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Zufriedene Biokunden

Kein Discounter, kein Supermarkt mehr ohne Bioartikel. Dennoch - oder gerade deshalb? - werden Bioläden bei ihren Kunden immer beliebter. Besonders geschätzt: Das Personal. // Manfred Loosen

Bester Bio-Laden 2008 LogoZum sechsten Mal hat Schrot&Korn seine Leserinnen und Leser aufgefordert: „Bewerten Sie Ihren Bioladen! Sagen Sie, was Ihnen gefällt, aber auch, was verbessert werden könnte.“ Fast 36000 Kunden haben mitgemacht und die Läden sowohl gesamt als auch bei Sortiment, Sauberkeit, Preis-Leistungs-Verhältnis, Beratung, Personal und Frische beurteilt. Und die meisten Teilnehmer (82,4 Prozent) haben nicht nur Noten vergeben, sondern auch Lob und Kritik geäußert.

Der Fairness halber gibt es bei dieser Aktion vier Ladenkategorien: Kleine Bioläden bis 100 Quadratmeter Fläche, mittelgroße (Fach-)Geschäfte, Bio-Supermärkte und Hofläden. Fast 2300 Läden in ganz Deutschland sind beurteilt worden. Fazit der „Leserwahl“: Bioladenkunden sind mit ihren Geschäften hochzufrieden. Die Gesamt(„schul“)note hat sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verbessert: von 1,39 im vergangenen auf 1,35 in diesem Jahr.

Am besten wurden wieder die Hofläden beurteilt (1,23). Im Vergleich zum Vorjahr am stärksten verbessert haben sich die mittelgroßen Fachgeschäfte (100 bis 300 Quadratmeter): von 1,44 auf 1,36. Freundlichkeit des Personals und Sauberkeit (beides mit Note 1,3 beurteilt) schätzen die Kundinnen und Kunden wie im Vorjahr besonders. Sie dokumentieren mit dieser Bewertung, dass sie sich im Naturkosthandel gut aufgehoben und wohlfühlen.

Erfolgreiche Läden, erfolgreiche Leser

Die besten 184 Läden erhalten eine Urkunde. Die Siegerläden jeder Kategorie werden in diesem Heft in einem kleinen Porträt vorgestellt (siehe oben und auf den Folgeseiten). Und auch die Gewinner unter den Lesern von Schrot&Korn stehen jetzt fest. Sie erhalten ihre Gewinnbenachrichtigungen mit der Post.

Mehr als vier Fünftel der Einsender haben sich auch die Mühe gemacht, noch etwas zu ihren Bioläden zu schreiben. Diese Bemerkungen gehen von sehr persönlichem Lob („Die Atmosphäre im Laden: Sobald ich über die Schwelle trete, bin ich bezaubert von den hinreißenden MitarbeiterInnen …“) über das Hervorheben der Fachkompetenz („… es bleiben keine Fragen offen. Der geistreiche, spritzige Newsletter ist immer eine Erfrischung und bringt mich zum Schmunzeln“) bis hin zu Dingen, die mit dem Naturkosthandel direkt eigentlich gar nichts zu tun haben („kein gewöhnlicher Bioladen: Hier wird aktive Nachbarschaftshilfe geleistet, es werden sogar Fußball-Tipps entgegengenommen …“)..

Neben Lob auch Verbesserungsvorschläge

Aber viele Kunden geben auch Tipps, was am Laden noch verbessert werden könnte. Die einen stört der knurrende Dackel, der frei im Hof herumläuft, andere empfehlen, dass bei langen Schlangen schneller eine zweite Kasse aufgemacht wird, wieder andere wünschen sich Mitarbeiter („Julia“, „Klaus“) zurück, die den Laden verlassen haben … Einige Leser ärgern sich auch über Personal, das vor der Tür raucht, obwohl im Laden Kunden warten. Andere merken an, dass es einfach keinen guten Eindruck mache, wenn die Kippen vor dem Laden auf dem Bürgersteig ausgetreten und liegen gelassen würden … Auch wenn es natürlich für den Laden erst einmal nicht angenehm ist, so den Spiegel vorgehalten zu bekommen: Grundsätzlich schätzen die Läden solche Rückmeldungen, weil sie ihnen helfen, Schwächen abzubauen oder gar abzustellen. Und das viel häufigere Lob zeigt, wo die Stärken liegen, die ausgebaut werden können.

Online-Benotung nimmt zu

Bei der aktuellen Abstimmung über die besten Bioläden des Jahres 2008 haben etwa 500 Menschen weniger mitgemacht als im Jahr zuvor. Das liegt vor allem daran, dass der Aktionszeitraum, in dem Karten eingeschickt und Benotungen im Internet abgegeben werden konnten, im Vergleich zu den letzten Jahren um eineinhalb Wochen - und damit um zwei Wochenenden - kürzer war. Diesen Fehler werden wir nicht noch einmal machen. Hätten die Kunden die zehn Tage noch zum Abstimmen zur Verfügung gehabt, wäre die Zahl der Einsendungen sicher deutlich größer gewesen als im Vorjahr. Auffällig ist, dass die Internetbewertungen zugenommen haben: 17,3 Prozent beteiligten sich online. Das erleichtert die Aktion - und erschwert Mogeleien.

So haben Sie geurteilt!

 

2008

2007

2006

Beteiligte Leser

35700

36200

38900

Bioläden (bis 100 m2)

Gesamteindruck

1,32

1,37

1,42

Sortiment

1,64

1,65

1,69

Frische

1,39

1,44

1,44

Sauberkeit

1,25

1,27

1,31

Beratung

1,24

1,28

1,32

Personal

1,13

1,18

1,18

Preis/Leistung

1,67

1,71

1,79

Naturkost-Fachgeschäfte (100 bis 300 m2)

Gesamteindruck

1,36

1,44

1,46

Sortiment

1,56

1,63

1,62

Frische

1,45

1,54

1,56

Sauberkeit

1,37

1,32

1,34

Beratung

1,45

1,48

1,50

Personal

1,23

1,31

1,32

Preis/Leistung

1,79

1,90

1,94

Biosupermärkte (über 300 m2)

Gesamteindruck

1,41

1,46

1,51

Sortiment

1,51

1,52

1,53

Frische

1,55

1,57

1,64

Sauberkeit

1,32

1,35

1,37

Beratung

1,65

1,75

1,79

Personal

1,40

1,47

1,50

Preis/Leistung

1,95

1,99

2,04

Biohofläden

Gesamteindruck

1,23

1,30

1,34

Sortiment

1,52

1,60

1,65

Frische

1,25

1,28

1,32

Sauberkeit

1,22

1,26

1,31

Beratung

1,28

1,34

1,36

Personal

1,25

1,15

1,19

Preis/Leistung

1,67

1,72

1,76

Diese Leserinnen haben gewonnen

1. Preis (Urlaub)

C. Seiler, Neustadt

2. Preis (Kettwiesel- Trike)

M. Rudolf, Stockach

3.. Preis (Öko- Lavamat)

S. Adler, Mannheim

4.-99. Preis (Bio- Tee mit Tasse)

C. Baumann, München; H. Irslinger, Villingen; V. Wölfel, Frankfurt; J. Winnefeld, Detmold; K. Gurowski, Starnberg; M. Serena, Berlin; I. Funke, Berlin; R. Lohbreier, Warendorf; H. Wieland, Neukirchen-Vluyn; U. Lenz, Langen; E. Wenzel, Backnang; R. Koch, Schopfloch; C. Rutz, Tübingen; A. Schwitzer, Lünen; K. Weiss, Düsseldorf; J. Kessler, Großkarolinenfeld; K. Meisberger, Geislingen; R. Luschtinetz, Gießen; S. Noelle, Stuttgart; S. Jaster, Osterby; G. Geschefsky, Castrop- Rauxel; C. Moog, Mainz; A. Schröder, Hamburg; A. Meinerts, Rodewald; H. Bähr, Reinbeck; R. Gäthje, Kuden; S. Mutsch, Wiesbaden; M. Thonemann, Warburg; U. Josupeit, Löhne; S. Addicks, Selm/ Cappenberg; H. Winkel, Krefeld; H. Otte, Wiefelstede; J. Wallmersperger, Stuttgart; C. Ade, Horb- Talheim; G. Rupp, Bergatreute; D. Indorf, Twistetal- Berndorf; S. Wollscheid, Gutweiler; I. Weller- Link, Altenkirchen; A. Stegmann, Bullay; S. Mackrodt, Freiburg; B. kache, Velbert; S. Funke, Heusenstamm; B. Langner, Recklinghausen; G. Libbert, Waldbronn; D. Becht, Hofheim; K. Gaul, Recklinghausen; M. Speckamp, Königswinter; A. Gutzeit, Hamburg; . Söcklin, Gilching; M. Lorenz, Unterföhring; E. Rojek- Biermann, Halberstadt; A. Schäfer, Gießen; K. Effenberger, Markt Schwaben; A. Fusetti, Heilbronn; B. Wildermuth, Marbach; M. Brübach, Hess. Lichtenau; I. Link, Geisenfeld/ Zell; R. Wecker, Hechenwang; S. Schenk, Reichenau; G. Braun, Gilching; T. Spranger, Berlin; B. Thiele, Forchheim; C. Kufferrath, Homberg Efze; R. Müller, Waldeck; M. Biendl, Weidenbach; E. Hübner, Polch; S. Wübbenhorst, Aachen; G. Ostermann, Werl; S. van Loon, Bissingen; Y. Schäufle, Ingelheim; S. Lichtenberg, Bad Neuenahr; R. Ascher, Hünfeld; S. Scheuble, Tübingen; B. Ehses, Witten; A. Rempt, Ballrechten; T. Langhans, Lübeck; R. Daun, Solingen; G. Freundorfer, Planegg; B. Lehmann, Bielefeld; W. Schunder, Friedrichsdorf; K. Lambio, Welver- Borgelen; S. Schmidt, Berlin; A. Klima, Wittlich; J. Möhler, Tübingen; B. Elbert, Augsburg; I. van der Meer, Gelsenkirchen; J. Virkus, Neubrandenburg; K. Hartl, Schönberg; M. Spieles, Mainz; W. Perst, Rudersberg; S. Ross, Berlin; S. Tschritter, Berlin; U. Ganser, Leichlingen; O. Schwarz, Köln; A. Seitz, Untermünkheim; P. Andreanidis, München

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