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Leserwahl 2006 - Die Auswertung der Aktion

Freundlichkeit ist Trumpf

Knapp 39.000 Leser haben 2006 die Leistungen ihrer Naturkostläden benotet, etwas weniger als im Vorjahr. Diesmal aber haben sehr viel mehr Leser geschrieben, was genau sie gut finden und was verbessert werden sollte.

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Leserwahl 2005
Leserwahl 2004

bester NaturkostladenWaschkörbeweise gingen im Spätherbst 2006 die Stimmkarten der Leseraktion „Die besten Naturkostläden“ in der Redaktion ein. Bei der Erfassung gab es eine Überraschung: 31.068 Mal hatten Kundinnen und Kunden der Naturkostläden persönliche Anmerkungen auf die Stimmkarten geschrieben, mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Entsprechend der insgesamt guten Benotung der Läden gab es 29.834 Antworten auf die Frage „Was hat besonders gefallen?“ und 17.055 Antworten auf die Frage „Was könnte verbessert werden?“.

Das meiste Lob galt den Menschen, die in den Naturkostgeschäften als Verkäufer und Inhaber für ihre Kunden da sind. Vor allem die Freundlichkeit, aber auch Hilfsbereitschaft, Kompetenz, die persönliche Ansprache und Atmosphäre waren den Kunden zahlreiche Bemerkungen wert. Die meisten Verbesserungswünsche bezogen sich auf die Ladenlokale vor allem größer sollen sie sein. Aber auch die Öffnungszeiten und die Kassenabwicklung waren wichtige Themen: Mehr Kassen, schnellere Abwicklung und weniger Quengelware sind hier die Wünsche der Kunden.

Unverändert auf hohem Niveau

Die Durchschnittsnoten für die verschiedenen Ladentypen und -größen haben sich von 2005 auf 2006 kaum verändert. Spitzenreiter bleiben die kleinen Bioläden und die Hofläden. Offensichtlich spiegelt sich hier, was schon in den Bemerkungen zum Ausdruck kommt: Freundlichkeit und persönliche Atmosphäre werden von den Kunden sehr geschätzt. Punkten können „die Kleinen“ aber auch bei der Frische und der Beratung.

Mit wachsender Größe der Geschäfte fällt die Zufriedenheit der Kunden leicht ab. Das erscheint plausibel, denn je größer die Läden, desto weniger Personal steht im Verhältnis für die Kunden, aber auch für die Pflege der Frischware, zur Verfügung. Der geringere Personalkostenanteil der „Großen“ ermöglicht ihnen ja auch die attraktiveren Preise.

Gemessen an den Erwartungen der Kunden allerdings scheinen die Preise in den Bio-Supermärkten noch nicht attraktiv genug zu sein. Denn obwohl diese Geschäfte zweifellos das niedrigere Preisniveau bieten können, scheinen die Kunden gerade von ihnen auf diesem Gebiet noch mehr zu erwarten. Anders ist schwer zu erklären, warum ausgerechnet die preisgünstigste Ladenklasse in diesem Punkt weniger gut abschneidet als die teureren „Kleinen“.

Obwohl die großen Geschäfte in der Kundenzufriedenheit nicht ganz so gut abschneiden wie die kleineren, sind sie der Wachstumsmotor der Bio-Branche. Das korrespondiert mit den am meisten geäußerten Verbesserungswünschen: Mehr Fläche, größere Auswahl, längere Öffnungszeiten, bessere Parkmöglichkeiten, schnellere Abwicklung, niedrigere Preise – diese Anforderungen können Bio-Supermärkte besser erfüllen als kleine Fachgeschäfte.

Am schnellsten wuchsen 2006 die Bio-Supermärkte mit 11,8%, dicht gefolgt von den Hofläden mit 10,3%. Kleine Naturkostläden konnten immerhin noch Wachstum von 6,6% für sich verbuchen.

Die Mittelklasse zwischen 100 und 300 m2 bildet das Schlusslicht mit 4,2%. Das ist immer noch weit über dem Durchschnitt der deutschen Wirtschaft, aber vielleicht auch ein Hinweis darauf, dass ein klares Profil mehr zieht: Entweder klein, frisch, fein und persönlich oder groß, bequem und günstig. Übrigens liegen die mittleren Läden auch bei fast allen Leistungsnoten im Mittelfeld.

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