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Make-up für einen traumhaften Teint

Make-up ist die Basis für ein perfekt geschminktes Gesicht und bleibt dabei dezent im Hintergrund. Wir haben in den Tiegeln nachgeschaut, was an Naturkosmetik-Produkten anders ist. // Frauke Werner

- Make-up in Ihrem Bio-Laden

Natürlich am Tag oder glamourös am Abend: Ein gelungenes Make-up lässt das Gesicht strahlen, kaschiert Unebenheiten, macht es lebendig und attraktiv. So fühlt man sich tagsüber wohl und zieht beim Ausgehen die Blicke auf sich.

Am besten wirken Lidschatten, Mascara und Lippenstift immer noch auf einem ebenmäßigen Teint. Den schafft die Grundierung, englisch eigentlich korrekt „Foundation“ genannt. Diese Grundierung ist aber meist auch gemeint, wenn man von Make-up spricht.

Sie lässt kleine Schönheitsmakel verschwinden, kaschiert Unreinheiten und Fältchen geschickt. Gekonnt aufgetragen sieht man sie dabei kaum. Für jeden Hautton gibt es die passende Farbe, nach Belieben und Hauttyp in flüssiger, cremiger oder kompakter Form. Make-up aus der Naturkosmetik verwöhnt die Haut obendrein mit wertvollen Pflanzenölen. 

Flüssig, cremig, fest. Was deckt wie stark?

Wie jede andere Creme ist Make-up eine Emulsion aus Ölen, Fetten und Wachsen. Darüberhinaus enthält es meist mineralische Puderbestandteile wie Talkum oder Mica und verschiedene Farbpigmente. Ob ein Make-up flüssig, cremig oder als kompakter Puder daherkommt, hängt vom Mengenverhältnis der Bestandteile ab. Das wiederum beeinflusst seine Deckkraft: Mousse Make-up ist mit seiner leicht pudrigen Textur ideal für alle, die sich einen matten Teint wünschen. Es deckt am leichtesten.

Flüssige (englisch liquid) und cremige Produkte aus der Tube oder dem Spender besitzen etwas mehr Deckkraft und lassen die Haut schön schimmern. Naturkosmetik erreicht das zum Beispiel mit Fettsäuren aus Kokos- und Palmöl, die sich beim Auftragen auf die Haut schnell verflüchtigen – daher auch das leichte Hautgefühl.
Beeren-, Candellila- und manchmal Bienenwachs geben natürlichem Kompakt-Make-up aus der Dose seine feste Konsistenz. Es deckt am stärksten.

Damit die Grundierung lange hält, nach dem Auftragen mit einem Hauch Gesichtspuder fixieren. 2-in-1 Make-up leistet das in einem Schritt.

Von Ivory bis Caramel: Woher kommt die Farbe?

Sie haben sehr helle Haut oder von Natur aus einen dunklen Teint? Kein Problem, Make-up gibt es in vielerlei Tönen. Von zartem Nude und Ivory über Honey bis zu dunklem Caramel. Naturkosmetik-Hersteller mischen diese Nuancen vor allem mit rotem, gelbem und schwarzem Eisenoxid sowie weißem Titandioxid.

Diese mineralischen Farbpigmente stammen aus Erzgestein. Sie kommen darin nicht rein, sondern im Verbund mit anderen Stoffen vor, darunter auch bedenkliche Schwermetalle. Deshalb müssen sie aufbereitet werden, auch um den Reinheitskriterien der Kosmetikverordnung zu genügen. In dieser aufgereinigten Form gelten sie nicht mehr als natürliche Rohstoffe, sondern als natur-identische Pigmente mineralischer Herkunft. Im Unterschied zu Farbstoffen sind Pigmente nicht in Wasser oder Fett löslich. Sie verteilen sich als feine Partikel in Talkum oder Wachs und erzielen dadurch eine gute Deckkraft.

Damit der Teint noch mehr strahlt, enthält Natur-Make-up vereinzelt Siliziummineralien und sogenanntes Perlglanzpigment, das sind mit Titandioxid oder Eisenoxid beschichtete, mineralische Glimmerplättchen. Manch konventionellem Make-up wird Titandioxid in Nano-Form zugefügt, was die Deklaration CI 77891 (NANO) in der Zutatenliste verrät. Naturkosmetik-Hersteller nehmen größere Partikel.

Gut abgedeckt: Kann die Haut noch atmen?

Zertifiziertes Naturkosmetik-Make-up deckt nicht nur zuverlässig ab, es pflegt die Haut zugleich. Seine Inhaltsstoffe sind so aufeinander abgestimmt, dass die Haut weiter atmen kann und nicht verstopft wird. Dafür sorgt eine ausgewogene Mischung an wertvollen pflanzlichen Ölen und Fetten wie Jojoba-, Mandel- und Avocadoöl, Macadamiaöl und Sheabutter, häufig in Bio-Qualität. Sie ähneln dem Hautfett in ihrer Struktur und können sich daher gut in die Haut integrieren.

Erdölbasiertes Paraffin und umweltbelastende Silikonöle, mit denen konventionelles Make-up ein zartes Hautgefühl erzeugt, kommen Naturkosmetik-Herstellern nicht in Tube und Tiegel. Denn die legen sich bei wiederholter Anwendung wie ein feiner Film auf die Oberfläche, sodass die Haut nicht mehr so gut atmen kann. Außerdem hält manch herkömmliches Make-up die Haut mit synthetischen Mitteln wie Pentylene Glycol feucht. Die Substanz ist für zertifizierte Naturkosmetik nicht zugelassen. Hier kommen pflanzliches  Glycerin und zum Beispiel Feuchtigkeitswirkstoffe auf Weizen- oder Zuckerbasis zum Einsatz.

Worauf Naturkosmetik-Hersteller verzichten

Damit Wasser und pflanzliche Öle oder Fette sich im Make-up miteinander verbinden, werden Emulgatoren zugesetzt. In konventionellen Produkten sind das in der Regel Polyethylenglycole, kurz PEGs, und deren Abkömmlinge. Kritikpunkt: Sie können die Haut durchlässiger machen für Schadstoffe. In Naturkosmetik-Produkten sorgen unter anderem pflanzliches Lecithin und Fettalkohol aus Pflanzenöl dafür, dass die Emulsion schön cremig wird. Sie pflegen die Haut zugleich. Auch einfache Verbindungen aus Zitronensäure und Kokosöl wirken emulgierend.

Als Puderbestandteil ist Talkum beliebt. Das mineralische Pulver enthält eine leichte Fettkomponente, durch die es sich angenehm verstreichen lässt. Auch Glimmer (englisch: Mica) wird in der Naturkosmetik gern verwendet, denn das Mineral, das zum Beispiel in Granit und Marmor vorkommt, lässt die Haut zart schimmern. Konventionelle Hersteller setzen zusätzlich oder stattdessen häufig Nylonpartikel ein.

Eine Grundierung soll natürlich auch angenehm duften. Etliche konventionelle Produkte enthalten zu diesem Zweck polyzyklische Moschusverbindungen. Diese künstlichen Duftstoffe reichern sich im Fettgewebe von Mensch und Tier an. Einige von ihnen zeigten im Tierversuch hormonelle Wirkung. Natur-Make-up hingegen duftet mit natürlichen ätherischen Ölen.

Sauber produziert, natürlich konserviert

Konventionelles Make-up verdankt seine Haltbarkeit meist einer ganzen Reihe bedenklicher Substanzen. Dazu zählen Parabene, die eine hormonelle Wirkung haben, und halogenierte Substanzen, die bei Menschen mit empfindlicher Haut Allergien auslösen können. Chlor-, brom- und jodhaltige Verbindungen gelten darüber hinaus als krebserzeugend, ebenso wie Konservierungsmittel, die Formaldehyd abspalten können. Auch sie sind in herkömmlichem Make-up zu finden. 

All diese synthetischen Konservierungsstoffe sind für Naturkosmetik tabu. Bei der Produktion gelten besonders strenge hygienische Vorschriften, Qualität und Reinheit der Rohstoffe werden umfangreich untersucht. Als natürliche Konservierungsmittel kommen Bio-Alkohol und ätherische Öle in Frage. Auch Vitamin C besitzt konservierende Eigenschaften. In manchem Make-up wirken organische Säuren wie Anissäure gegen Keime. Ungeöffnet ist Make-up aus der Naturkosmetik je nach Marke bis zu zwei Jahre haltbar. Einmal angebrochen sollte es innerhalb von sechs Monaten aufgebraucht werden.

Welches Make-up passt zu meiner Haut?

Dazu haben wir Theresa Schütz gefragt, Make-up Artistin im Mainraum Naturkosmetik-Studio in Frankfurt. Bei sehr fettiger Haut oder solcher, die zu Unreinheiten neigt, rät sie zu einem leichten Make-up, etwa einem Fluid. Kompakte Produkte eignen sich vor allem für normale Haut. „Für reife Haut sind sie weniger zu empfehlen, da sich der feine Puder gern in kleinen Fältchen absetzt“, erklärt die Expertin. Da ist eine cremige Variante besser, auch für trockene Haut. Die profitiert von den enthaltenen Ölen und Fetten. Porcelaine oder ivory, wie findet man die passende Nuance? „Viele testen Make-up fälschlicherweise auf dem Handrücken“, sagt Theresa Schütz. „Dabei ist die Haut dort viel dunkler als die im Gesicht und am Hals. Am besten tragen Sie die Farbe am Kieferrand auf. Wenn sie am Hals verschwindet, ist der Ton genau richtig.“ Optimal ist das bei Tageslicht zu sehen.
Wenn die eigene Hautfarbe zwischen zwei Nuancen liegt, kann man je einen Klecks auf dem Handrücken mischen und dann mit dem Pinsel abnehmen. Aber bitte keine Marken mischen! Wichtig: Das Make-up soll den Teint nur korrigieren, ohne das natürliche Hautbild zu überdecken. Zu viel oder die falsche Farbe wirken schnell maskenhaft.

Praktische Beauty-Helfer: Von der Tube ins Gesicht

Wer flüssiges und cremiges Make-up mit einem Schwämmchen auftragen möchte, befeuchtet dies am besten leicht, bevor er das Make-up darauf gibt. „In trockenem Zustand saugt sich das Schwämmchen voll – man braucht mehr von dem Produkt“, erläutert Theresa Schütz. Sie bevorzugt den Foundationpinsel. „Damit kann man feiner und hygienischer arbeiten.“ Auftragen mit den Fingern geht bei cremigen Produkten auch, wird aber etwas dicker. Wer sich täglich schminkt, sollte den Beauty-Helfer ein Mal pro Woche mit einem milden Shampoo auswaschen, um Keime und Farbreste zu entfernen. Tipp: Zum Trocknen auf ein Tuch legen oder aufhängen.

Kosmetikschwämmchen dürfen in die Waschmaschine. Bei kompaktem Make-up ist meist ein Schwämmchen in einem Extrafach dabei. Es kann trocken oder nass verwendet werden. Praktisch ist der Spiegel im Dosendeckel, wenn man unterwegs nachbessern möchte.

Rötungen, Pickel, Augenringe oder Pigmentflecken lässt man am besten mit einem Concealer vor dem Auflegen der Grundierung verschwinden. Der Farbton dieser Abdeckcreme sollte eine Nuance heller sein als der der Haut. 

Natürliche Produkte für den Traum-Teint

Das Natural Creamy Make-up von Benecos pflegt die Haut mit Bio-Jojobaöl und Bio-Sheabutter. Benecos empfiehlt es für jeden Hauttyp. Die deckende Creme lässt sich gut mit einem angefeuchteten Kosmetikschwämmchen auftragen. Translucent Make-up nennt Dr.Hauschka sein durchscheinendes Produkt. Pflegende Öle wie Bio-Macadamianuss-, Bio-Avocado- und Bio-Jojobaöl machen es cremig und helfen, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu bewahren.

Das Natural Mousse Make-up von Lavera verschmilzt dank Bio-Sonnenblumenöl und Bio-Sheabutter sanft mit der Haut, ohne dabei maskenhaft auszusehen. Leicht pudrig ist es ideal für alle, die einen matten Teint wünschen. Logona veredelt sein Make-up Perfect Finish mit einem Anti-Aging-Komplex aus Cranberry-, Apfelsamen- und Braunalgen-Extrakten sowie einem belebenden Edelstein-Mix. Natürliches Candelilla- und Beerenwachs geben ihm seine kompakte Konsistenz.

Frisch und angenehm gepflegt, so beschreibt Sante das Hautgefühl, das die Soft Cream Foundation erzeugt. Das Make-up enthält Jojobaöl, Granatapfelextrakt und Butter der brasilianischen Cupuaçu-Frucht (großblütiger Kakao) aus biologischem Anbau.

Schützt Make-up vor UV-Strahlen?

„Die unterschiedlichen, antioxidativ wirksamen Pflanzenöle und Mineralpigmente geben einen gewissen natürlichen UV-Schutz“, sagt Constanze Stiefel von Dr. Hauschka. „Dieser ist jedoch so minimal, dass wir im Sommer empfehlen, bei Bedarf zusätzlich Sonnenschutzprodukte aufzutragen. Um Produkte mit ausgewiesenem Lichtschutz herzustellen, verwenden viele konventionelle Hersteller zusätzlich chemische UV-Filter.“

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Hyperia

Talkum als Gesichts oder Körperpuder?
So weit ich weiß, steht Talk böse in der Kritik. Talkum birgt auch ein gesundheitliches Risiko, wenn es eingeatmet wird. Bergarbeiter, die Talk abbauen, weisen eine höhere Lungenkrebsrate auf. Talk ist der Hauptbestandteil von Pestiziden, die in Haus und Garten Verwendung finden, wie von Floh- und Zeckenpuder. In kleineren Mengen wird Talk in Deodorants, Kreide, Buntstiften, Textilien, Seife, Isoliermaterial, Farben, Füllmaterial für Asphalt, Papier und in der Nahrungsmittelverarbeitung verwendet. In den letzten 30 Jahren haben Wissenschaftler diese Talkpartikel sehr genau untersucht und gefährliche Gemeinsamkeiten mit Asbest gefunden , das als karzinogen gilt. Es wurde nachgewiesen, dass Talkpartikel Tumore in den Eierstöcken und in der Lunge verursachen können. Das bedeutet doch unmissverständlich: Hände weg davon! Für gesunde Alternativen, oder sonstigen Tipp's bin ich immer dankbar.