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Geld macht Sinn

Wer hat nicht schon davon geträumt, im Lotto zu gewinnen? Und sich überlegt, was man mit viel Geld alles anstellen könnte. Ökologisch anlegen zum Beispiel! Unser Autor Leo Frühschütz hat nicht nur geträumt.

Bio Forscht

Tante Elfriede war in Geldsachen immer sehr konservativ. Sie besaß zwei kleine Goldbarren, einige Pfandbriefe und überwies bis zuletzt jeden Monat ein paar Euro auf ihr Sparbuch. „Man kann nie wissen, was kommt“, sagte sie immer. So kam ich als Lieblingsneffe zu 30 000 Euro. Das ist keine Summe, die man einfach auf dem Sparbuch parkt. So viel Geld will sinnvoll angelegt sein. Aber wo? Andersrum gefragt fällt die Antwort leichter. Was möchte ich mit meinem Geld nicht? Ich will keine Bankchefs unterstützen, die nur mit Spekulationen erreichbare 25 Prozent Rendite als ihr Ziel angeben. Ich will auch keine Berater belohnen, die ahnungslosen Kunden hochriskante Papiere unterjubeln oder mit meinem Geld Kohlekraftwerke und andere Umweltsünden finanzieren. Kurz gesagt, eine Geschäftsbank kommt nicht in Frage. Stattdessen habe ich Termine mit zwei Banken vereinbart, die Profis für soziales und ökologisches Wirtschaften sind, der GLS Bank und der Umweltbank.

Beide Banken haben viel gemeinsam: Sie spekulieren nicht auf eigene Rechnung mit Aktien und hochriskanten Wertpapieren. Sie verkaufen die Kredite ihrer Kunden nicht an Dritte weiter, die diese gewissenlos eintreiben. Und sie zwingen ihre Anlageberater nicht durch vorgegebene Umsatzziele zu unseriösen Verkaufspraktiken. Wer Geld anlegen will, bekommt bei beiden Geldhäusern bankübliche Produkte angeboten sowie Vorschläge für nachhaltige Investments. An diese Investments legen die grünen Banker sehr strenge Kriterien an und binden zur Beratung und Kontrolle externe Fachleute ein. Diese Kriterien gelten auch für Gelder, die von den Banken selbst als Reserve angelegt werden.

Bio an der Börse

Einige Bio-Unternehmen sind börsennotiert. Die einzige deutsche Firma ist die KTG Agrar AG, der mit 15 000 Hektar größte Anbauer von Bio-Getreide. Zum niederländischen Unternehmen Wessanen BV gehören die Firmen Allos, Tartex, De Rit und Molenaartje. Wer Aktien von Hain Celestial kauft, wird zum Mitbesitzer von Lima und Natumi. Börsennotiert sind auch die größten amerikanischen Bio-Händler Whole Foods Markets (Einzelhandel) und United Natural Foods (Großhandel).

Auch ein nachhaltiges Anlagegespräch beginnt erst einmal ganz konventionell. Markus Schmidt, Vermögensberater bei der Umweltbank, und Carsten Schmitz, Leiter der Münchner GLS-Filiale, fragen zuerst meine Vorstellungen ab. Markus Schmidt benutzt dazu das „magische Dreieck der Anlageberatung: Rendite, Sicherheit, Liquidität“. In Frageform: Wie wichtig ist mir die Rendite? Wie sicher soll die Anlage sein? Wie schnell brauche ich das Geld wieder?

„10 000 kurzfristig, 20 000 langfris-tig angelegt auf 10 bis 20 Jahre, wobei Sicherheit vor Rendite gehen soll“, lautet meine Antwort. Für das kurzfristig anzulegende Geld haben beide Banken ähnliche Angebote: Festgeld, das täglich abgerufen werden kann, Sparbuch mit dreimonatiger oder jährlicher Kündigungsfrist, Sparbriefe mit Laufzeiten über mehrere Jahre. Nichts anderes eigentlich als meine Sparkasse auch – wo ist da der Unterschied? „Das wesentliche Geschäft einer Bank ist es, die Einlagen ihrer Kunden als Kredite zu vergeben“, erläutert Markus Schmidt. „Was wir als Spareinlagen einnehmen, fließt eins zu eins wieder in ökologische Kredite.“

Banken können auch anders

Elf der weltweit führenden nachhaltigen Banken haben sich zur „Global Alliance for Banking on Values“ zusammengeschlossen. Das Bündnis soll künftig in Form einer Stiftung arbeiten und Vorschläge für einen global nachhaltigeren Finanzmarkt erarbeiten. Die elf Banken wollen zudem in den kommenden drei Jahren gemeinsam zwei Milliarden Euro Kredite weltweit an nachhaltige Projekte vergeben. www.gabv.org

Schwerpunkte der Banken

Bei der Umweltbank bilden dabei Investitionen in regenerative Energien und die Baufinanzierung von Öko-Häusern den Schwerpunkt. Die GLS Bank leiht auch viel Geld an freie Schulen und Kindergärten, Gesundheits- und Kulturprojekte, Behinderteneinrichtungen und die Bio-Branche aus. Dort können die Kunden auch bestimmen, in welchen Bereich der mit ihrer Spareinlage finanzierte Kredit fließen soll. „Etwa ein Drittel der Kunden macht davon Gebrauch“, sagt Carsten Schmitz. Alle neu vergebenen Kredite lis-tet die GLS Bank in ihrer Zeitschrift „Bankspiegel“ auf. „Wir legen sehr viel Wert auf Transparenz. Die Kunden sollen wissen, was mit ihrem Geld geschieht.“ Genau das weiß ich nicht, wenn ich mein Erspartes einer herkömmlichen Bank anvertraue.

Bankschalter und Bergpredigt

Es gibt einige kirchliche Banken. Sie bemühen sich, Nächstenliebe und Bergpredigt in den Bankenalltag einfließen zu lassen. Dazu gehören: Steyler-Bank, PAX-Bank, Bank für Orden und Mission, Liga-Bank, Evangelische Kreditgenossenschaft EKK, KD-Bank.

Schlanke Verwaltung spart Kosten

Marktübliche Zinsen bekomme ich trotzdem, bei der Umweltbank etwas mehr als bei der GLS Bank. Markus Schmidt erklärt das damit, dass die Umweltbank als Direktbank mit einer sehr schlanken Verwaltung arbeitet und diese Kostenersparnis weitergeben kann. Sie versteht sich als ökologische Ergänzung zur Hausbank, während die GLS Bank sich zunehmend als Alternative zur Hausbank etabliert, mit Girokonto und Geldkarte. „Es sind vor allem Privatanleger, die von den großen Geschäftsbanken mit allen Konten zu uns kommen, weil sie ein Zeichen setzen wollen“, berichtet Carsten Schmitz. Sogar mit einem Sparbuch lässt sich also die Welt ein Stück verändern, denke ich mir und frage nach den langfristigen Geldanlagen. Bei beiden Terminen folgen daraufhin Risikobetrachtungen, die Markus Schmidt so auf den Punkt bringt: „Wenn man eine höhere Rendite will, bedeutet das immer ein erhöhtes Risiko. Das ist etwas, was bei Beratern und Anlegern in den letzten Jahren immer mehr aus dem Blick geriet.“ Für meine 20 000 Euro Altersvorsorge könnte ich auf Nummer sicher gehen und sie auf zehn Jahre als Sparbrief anlegen, für 3,5 oder 3,75 Prozent Zinsen. Da bekäme dann, wie bei der kurzfris-tigen Anlage, ein Bio-Laden oder ein Öko-Häuslebauer einen Kredit dafür.

Wäre ich etwas risikobereiter, könnte ich in einen Wind- oder Solarpark inves-tieren. Das geschieht in der Form von sogenannten Genussrechten oder -scheinen. Werden solche Anteilsscheine neu ausgegeben, fließt das Geld direkt in die Anlage. Sie wird im Durchschnitt mit fünf bis knapp sieben Prozent verzinst und am Ende der Laufzeit von meist sieben bis zwölf Jahren an den Besitzer des Genussscheins zurückgezahlt. Der Besitzer kann wechseln, denn die Anteile sind handelbar. Man kann sie also verkaufen, wenn man das festgelegte Geld schnell braucht.

Allerdings zählen Genussscheine zum Eigenkapital. Geht ein Unternehmen pleite, ist das angelegte Geld weg. Das unternehmerische Risiko ist bei bestehenden Solar- und Windparks nicht so groß, weil der erzeugte Strom zu festen Sätzen vergütet wird. Größer ist das Risiko bei neuen Projekten, falls die Stromertragsprognosen nicht stimmen, die Genehmigung Schwierigkeiten macht oder die technische Umsetzung, etwa bei Offshore-Windparks, problematisch ist. Die Umweltbank ordnet die meisten der von ihr vertriebenen Genussscheine der Risikoklasse 3 (auf einer Skala von 0 bis 5) zu. Auch in die Bank selbst kann man übrigens über Genussscheine investieren.

Riskanter als Genussscheine sind Aktien. Rund 40 deutschsprachige Firmen, vor allem aus der Erneuerbare-Energien-Branche, sind Aktiengesellschaften und an der Börse notiert. Mit Solaraktien konnte man von 2003 bis 2007 satte Gewinne einfahren. Die Aktien der Solarworld AG etwa verzehnfachten ihren Wert, stürzten im Zuge des Börsencrashs aber ebenso ab wie alle anderen konventionellen und Umwelt-Aktien.

Verkaufswelle ausgelöst

„Ein solcher Abwärtstrend an der Börse, wie er durch die Finanzkrise in 2007 und 2008 entstanden ist, löst eine Verkaufswelle aus, weil Händler und Banken Aktien abstoßen, um Risiken abzubauen, und Verluste begrenzen wollen“, erklärt Markus Schmidt. „Gegen diesen Automatismus kann sich keine Aktie stemmen.“ Ebenso erging es 2008 Öko-Fonds, die auf Aktien basierten. „Konservative Anleger sollten höchstens 10 bis 15 Prozent in Aktien oder Aktienfonds investieren. Risikofreudigere Anleger können den Anteil auf bis zu ein Drittel erhöhen“, beschreibt Markus Schmidt die Faustregel. Umweltaktien zählen zur Kernkompetenz der Umweltbank. Sie hat für den deutschen Aktienmarkt den UmweltBank-Aktienindex (UBAI) entwickelt und berichtet wöchentlich über die Börsenentwicklung.

Die Stärke der GLS Bank im Beteiligungsbereich sind Fonds, die Geld für innovative und sinnvolle Projekte einsammeln. 1991 war das der erste Windpark, heute will die Bank in anderen Bereichen Impulse setzen. Als ein Beispiel dafür stellt Carsten Schmitz mir den ResponsAbility Mikrofinanzfonds vor, den die GLS Bank ihren Kunden anbietet. Die Einlagen in diesen Fonds werden über Mikrofinanzinstitute in Entwicklungsländern als Minikredite an Menschen ausgereicht, die sich eine selbstständige wirtschaftliche Existenz aufbauen wollen. Hier würde mein Geld also Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Die angepeilte Rendite liegt bei drei bis vier Prozent. Der Wert des Fonds legte sogar im Krisenjahr 2008 um fast sechs Prozent zu. Kreditausfälle gab es kaum. „Eine Kleinbäuerin in Brasilien zahlt ihre 200 Dollar Darlehen zurück, unabhängig davon, ob Lehmann Brothers oder General Motors pleitegehen“, erklärt Carsten Schmitz dieses Phänomen. Bereits 2004 hatte die GLS Bank einen Mikrofinanzfonds aufgelegt, der Kredite an Kleinstunternehmen in Deutschland vergibt. Er soll 2010 erweitert werden. In diesem Jahr sollen auch zwei andere neuartige Fonds an den Start gehen. Der Bio-Bodenfonds sammelt Geld ein, um ökologisch bewirtschaftete Äcker in Brandenburg zu sichern. Dort will der Staat Flächen privatisieren, die er bisher an Bio-Bauern verpachtet hatte. Diese befürchten, dass gierige Spekulanten das Land in Besitz nehmen könnten. Stattdessen soll der Fonds nun die Flächen kaufen und langfristig verpachten.

Als zweiten neuartigen Fonds hat die GLS Bank zusammen mit einem großen kirchlichen Partner zum Jahreswechsel einen Investmentfonds mit entwicklungspolitischem Hintergrund aufgelegt. Das Geld fließt zu 70 Prozent in festverzinsliche Papiere, insbesondere in Staatsanleihen von vorbildlichen Entwicklungsländern. 30 Prozent werden in Aktien vorbildlicher Unternehmen und in Mikrokredite investiert.

Statt ins Sparschwein, in den Wald

Holz wächst nach, bindet CO2 und gilt deshalb als nachhaltig. Entsprechend gewachsen ist in Zwischenzeit die Zahl der Möglichkeiten, in Holz zu investieren.

27 verschiedene Holzinvestments hat die Zeitschrift Ökotest letzten Dezember unter die Lupe genommen. Von Direktbeteiligungen an Plantagen über Investmentfonds und Zertifikate bis hin zu Aktien einzelner Firmen.

Meist handelt es sich um Aufforstungen und es dauert 15 bis 25 Jahre, bevor die ersten Holzernten eingefahren und Dividenden ausgeschüttet werden. In dieser Zeit kann viel schiefgehen: Naturkatastrophen, schlechtes Forstmanagement, mangelnde Liquidität und Konkurs. Holzinvestments zählen daher zu den besonders riskanten Geldanlagen. Auch den ökosozialen Nutzen muss man überprüfen: Werden Monokulturen aufgeforstet oder angepasste Mischwälder? Wie wird die einheimische Bevölkerung eingebunden?

Der bioverlag, der Schrot&Korn herausgibt, hat sich, um seine aufgelaufenen „Klimaschulden“ abzuzahlen, an einem Aufforstungsprojekt beteiligt. Der Verlag ist mit einer Beteiligung von 95 000 Euro bei Bauminvest dabei. Die Firma pflanzt in Costa Rica auf 450 Hektar einen Mischwald aus schnell wachsenden Baumarten und Edelhölzern wie Teak und Mahagoni an. Zwischen und unter den Bäumen sollen Bauern Ingwer, Kakao oder Vanille ökologisch anbauen können (www.bauminvest.de).

„Die Nachhaltigkeit des Projekts überzeugt rundum“, schrieben die Grüne-Geld-Profis von www.ecoreporter.de in ihrem Anlage-Check. Zwar soll der größte Teil des Ertrags erst 2029 eingefahren werden, doch „Konzept und Sorgfalt des Anbieters sprechen dafür, dass dies mit einer dunkelgrünen Rendite belohnt wird“. Auch Privatleute können mitmachen; die Mindestbeteiligung beträgt 5 000 Euro.

Prächtige Entwicklung

Das klingt interessanter als die klassischen Öko-Fonds, die Umweltbank und GLS Bank ebenfalls im Angebot haben. Dieses Segment der grünen Geldanlagen hat sich in den letzten Jahren prächtig entwickelt. Fast jede Bank hat inzwischen Nachhaltigkeits-Fonds im Programm. Ende September 2009 waren in Deutschland, Österreich und der Schweiz insgesamt 306 nachhaltige Publikumsfonds zum Vertrieb zugelassen, hat das Sustainable Business Institute gezählt. Sie verfügten zusammen über Einlagen in Höhe von rund 29 Milliarden Euro. Doch von den Ansprüchen her sind die meis-ten dieser Fonds „öko light“ (siehe Kas-ten). Nur wenige genügen den strengen Kriterien, die Umweltbank und GLS Bank anlegen. Bei beiden Banken vertreten ist der Fonds Öko-Vision, der als strengster ethisch-ökologischer deutschsprachiger Aktienfonds gilt. Beide bieten auch den Aktienfonds Sarasin Oekosar Equity an. Er wird von der Schweizer Privatbank Sarasin herausgegeben.

Ein ökologisch anspruchsvoller Aktienfonds ist auch der Greeneffects der Krankenkasse Securvita. Er investiert nur in Aktien, die im Natur-Aktien-Index (NAI) gelistet sind. Wer langfristig in einen Fonds einzahlen will, um seine Rente aufzubessern, sollte eher auf gemischte Fonds setzen, die in Aktien und festverzinsliche Wertpapiere investieren, oder auf reine Rentenfonds mit festverzinslichen Anlagen. Die bieten zwar weniger Rendite, sind aber sicherer. Auch hier gibt es von Öko-Vision oder Sarasin Entsprechendes. Die Fonds zeigen, dass sich das Investment in öko-sozial vorbildliche Firmen rentiert. Das hat auch eine Studie des Zentrum für Europäische Wirtschaftsförderung bestätigt. Dort steht unterm Strich: „Bemerkenswert ist, dass die Performance umso besser wird, je stärker die Nachhaltigkeitskriterien bei der Aktienauswahl und der Portfoliozusammenstellung berücksichtigt werden.“ Das Wortspiel mit der doppelten Dividende – für Geldbeutel und Gewissen – stimmt also.

Gespickt mit Informationen und Unterlagen sitze ich nach den Beratungsgesprächen zu Hause am Schreibtisch – und darf nicht investieren. Denn die 30 000 Euro waren leider nur redaktionelles Recherche-Kapital, kein reales Geld. Meine Lieblingstante heißt nicht Elfriede und erfreut sich hoffentlich noch lange bester Gesundheit. Die gesammelten Informationen jedoch sind real, ersetzen allerdings keinen Fondsprospekt und auch kein Beratungsgespräch. Für dieses noch ein Hinweis: Fragen Sie den Anlageberater Ihrer Bank doch mal, welche Ziele ihm sein Chef gesetzt hat und was er an Provisionen oder Belohnungen für die getätigten Abschlüsse bekommt.

Vorsicht, öko light!

Bei der Deutschen Bank kann man nachhaltig investieren. Deren Fonds-Tochter DWS hat mit ihrem Aktienfonds DWS Klimawandel über 300 Millionen Euro eingesammelt.

Wer voll guten Öko-Glaubens in diesen Fonds einzahlte, ist auch Miteigentümer von Yara, dem größten Kunstdüngerhersteller der Welt, oder von Covanta, dem größten Müllverbrenner der USA. Das Beispiel ist nur eines von vielen und zeigt, dass man sich sogenannte Nachhaltigkeitsfonds genau anschauen muss. Jeder seriöse Fonds hat im Internet seine Jahresberichte mit dem gesamten Aktienbestand veröffentlicht. Entscheidend sind die Auswahlkriterien:

Themenfonds

Sie investieren in Wasser, Umwelttechnik oder erneuerbare Energien. Wie nachhaltig die Unternehmen darüber hinaus wirtschaften, wird oft nicht beachtet. So findet sich der größte Gensoja-Händler der Welt, Archer Daniels Midland, in drei Neue-Energie-Fonds. Hauptsache Pflanzenöl.

Best-in-Class-Fonds

Rating-Agenturen wählen aus jedem Wirtschaftssektor die Konzerne aus, die am nachhaltigsten wirtschaften. Als „Klassenbeste“ gelangen aber auch die Atomkonzerne Eon und RWE in den Nachhaltigkeitsindex DJSI und damit in alle Fonds, die sich daran ausrichten.

Die Chemiekonzerne Bayer und BASF finden sich zusätzlich noch im Index FTSE4GOOD, zusammen mit Porsche und BMW.

Best-of-Class-Fonds

Sie arbeiten ebenso mit Klassenbesten, schließen aber bestimmte Branchen als ethisch und ökologisch bedenklich aus. Auch das genügt vielen Anlegern nicht.

Ausschlusskriterien: Wertpapiere von Branchen, Unternehmen oder Staaten, die bestimmte soziale, ökologische und ethische Kriterien nicht erfüllen, bleiben außen vor.

Positivkriterien: Aufgenommen werden Unternehmen, die sich etwa bei Aufforstungen oder Wohnprojekten vorbildlich engagieren. Die Fonds der Wahl verwenden mehrere Ansätze parallel, um eine optimale Auswahl zu treffen.


Leo Frühschütz

Der Autor wartet weiter auf das große Geld und hat derweil bei einer der vorgestellten Banken ein Sparbuch eingerichtet

Geldwerte Infos

Tipps von ihr
Ökologie&LandbauUpgang, Mechthild: Gewinn mit Sinn. Wie Sie Ihr Geld sicher anlegen – mit gutem Gewissen.
Oekom Verlag, 2009,
288 Seiten, 18,90 Euro

Tipps von ihm
Ökologie&LandbauRotthaus, Stephan: Erfolgreichinvestieren in grüne Geldanlagen. Ökologisch – ethisch – nachhaltig. Campus Verlag,
207 Seiten, 24,90 Euro

www.ecoreporter.de
Der Online-Informationsdienst für nachhaltige Geldanlagen; zum Teil kostenpflichtig

www.nachhaltigesinvestment.de
Überblick über Fonds, Aktien und Anbieter

www.utopia.de/ratgeber/gruen-vorsorgen-der-utopia-investmentguide
Anleitung für Geldanleger

www.greenvalue.de
Informationsportal für Umwelt- und Erneuerbare Energie Beteiligungen

www.visumoffice.ch/greenmoney
Ein elektronischer Crash-Kurs für nachhaltige Geldanlagen

www.cric-online.org/download/CRIC_Leitfaden.pdf
Leitfaden für ethisch orientierte Investoren

www.crunchthecardgame.com
Kartenspiel zur Finanzkrise – very british

www.glocalist.com
Zeitung für Wirtschaftsethik und soziale Verantwortung

www.gruenesgeld.at
Unabhängiges Info-Portal für Österreich

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kathabeck
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