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Winterreisen

Urlaub im Schnee? Na klar! Aber nicht in so einen mitteldeutschen Wischi-Waschi-Winter, sondern dort, wo’s vor Kälte wirklich knirscht und knackt. Das wünschen sich sechs Schrot&Korn-Mitarbeiter und haben ihre Traumreise geplant. // Ralf Bürglin, Ursula Quass, Fotos Mitarbeiter: Micky Wiesner

Copyright: Bergfühlung John Norris

Das ist wirklich nicht viel. Gerade mal fünf Prozent gaben an, in den kommenden zwölf Monaten einen Ski- oder Wintersporturlaub zu planen. Das steht zumindest so in der „Typologie der Wünsche 2009“, einer Studie des Burda Community Network unter 10 233 Befragten über 14 Jahren. Im Vergleich zum Sommer haben die Leute anscheinend keine Lust zu verreisen. Verstehen wir gar nicht.

Wir sind: fünf Frauen, ein Mann. Und alle Mitarbeiter bei Schrot&Korn. Wir verschmähen weder legere Tage an einem Sommerstrand noch ein Dschungel-Camp. Aber für Urlaub im Winter können wir uns eben auch begeistern – trotz der Meldungen zu Umweltschäden in den Alpen und generell schlechter Prognosen für den Wintersport. Vielleicht, weil uns die Anbieter alternativer Reisen regelmäßig ihre Angebote ins Verlagshaus schicken und wir so die Alternativen kennengelernt haben (dazu gleich mehr). Aber stellen wir uns zunächst den Fakten:

In den kommenden Jahrzehnten wird die Hälfte aller Skiorte in den Alpen ihre Schneesicherheit verlieren, prognostizieren Wirtschaftsgeografen der Universität Zürich. Aus einer Studie des UN-Umweltprogramms UNEP geht hervor: Nur Skigebiete, die höher als 1 800 Meter liegen, werden zukünftig schneesicher sein. Skifahren in Kitzbühel wäre dann passé, im Schwarzwald sowieso. Und schon jetzt wächst der Druck auf die Anbieter klassischer winterlicher Vergnügen. Trotz Trendsportarten wie Snowboarding und Carving stagniert die Zahl der Skitouristen seit Mitte der 1980er-Jahre. Um wenigstens diese Jahr für Jahr aufs Neue in die Berge zu locken, werden immer raffiniertere Anlagen gebaut. Die aber sind derart teuer, dass kein Risiko in Sachen Schnee eingegangen werden kann. Also wird künstlich beschneit, was die Kanonen hergeben.

Und viele Skifahrer, die Skifahrer bleiben wollen, halten es mit der Permafrostgrenze: Sie weichen nach oben aus. Laut Umfragen würde fast die Hälfte der Skigäste den angestammten Urlaubsort wechseln, wenn dieser keine Schneesicherheit mehr bieten könnte. Andere fragen: Darf man überhaupt noch zum Wintersport in die Berge fahren? „Natürlich darf man das“, ist Tobias Luthe, ehemaliger Umweltreferent beim Deutschen Ski Verband, überzeugt. Weil sich was bewege. Umweltprobleme könne sich heute doch keiner mehr leisten.

Natur als wichtigstes Kapital

„Die Tourismus-Orte wissen, dass eine intakte Umwelt ihr Kapital darstellt. Wenn sie leidet, dann geht es auch mit dem Wintersport bergab“, so Luthe. Und deshalb tut sich was: Unterkünfte werden auf Nachhaltigkeit geprüft, die Schneekanonen verbessert. Und andererseits: Es gibt Alternativen zu den Ferien, die nur auf die Bretter ausgerichtet sind – in den Alpen und auch andernorts. Davon haben sich die fünf Schrot&Korn-Mitarbeiterinnen überzeugen lassen. – Nur den Mitarbeiter können weder Wölfe noch Wellness vom Skifahren abbringen. Immerhin hat er ein interessantes Angebot entdeckt.

Bonus für entspannte Anreise

Alpine Pearls LogoJe kürzer die Anreise, desto besser ist die Umwelt geschont und man selbst entspannt. Mit der Wahl des Verkehrsmittels lässt sich vor allem das Klima schonen. Etwa drei Viertel des in den Alpen produzierten CO2 entsteht durch die An- und Abreise der Touristen im Privat-Pkw. In Orten, die dem Alpine-Pearls-Verbund angeschlossen sind, fahren Gäste, die umweltfreundlich anreisen oder bei der Ankunft den Autoschlüssel abgeben, gratis oder vergünstigt mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) – romantisch in der Pferdekutsche oder lautlos im Elektromobil.

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