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Geflügelhaltung - CW Öko EI: Die BioHennen

Puten hören gerne Volksmusik

WDR 4 ist der Lieblingssender der Bio-Puten bei RoBert´s Bio-Geflügel. Die Musik von Heino, Udo Jürgens und Claudia Jung scheint sie zu beruhigen. Deswegen haben Roswitha und Berthold Franzsander, die Besitzer der Firma, die Musikberieselung vor ein paar Jahren in ihrem Putenstall eingeführt. Die beiden sind auf konventionellen Bauernhöfen mit Geflügel aufgewachsen. Als ihre Tochter 1989 als Säugling ein Antibiotikum verschrieben bekam, das den gleichen Wirkstoff enthielt wie die prophylaktischen Antibiotika-Gaben für die Hühner, wurde Roswitha Franzsander hellhörig: „Klar, dass es da zu Resistenzen kommt.“ 1994 begann sie zusammen mit ihrem Mann Bio-Geflügel für die Fleischvermarktung aufzuziehen. Zwei Jahre später gründeten sie RoBert’s Bio-Geflügel und heute nennen sie zehn Höfe ihr eigen, fünf weitere arbeiten für sie, allesamt nach Bioland-Richtlinien. Dort werden Hähn-chen, Puten, Gänse, Enten und Perlhühner gehalten. Zwei Drittel des Umsatzes macht die Firma mit dem Verkauf von Geflügelfleisch, das zentral im ostwestfälischen Delbrück verarbeitet wird. Der Rest stammt aus der Eiervermarktung.


Puten brauchen Freiraum. Wenn es ihnen zu eng wird, gehen sie „puterrot“ aufeinander los.

Die Tiere sollen sich im Stall wohl fühlen: Neben der Volksmusik hat Roswitha Franzsander deshalb auch dafür gesorgt, dass die Wände in Pastelltönen gestrichen wurden und die Tiere „Spielzeug“ gegen Langeweile bekommen, zum Beispiel Bäume. Ins Trinkwasser kommt immer wieder etwas Brottrunk, ein milchsauer vergorenes Getränk aus Bio-Vollkorn. „Das ist sehr gut für die Darmgesundheit“, ist Roswitha Franzsander überzeugt. Auch die Ställe werden – bevor neue Tiere kommen – mit Brottrunk ausgespritzt.

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