Anzeige

Anzeige

Öko-Eier: weniger Keime

Hennen und Eier aus ökologischer Haltung haben weniger antibiotika-resistente Keime als solche aus konventionellen Betrieben. Das haben Tierärzte der Technischen Universität München bestätigt.

Die Forscher nahmen in jeweils zehn Betrieben mit ökologischer und konventioneller Landwirtschaft mehr als ein Jahr lang insgesamt 400 Bakterienabstriche von Hühnern und sammelten zusätzlich 400 Eier ein. Daraus isolierten die Wissenschaftler Bakterienstämme und brachten diese mit mehr als 30 verschiedenen Antibiotika zusammen, die in der Hühnerzucht, aber auch als Medikamente für Menschen eingesetzt werden. Das Ergebnis: Die „Biobakterien“ waren gegenüber den getesteten Antibiotika signifikant weniger resistent. Grund des guten Ergebnisses: Biohühner dürfen nur im Notfall mit herkömmlichen Arzneimitteln wie Antibiotika behandelt werden. „Die ökologische Tierhaltung leistet also nicht nur einen Beitrag zum Tierschutz, sondern trägt dazu bei, dass auch künftig Antibiotika wirksam sind“, sagte der Leiter der Studie, Professor Bauer. Denn je mehr resistente Keime wir in uns tragen, desto gefährlicher wird es im Krankheitsfall, weil dann Antibiotika wirkungslos sind.

Erschienen in Ausgabe 08/2009
Rubrik: Leben&Umwelt

Kommentare

Kommentar­bild via Gravatar

incl. 'http://'