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Zu grün, um wahr zu sein

Firmen haben fair-gepolte Verbraucher im Visier. Beim Versuch, diese Kundengruppe zu erreichen, werden mitunter kuriose Wege eingeschlagen.

Discounter wie Aldi oder Lidl führen Bio- oder Fairtrade-Waaren, Bekleidungsunternehmen wie H&M oder C&A haben Mode aus Biobaumwolle ins Angebot aufgenommen. Industriell hergestellte Lebensmittel erwecken durch ihr Verpackungsdesign mit idyllischen Landszenen den Eindruck, als habe der Bauer aus der Nachbarschaft seine Ernte persönlich in den Supermarkt gekarrt.

Und die Anzeigenkampagnen mancher Automobilhersteller oder Energieversorger scheinen nahezulegen, dass Auto fahren oder Strom verbrauchen ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz wäre. Für das vorgebliche Ergrünen haben Umweltschützer den Begriff „Greenwashing“ geprägt. Die Skala reicht von der kleinen ökosozialen Produktpalette im Gesamtprogramm über gnadenlose Werbeübertreibungen bis hin zur glatten Lüge.

Versprechungen misstrauen

Das hat teils unfreiwillig komische Qualitäten (eine unter anderem von General Motors unterstützte Anti-Klimaschutz-Kampagne führte den Slogan „Sie nennen es CO2, wir nennen es Leben“), trägt aber auch zur Verwirrung der Verbraucher bei. Ihr Misstrauen gegenüber grünen Versprechungen kann sich so auch auf Produkte auswirken, die tatsächlich utopia.de Urkundeökologisch und fair produziert werden.

Infos: Auf www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor veröffentlicht die Organisation besonders verlogene Greenwashing-Attacken.

Auf www.abgespeist.de können Verbraucher nachlesen, dass hinter gesund klingenden Produktnamen bei Lebensmitteln oft wahre Zucker- und Fettbomben stecken.

Die engagierte Community, die hinter www.utopia.de steckt, verleiht für „Greenwashing“ die „Grüne Tomate“.

Humorvoll-kritisch: So zeichnet utopia.de Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus.

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