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Gift-Cocktail in Kinderspielzeug

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat vor Schadstoffen in Kinderspielzeug gewarnt - etwa vor Blei in Spielzeugautos oder Weichmachern in Puppen.

Die geltenden Vorschriften, wie das bisherige Chemikaliengesetz, böten keinen ausreichenden Schutz. Der BUND kritisierte auch die erst kürzlich verabschiedete europäische Spielzeugrichtlinie als mangelhaft. Die dort festgelegten Grenzwerte reichten für den Gesundheitsschutz von Kindern nicht aus und würden weder für inländische Produkte noch für Importe hinreichend kontrolliert.

Bereits jetzt gebe es für alle in Spielzeug gefundenen Schadstoffe ungefährlichere Alternativen. Ein verpflichtender Austausch schädlicher gegen unschädliche Stoffe könne durch eine konsequente Umsetzung der neuen europäischen Chemikalienverordnung REACH erreicht werden.

Verbrauchern empfiehlt der BUND, weniger, aber dafür qualitativ hochwertigeres Spielzeug zu kaufen und zum Beispiel auf TÜV-Prüfsiegel zu achten. Das vorgeschriebene CE-Zeichen besage nicht viel, da die Hersteller es - ungeprüft - an sich selbst vergeben. Nach Ansicht des BUND müssten Hersteller von Kinderartikeln eine gesundheitlich unbedenkliche Qualität sicherstellen und durch geeignete Prüfsiegel erkennbar machen. ml

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