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 Familienerlebnis

Wie viel wiegt ein Kilowatt? Fließt Wasser auch bergauf? An der Ostsee erwarten große und kleine Schlaumeier spannende Tage.

Staubsaugen, einkaufen, dazwischen rasch zum Arzt hetzen und dann noch kniffelige Hausaufgaben mit den Kindern lösen. Familienalltag ist anstrengend. Ruhe und Erholung müssen her – doch nicht zu viel, sonst nörgelt der Nachwuchs und es wird erst recht nichts damit, endlich mal den Kopf frei zu kriegen. Erlebnistage für die ganze Familie schaffen Abhilfe, beispielsweise im Haus an der Ostsee. In alt-sudanischer Lehmarchitektur errichtet, bieten die kuppelförmigen Maisonettes nicht nur etwas fürs Auge. Dank des günstigen Raumklimas sind sie besonders gut für Elektrosmog-, Asthma- und Bronchitissensible geeignet.

Und morgens weckt die Sonne – wenn sie sich denn blicken lässt – durch die giebelhoch verglasten Fenster. Nach einem Frühstück aus regionalen und überwiegend biologischen Speisen, locken Sandstrände, Ausflüge in die Umgebung oder ein Besuch im Energie-Erlebnispark. Dort können kleine wie große Forscher an mehr als 30 Stationen dem Treibhauseffekt auf die Spur kommen und selbst Ideen entwickeln für Bauen, Wohnen und Leben, das nachhaltig funktioniert. Mit allen Sinnen lässt sich hier im Park entdecken, wie Energie erzeugt und verbraucht wird. Ist der Wissensdurst gestillt, können die Kinder toben. Das Haus an der Ostsee liegt absolut ruhig, wie Simone Schlicker von ReNatour berichtet: „Hier muss niemand Angst haben, dass ein Kind umgefahren wird.“ Und vielleicht lässt sich am Ende neben schönen Erinnerungen und jeder Menge Erholung noch ein anderer Gewinn mit in den Alltag retten: Die Erkenntnis, dass Lernen jede Menge Spaß machen kann.

Familien- und Solo-Erlebnis

Solo-Erlebnis

Ein paar Tage für sich selbst sein, die Gedanken schweifen und den Bauch entscheiden lassen: Alleine zu reisen, kann herrlich sein.

Diese Tage gehören nur mir. Wenn ich Lust auf Fahrrad fahren habe, dann trete ich in die Pedale. Jetzt und nicht erst am Nachmittag. Und wenn ich mich einfach nur mit einem gern gelesenen Buch auf einer Liege im Park zusammenrollen mag, dann tue ich das ganz ohne schlechtes Gewissen. Oder ist jetzt vielleicht eine Behandlung mit Naturkosmetik angesagt?

„Wir hören von vielen unserer Gäste, wie gut es auch mal tut, ganz allein für sich zu sein“, erzählt Birgit Franke-Menschel, Mitglied der Geschäftsführung in Menschels Vitalressort Englischer Hof in Bad Sobernheim-Meddersheim, Rheinland-Pfalz. „Wir haben sehr viele Alleinreisende. Man kann die freien Tage für sich gestalten, wie es einem gerade gut tut.“ Das Bauchgefühl ist also angesagt. Und weil Schönheit nicht nur von außen, sondern auch von innen kommt, wird der Bauch auch in anderer Hinsicht verwöhnt.

In dem von einem weitläufigen Park umgebenen Hotel im englischen Landhausstil steht „Bio Cuisine Wellness“ auf der Karte: Die Zimmer sind mit Naturmaterialien ausgestattet, die Betten allesamt metallfrei. Doch bevor man sich am Ende des Tages da reinlegt, wird den Gästen viel geboten. „Wir bieten Abendangebote an wie Qi Gong, meditatives Tanzen, einen Singkreis oder einen Büffet-Abend“, berichtet Franke-Menschel. Auch untertags können die Gäste den lockeren Kontakt zur Gruppe suchen und sich etwa beim im Preis enthaltenen „Fit & Relax“-Angebot in täglich wechselnden Bewegungs- und Entspannungstherapien versuchen. „Wir wollen, dass unsere Gäste auch mal Dinge kennenlernen, die sie vielleicht noch nicht gemacht haben und Impulse setzen, dass sie das dann auch zu Hause weiterverfolgen.“

 

Spaß und sporteln mit der besten Freundin

Mal wieder ausgiebig quatschen, viel frische Luft und Bewegung. Da ist man im Fachwerkhof im Taunus gut aufgehoben.

Idyllisch liegt das efeuumrankte, ökologisch renovierte Fachwerkhaus da. Der Innenhof lädt zum Verweilen ein, bei schönem Wetter können die Gäste hier essen. Gekocht wird in der Ferienwohnung. Die Zutaten gibt es im Laden des Demeterhofs im Nachbarort. Wie in einem Hotel hat jedes Schlafzimmer separate Sanitäreinrichtungen. So hat jede der Freundinnen – auch wenn man sonst alles teilen will – Bad, Bett und WC für sich. Und auch wenn neben der besten Freundin noch die zweit- und drittbeste mitkommen wollen, stößt der Hof nicht an seine Grenzen. Bis zu sieben Gäste finden auf dem Fachwerkhof Platz.

„Es kommen oft Freundinnen zu uns“, berichtet Arno Hardt vom Fachwerkhof. „Gerade wenn sie irgendwo über Deutschland verstreut leben, liegen wir günstig in der Mitte des Landes.“ Noch dazu in einer landschaftlich reizvollen Gegend: „Vier Kilometer entfernt verläuft ein Radweg, der noch wenig bekannt und nicht so voll ist wie beispielsweise der Lahnradweg“, erzählt Hardt. Gut zur Hälfte entlang einer ehemaligen Bahntrasse und den Rest über Feldwege hoch und runter lässt sich der Fluss Weil von Quelle bis Mündung erkunden. Die Fahrräder dafür gibt es bei Hardt. Oder man unternimmt eine Paddeltour auf der Lahn. Und wenn die Muskeln dann schmerzen, verwöhnt Hardt seine Gäste mit einer Touch Life Massage.

www.fachwerk-hof.de
ab 30 Euro/Person und Nacht

Urlaub mit der Freundin und für Verliebte

Hamburg für Verliebte

„Ökologisch“ ist nicht fern der Zivilisation. Wie wär’s mal mit einer Öko-Städtereise mit dem Liebsten? Nach Hamburg zum Beispiel.

Ob an den Landungsbrücken stehen und von einer Reise in die Südsee träumen oder Bummeln im Park „Planten on Blomen“: Die Stadt ist perfekt für romantische Tage zu zweit. Absteigen lässt es sich im Ökotel im Norden der Metropole. Im Grüngürtel gelegen, bietet die Unterkunft einen wohltuenden Kontrast zum Großstadttrubel.

In den 23 Zimmern sorgen Vollholz und geölte statt versiegelter Oberflächen sowie unbehandelte Schurwollteppiche für eine behagliche Umgebung. Die Wäsche besteht aus kontrolliert biologisch angebauter Baumwolle. Lässt man sich in die Kissen fallen, duftet es dezent. Da war kein weißer Riese im Einsatz, sondern ein sanftes Reinigungsmittel.

Das Abendessen für die Gäste ist zu 100 Prozent biologisch, das Frühstück erst gut zur Hälfte. Hotel-Chef Günter Dix: „Noch haben wir keinen Bäcker gefunden, der Brötchen in Bio-Qualität früh am Morgen pünktlich liefern kann.“ Wenn die Gäste noch stärker nachfragten, würde auch das helfen, sein Haus eines Tages zu 100 Prozent auf „öko“ umzustellen.

„Ich wollte erst nur ein möglichst energiesparendes Haus bauen, der Rest hat sich schrittweise weiterentwickelt. Wir haben hier von Anfang an mit umweltverträglichem Material gebaut und ausgestattet“, berichtet Dix. Von Niedrigenergie-Haustechnik über ein Blockheizkraftwerk bis zu einer Photovoltaikanlage auf dem Dach und einer Regenwassernutzungsanlage für die WC-Spülung zieht sich der „grüne Gedanke“ durch die Anlage. Mittlerweile ist das Ökotel mit der Blauen Schwalbe ausgezeichnet.

Sonne im Herzen

Kaum da, schon wieder zurück. Damit das Urlaubsgefühl nicht ebenso schnell wieder weg ist, hilft Vorstellungskraft. Wer sich das Bild einer Landschaft aus dem Urlaub vor sein inneres Auge ruft, kann sich erneut entspannen, weiß Psychologe Peter Groß. Es helfen Fotos, Düfte und Musik. Also: Raus mit dem Fotoalbum! Duftkerze und CD-Player an!

Unter Kumpels

Geschichte, Technik, Sport: Langweilig wird es entlang der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet garantiert nicht.

„Zu uns kommt man als Gast. Und geht als Kumpel“, wirbt das Ruhrgebiet um Besucher. Ob sich das potenzieren lässt, indem man seinen besten Freund mitnimmt? Entlang der Route der Industriekultur, ganz umweltfreundlich per Rad?

Wo einst die Schlote der Hochöfen rauchten, kann man beim Treten Dampf ablassen und eine Reise in die Vergangenheit antreten. Spontanen Skeptikern begegnet Kristine Simonis: „Das stellt sich keiner vor, dass es dort so grün ist.“ Die Geschäftsführerin bei Radissimo Radreisen ergänzt: „Aber das Feeling, wie es damals gewesen ist, das ist noch da.“ Und so machen sich ganze Männerclubs auf, um den Zeugen der 150-jährigen industriellen Vergangenheit des Reviers einen Besuch abzustatten und sich selbst ein bisschen wie ein Kumpel zu fühlen. Los geht es auf ehemaligen Bahntrassen, Ufer- und Waldwegen oder verkehrsarmen Straßen zum Landschaftspark Duisburg-Nord. Im alten Gasometer wird heute getaucht, Gebläse- und Gießhalle beherbergen Veranstaltungen. Wer den Hochofen als Sportkletterer erklimmt, wird mit einem Blick über die 200 Hektar große Anlage belohnt.

„Das ist einfach Wahnsinn, wie groß das alles ist“, staunt auch Simonis immer noch. Was sich aus einer Industriebrache machen lässt, wird auch in Bottrop deutlich. Die Menschen haben die ehemaligen Halden längst als Freizeitoasen entdeckt. Durch die Gartenstadt Welheim geht es zum Höhepunkt der Tour: zur Zeche Zollverein, dem bekanntesten Industriedenkmal, das unter Unesco-Weltkulturerbe-Schutz steht.

Kumpels und Landkunst

Für Freunde der Landkunst

Ein Hotel im Obstgarten eines Bauernhofs und jede Menge Kultur auf der hofeigenen Freilichtbühne.

Den Wunsch nach Symbiose aus Kultur und Natur gibt es auch im Wald. Genauer: Im Wald rund um den Schafdornerhof von Hans Reichl im bayerischen Schwindegg. Dort findet man Skulpturen, Gemälde und poetische Texte auf den Baumstämmen. Das Holz aus dem Wald ist aber auch der Baustoff für das gerade einmal fünf Zimmer umfassende Gästehaus. Auch im Inneren der zum Verbund der Bio-Hotels gehörenden Unterkunft hat man auf Naturmaterialien wie Holz, Filz und Naturstein gesetzt. Gekocht wird natürlich ausschließlich in Bio-Qualität.

Reichls Leidenschaft gilt aber vor allem einem: seiner Freichtlichtbühne. Der Brückenschlag vom altgriechischen Amphitheater zum „Amvieh-Theater“ war nicht weit. Von April bis Oktober erfüllt sich Reichl seinen „Lebens-traum“ jedes Wochenende mit Kulturgenüssen aller Art: Freilichtkino, Auftritt eines Weltmusik-Ensembles, Theaterstücke. Bei so viel sprühender Ideenflut wundert es nicht, dass der Hotelbetreiber und Bio-Bauer auch gleich noch als Schauspieler auf der Bühne steht. Die meisten Besucher kommen, um sich gut unterhalten und verwöhnen zu lassen, sagt Reichl. Wer will, kann sich aber auch selbst künstlerisch betätigen. Fünf bis sechs „Aktionstage“ pro Saison gibt es, in denen die Gäste ihr Geschick mit Schnitzmesser, Pinsel oder Kochlöffel beweisen können.

Konzert mit Jodel-Workshop

Am Freitag, den 07.05., 20 Uhr spielt „Alfons Hasenknopf“ und seine „Suibermondband“ im Amviehtheater. Die Band verspricht „einen Abend zwischen Lachen und Nachdenken, der alle Facetten der Gefühlswelt beleuchtet“. Jodel-Workshop inklusive!

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