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spezial: Warum einen Bio-Job?

Lieber eine Arbeit, die Sinn macht

Bio-Betriebe sind wie andere Unternehmen auch. Sie haben einen Chef und sie wollen Leistung sehen. Und doch ticken sie anders.

Lokführer, Ärztin, Fußballer, Model: Jeder hat seinen Traumjob. Meistens klappt das nicht so ganz und man ist froh, wenn der Arbeitsplatz die drei wichtigsten Kriterien erfüllt: Die Kohle muss stimmen, die Arbeit sollte Spaß machen und, irgendwie, auch einen Sinn haben.

Die Sinnfrage stellt sich gar nicht

Der liegt bei Öko-Landwirtschaft und Öko-Lebensmitteln auf der Hand. Der Anbau ohne Pestizide und Kunstdünger schont die Umwelt, die Tiere werden artgerecht gehalten, die Produkte schmecken auch ohne Zusatzstoffe. Kurz: „Bio“ macht die Welt besser.

Das mag naiv klingen, aber für viele Menschen war und ist es das wichtigste Motiv, „etwas mit Bio“ zu machen. Denn für die Qualität eines Arbeitsplatzes ist es enorm wichtig, dass man sich mit dem Produkt, für das man arbeitet, auch identifizieren kann. Bei vielen Menschen reift diese Überzeugung erst mit der Zeit und so ist die Zahl der Um- und Quereinsteiger in der Bio-Branche nach wie vor hoch.

Weil die Motivation für das Produkt „Bio“ mindestens so wichtig ist wie die Examensnote, sind viele Betriebe offen für solche Quereinsteiger. Denn auch die Karriere vieler „Bio-Chefs“ verlief nicht geradlinig.

Flache Hierarchien

Vermutlich liegt es daran und an den sozialen und ökologischen Idealen, die bei der Bio-Bewegung Pate standen, dass viele Bio-Betriebe auch heute noch ein wenig anders sind. Das kann sich in flachen Hierarchien zeigen oder in flexiblen Arbeitsbedingungen wie Heimarbeitsplätzen und familienfreundlichen Teilzeit-Regelungen. Zahlreiche Bio-Unter-nehmen sind dafür bei Wettbewerben schon ausgezeichnet worden. Bei einer Umfrage unter 300 Bioläden stellte sich heraus, dass 80 Prozent der Stellen Teilzeitarbeitsplätze waren. Ein Fünftel der Beschäftigten waren alleinerziehende Mütter. Für jede zehnte Angestellte war der Bioladen der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben nach der Erziehungszeit. Von den Betrieben verlangt das ein hohes Maß an Flexibilität, wenn zum Beispiel die Kinder einer Mitarbeiterin krank werden. Auch das gehört zum Geschäft.

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