasst." Nach dem Ende des Bosnienkriegs beschlossen Michael Gracher und etwa 20 weitere HomöopathInnen eine Initiative, die den Kriegsopfern in Mostar in Bosnien-Herzegowina helfen sollte.

Drei Jahre lang praktizierten und lehrten sie dort als Heilpraktiker und Ärzte unentgeltlich in einer Praxis. Im Zuge dessen gründeten sie den Verein "Homöopathen ohne Grenzen e. V.", der heute weltweit kostenlos Homöopathen ausbildet und so den Gedanken der Hilfe zur Selbsthilfe lebendig werden lässt. Das Ziel des Vereins ist es, die Homöopathie in Länder zu tragen, deren Gesundheitssystem die medizinische Versorgung der Bevölkerung nicht leisten kann. Michael Gracher ist heute Ehrenmitglied im Verein, den er von Anfang an nicht nur tatkräftig, sondern auch großzügig finanziell unterstützt hat. Bis heute fördert der GSE-Vertrieb, dessen Mitbegründer er ist, den Verein als Hauptsponsor. Doch soziales Engagement ist für Michael Gracher mehr als nur ein Bestandteil einer Unternehmensphilosophie. www.homoeopathenohnegrenzen.de

Homöopathen ohne Grenzen

Der Verein "Homöopathen ohne Grenzen" bildet weltweit unentgeltlich Homöopathen aus: in Ländern mit schlechter medizinischer Versorgung.

Der kulturelle Rucksack

Dr. Thomas Hannus vom Krunchy-Hersteller Barnhouse organisiert Schüleraustausch. Spannend daran sind für ihn insbesondere die kulturellen Beziehungen.

"Jeder Mensch trägt einen kulturellen Rucksack, der erst spürbar wird, wenn er sich intensiv auf eine fremde Kultur einlässt", hat Thomas Hannus erfahren, als er als Jugendlicher ein Jahr in den USA lebte. Und dieser Rucksack ist für ihn das Spannende am Reisen: Weniger die Landschaften oder Bauwerke interessieren ihn, als viel mehr die Menschen in ihrem kulturellen Umfeld. Die Frage "Wie ticken die?" reizt ihn. Das lässt sich nur im Kontakt herausfinden, den er in seinem Ehrenamt beim Verein Youth for Understanding pflegt.

Seit seinem USA-Aufenthalt engagiert sich Thomas Hannus in der Schüleraustauschorganisation in verschiedenen Bereichen. Zum Beispiel im Auswahlverfahren der Bewerber: Damit sie den Sprung in die fremde Kultur meistern, müssen die Bewerber Flexibilität mitbringen, um sich auf das Neue einzulassen. Sie brauchen gleichzeitig innere Stabilität, um zu wissen, wie weit sie gehen können, ohne sich zu überfordern.

Seine Begeisterung für kulturelle Beziehungen bringt Thomas Hannus auch beruflich viel. "Wie interagiere ich, wie verhandle ich? Das sind in der globalisierten Welt wichtige Fragen", meint der Vater zweier Kinder. Diese sind mit drei und sechs Jahren noch zu klein für den Austausch, wohl aber groß genug für ein 16-jähriges Gastgeschwister in der Familie, freut sich der Agrarökonom. www.yfu.deYouth for Understanding

Der Verein Youth for Understanding organisiert Schüleraustausch. Das ermöglicht intensives Kennenlernen der anderen und eigenen Kultur.

Gentechnikfreies Land

Thomas Weiß ist Nachhaltigkeitsbeauftragter von Neumarkter Lammsbräu und engagiert sich im Verein "Zivilcourage Neumarkt" für einen gentechnikfreien Landkreis.

"Wir brauchen gute, saubere Lebensmittel und Gentechnik auf dem Acker und im Futtertrog birgt eine unüberschaubare Gefahr", warnt Thomas Weiß, Vorsitzender des Vereins "Zivilcourage Neumarkt". Seit 2006 setzt er sich für einen gentechnikfreien Landkreis ein. Als Vater von drei Kindern, aber auch als Akteur in der Bio-Branche habe er eine Verantwortung zu tragen, dass gentechnikfreie Lebensmittel erhalten bleiben. "Wir müssen für das Grundrecht auf gute, saubere Lebensmittel kämpfen", erklärt er ganz nüchtern und ohne jeglichen Pathos in der Stimme.

Da klassische Referate nur wenige Menschen erreichen, organisiert der Verein neben Vorträgen auch Aktionen, um den Bürgern gentechnikfreie Lebensmittel und eine gentechnikfreie Landwirtschaft schmackhaft machen: Zum Beispiel einen Infopfad im Maislabyrinth eines Bio-Bauern oder etwa ein gentechnikfreies Kartoffelessen auf dem Bauernmarkt.

Thomas Weiß zieht positiv Bilanz: Ein Erfolg sei, dass das Thema Gentechnik im Landkreis mittlerweile hoffähig sei, Politiker sensibilisiert seien und sich schon einige Gemeinden "gentechnikfrei" erklärt hätten. Jetzt gehe es darum, dass bis Sommer 2011 alle Gemeinden im Landkreis gentechnikfrei seien.

"Wie brandgefährlich Gentechnik ist, ist vielen leider nicht bewusst. Doch wenn die Saat frei ist, können wir sie nicht zurückholen", warnt der Nachhaltigkeitsbeauftragte von Neumarkter Lammsbräu. www.zivil-courage.info

Zivilcourage Neumarkt

Sein erstes Ziel ist ein gentechnikfreier Landkreis: "Damit wir auch morgen noch saubere Lebensmittel haben."

Lebensstil begrünen

Die Expertin für grüne Mode Kirsten Brodde informiert in ihrem Blog spritzig und witzig über Öko-Mode und fragt sich: Wo ist mein persönlicher Genug-Schalter?

Als Dr. Kirsten Brodde vor Jahren ihren Lebensstil zu begrünen begann – erst den Kühlschrank, dann ihre Kosmetik – stand sie irgendwann vor dem Kleiderschrank und fragte sich: Wie werden diese Klamotten eigentlich hergestellt? Sie fand heraus, wie die Textilindustrie Menschen mit Füßen tritt und die Umwelt vergiftet. Das ergab den Stoff für ihr Buch "Saubere Sachen: Wie man grüne Mode findet und sich vor Öko-Etikettenschwindel schützt".

Später kam ihr Blog hinzu, den sie als Hobby unentgeltlich und werbefrei betreibt. Die Hamburgerin startete ihn, um schnell mit möglichst vielen Menschen über grüne Mode ins Gespräch zu kommen. Sie spricht auch schnell. Die Zeit sei reif, etwas zu ändern. "Unsere Eltern sagten früher, wir sollten uns anständig anziehen." Heute müsse Kleidung unter ökologischen und ethischen Gesichtspunkten "anständig" sein.

Die Journalistin will mit Alternativen antreten. Ein T-Shirt könne die Welt zwar nicht retten, sie aber besser machen. Jeder könne dazu beitragen, indem er bei Herstellern kauft, die sauber und sozialverträglich produzieren. Hier keine Kompromisse einzugehen, helfe dabei, den persönlichen Genug-Schalter zu finden. Die Auswahl an grünen Mode-Labels sei groß wie nie. Im Buch und im Blog zeigt Kirsten Brodde allen, die verantwortungsbewusst konsumieren wollen, wie man Kleidung und Unternehmen findet, die glaubwürdige Wege gehen.

Kirsten Brodde

www.kirstenbrodde.de Hier bloggt Kirsten Brodde über grüne Mode und die Textilindustrie. Sie organisiert auch Protestaktionen.

Buchtipp

Brodde, Kirsten: Protest!
Wie ich die Welt verändern und dabei auch noch Spaß haben kann.

Ludwig Buchverlag, 2010, 224 Seiten, 16,99 Euro

Gärtnern mit Kindern

Ingeborg Wittig hat in Preetz ein generationsübergreifendes Projekt gestartet: ein Garten, in dem Menschen von 2 bis 75 Jahren miteinander säen, pflanzen und ernten.

Jahrzehntelang hatte Ingeborg Wittig als Leiterin einer pädagogischen Einrichtung erlebt, wie die Umwelterfahrung von Kindern immer geringer wurde. Nach dem Motto: "Spinat kommt aus der Truhe." Schon damals hätte sie gerne einen Nutzgarten für die Kinder gehabt und es war ihr klar, dass ein solches Projekt engagierte Paten braucht, um zu überleben. Diese zu finden war also Ingeborg Wittigs erste Amtshandlung. Heute bringen 13 SeniorInnen als begeisterte Gartenpaten ihr Erfahrungswissen und ihre Tatkraft in das Projekt ein. Die "Omas" und "Opas" verabreden sich mit ihrer jeweiligen Kindergarten-Schülergruppe. Dann wird gemeinsam gesät, gepflanzt und geerntet. Die Kinder bewirtschaften ihre "eigenen" Flächen von der Aussaat bis zur Ernte. Sie verarbeiten und essen ihre Erzeugnisse im Kindergarten.

Viele Menschen, Institutionen und Firmen unterstützen die Projektgruppe "Gärtnern mit Kindern in Preetz". Die Stadt stellte das Gelände zur Verfügung, Förderer sorgten für das nötige Geld, die Gartenpaten legten Wege und Beete an und Jugendliche in der Arbeitsförderung bauten ein stabiles Haus. "Alle Generationen arbeiten zusammen, essen zusammen an einem Tisch und erleben Wertschätzung. Das ist für alle toll." Dieses Gemeinschaftserlebnis ist der Motor für das Projekt und hält es lebendig. Im nun dritten Gartenjahr wird es fachlicher: "Wir planen Ferienzeiten besser in die Arbeitszyklen ein." www.buergernetzwerk-sbl.de (Projekte)

Bürgernetzwerk

Mit allen Sinnen lernen: Die Kinder säen, pflanzen und ernten auf 1 200 Quadratmeter Garten mit Hilfe von Gartenpaten.

Kinderlachen in Indien

Mit dem Verein Kinderlachen finanzieren Schrot&Korn-Autor Leo Frühschütz und seine Frau Brigitte Holzbauer ein Heim für behinderte Kinder im südindischen Pondicherry.

Der Impuls für ihr Engagement war eine Begegnung in Indien. Dort trafen Leo Frühschütz und Brigitte Holzbauer 1995 einen Sozialarbeiter, der ein Kinderheim gründete. Sie lernten ihn kennen und beschlossen, ihn zu unterstützen. Fünf Jahre lang sammelten sie im Bekanntenkreis kleinere Summen, die sie zusammen mit eigenen Mitteln nach Pondicherry schickten.

Im Sommer 2000 besuchten die beiden das Heim und stellten fest, dass es vor dem finanziellen Kollaps stand. Gleichzeitig konnten sie sich davon überzeugen, wie wertvoll die Arbeit von A.P. Joseph und seiner Familie war, wie liebevoll sie sich um die Kleinen kümmerten: Kinder, die auf der Straße nicht überlebt hätten, hatten ein neues Zuhause gefunden. Um das auf Dauer zu finanzieren, gründeten sie im Oktober 2000 den Verein.

Auf die Frage, was er persönlich von seinem Engagement habe, antwortet Leo Frühschütz erst lachend: "Wenn die Altersversorgung hier nicht mehr reicht, hab ich 100 Kinder, die sich um mich kümmern." Und dann ernst: "Es gibt mir das Gefühl, das Richtige zu tun. Und wenn du mit so was anfängst, kannst du nicht einfach aufhören. Das ist dann eine Lebensaufgabe." Derzeit treibt der Journalist die Erweiterung "seines" Kinderheims voran. Zurzeit leben im "Baby Sarah's Home" 100 Kinder, von denen zwei Drittel geistig behindert sind. Ein weiteres Geschoss soll weiteren 50 Jungen und Mädchen ein Zuhause schenken. www.babysarahshome.de

Baby Sarah's Home

Infos über die Aktivitäten des Vereins Kinderlachen sowie das "Baby Sarah's Home" finden sich auf der Internetseite www.babysarahshome.de.

Interview

"Wir sind der Marktplatz für das Ehrenamt"

Kathrin KummerowKathrin Kummerow leitet seit 2009 das Projekt "engagiert-in-deutschland.de". Die Politologin war u.a. Landesvorsitzende der Bremer Grünen.

Sie leiten das Projekt "Engagiert in Deutschland". Worum geht es dabei?

Wir sind eine Informations- und Kommunikationsplattform für Leute, die ehrenamtlich aktiv werden wollen oder es bereits sind. Auf unserer Seite www.

engagiert-in-deutschland.de kann jeder seine ehrenamtliche Tätigkeit, sein Projekt vorstellen. Er kann mit anderen zu einem Thema, das ihn interessiert, in Dialog treten, seine Erfahrungen und Konzepte austauschen und so vielleicht wieder andere motivieren, sich zu beteiligen.

Was bringt es, im Internet über ehrenamtliche Projekte zu diskutieren?

Was im Ehrenamt nicht vorhanden ist, sind Zeit und Geld. Engagiert-in-deutschland.de versteht sich daher als ein zusätzlicher, kostenloser Kommunikations- und Informationskanal. So kann z. B. ein Projekt, das an einem Ort in Deutschland gut funktioniert, auch woanders sinnvoll umgesetzt werden, ohne das Rad neu zu erfinden. So machen das schon über 1000 Projekte und Organisationen bei uns. Oder man erfährt per Mausklick, dass die Politik oder Wirtschaft dafür Fördermittel bereitstellt. Wir wollen, dass die gesamte vielfältige Engagement-Szene sich online miteinander vernetzt, um die Engagierten vor Ort in ihrem Engagement zu fördern.

Was sind Ihre Ziele?

Wir wollen, dass die Engagierten mit ihren Anliegen bei uns Antworten und Mithilfe finden, weil andere dazu vielleicht schon gearbeitet haben. Wir wollen ein Marktplatz für das Engagement sein und aufzeigen, was es wo gibt. Und wir bieten kostenlos virtuelle Konferenzräume an – unsere Themenräume. Diese kann jeder zu einer bestimmten Herausforderung oder Fragestellung gründen, um mit anderen zu diskutieren oder um ein Thema weiterzuentwickeln. Unser großes Ziel ist es, Engagement zu fördern – wir stellen dafür kostenlos die Infrastruktur bereit.

Wie findet man "sein" Ehrenamt?

Die entscheidende Frage ist: Wozu habe ich Lust? Denn das Schöne am Ehrenamt ist, dass ich selbst bestimmen kann, was ich machen will und welchen Einsatz ich dafür bereithalte. Meist kommen dabei Kompetenzen zum Einsatz, die im Beruf oder im Familienleben nicht abgerufen werden. Und das Schöne ist, man gewinnt wiederum neue Kompetenzen.

Leute, die an andere denken, sind erfolgreicher, sagt man. Stimmt das?

Ich glaube, dass Menschen, die sich gesellschaftlich engagieren, mehr Chancen wahrnehmen, weil sie einen breiteren Blick haben und nicht nur geradeaus schauen. Diese Lebenshaltung macht zufriedener und erfolgreicher, finde ich.

Bücher und Links

Pinl, ClaudiaPinl, Claudia:
Ehrenamt. Neue Erfüllung, neue Karriere.
Walhalla Fachverlag, 2010, 176 Seiten, 19,90 Euro

Precht, Richard DavidPrecht, Richard David:
Die Kunst, kein Egoist zu sein.
Goldmann Verlag, 2010, 544 Seiten, 19,99 Euro

Wulf, BerndWulf, Bernd:
Pro Ehrenamt.
Entscheidungsfinder. Books on Demand, 2008, 81 Seiten, 9,80 Euro

www.engagiert-in-deutschland.de
Kostenlose Plattform für Leute, die sich engagieren, informieren und diskutieren wollen. Versteht sich als das Facebook des Engagements. Interessierte können sich online austauschen. Auch Organisationen und Unternehmen sind willkommen.

www.ehrenamt.de
Die Akademie für Ehrenamtlichkeit bietet Qualifizierungsmöglichkeiten und Erfahrungsaustausch für haupt- und ehrenamtlich Engagierte. Unter FAQ finden Interessierte, was sie berücksichtigen sollten, wenn sie sich für ein ehrenamtliches Engagement entschieden haben und beginnen möchten.

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Daniel Clarke Flynn
Vielen Dank für diesen Artikel. Ich bin Englischer und Deutschlerner in Verviers, Belgien in der Nähe von Aachen wo ich Ihr Zeitschrift bei Bio-Laden finde. Ich habe diesen Artikel gern gelesen, weil ich einer Ehrenamt bei Action Langues Verviers in Verviers und Ärzten ohne Grenzen in Brüssel bin. Ich habe die gleiche Meinung wie Thomas Hannus. Ich bin Englischlehrer in Verviers, Brüssel und Eupen, und Übersetzer von Französisch und Deutsch ins English. Ich unterricht auch ein Bisschen ab und zu bei SKLZ (Sprach- und KulturLernZentrum in Eupen. Für mich, lohnt sich sehr Dienst als Ehrenamt zu andere Menschen.

Daniel Clarke Flynn, J.D.

Professeur d'anglais pour les adultes, Englisch Trainer für Erwachsene

Insegnante d'inglese per adulti, Profesor de Inglés para adultos

English language trainer for adults

Verviers, Belgium