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Badesalz: Ab in die Wanne !

Warenkunde Badesalz (© Harald Hufgard/bio verlag)
(© Harald Hufgard/bio verlag)

BIO-WISSEN Badesalz holt das Meer ins Badezimmer. Natürliche Produkte pflegen und harmonisieren. Manche kommen auch ganz schön verspielt daher. // Gudrun Ambros

-> Badesalz in Ihrem Bio-Laden

Wasser ist nicht gleich Wasser. Genussbader wissen das und fahren weit, um sich beim Plätschern in heilenden Mineralquellen zu erholen; manche reisen bis zum Toten Meer. Es geht aber auch mit weniger Aufwand. Wer seiner Haut Gutes tun will, wer Lust hat, in der Wanne einen kleinen Sturm zu veranstalten oder wer sich einfach mal müßig treiben lassen will, muss nur den Wasserhahn aufdrehen, eine Portion Badesalz in die Wanne geben und schon sind Heilbad, Meer oder Wonnebad zu Hause angekommen.

Kopfschmerzen und Verspannt?

Ein Handtuch hilft: Ins Basenwasser tunken, auswringen und während des Badens um Schulter und Nacken wickeln.

Salz kann der Haut guttun; das bestätigen inzwischen auch Schulmediziner. Allerdings ist damit nicht gemeint, eine Haushaltspackung Salz ins Badewasser zu kippen. Konventionelles Salz ist so stark gereinigt, dass nur noch Natriumchlorid übrig bleibt und begleitende mineralische Spurenelemente verloren gehen. Naturkosmetische Badesalze basieren daher in der Regel auf Meersalz oder auf naturbelassenem Steinsalz. Als besonders wertvoll gilt das aus dem Toten Meer – eine Badekur dort hilft sogar bei Neurodermitis und Schuppenflechte.

Basische Badekristalle färben das Wasser milchig und lassen es seidig-weich werden. Inhaltsstoffe wie Natron, Soda, Mineralerde oder Heilkreide binden überschüssige Säure. Ist der körpereigene Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht, fühlt man sich nicht so wohl in seiner Haut. Basenbäder sollen die Hautfunktionen anregen und helfen, den Säure-Basen-Haushalt auszutarieren. Manche Basenbäder sind darüber hinaus angereichert mit Edelsteinen, die positive Energie übertragen sollen. Nicht zu vergessen der Wohlfühlfaktor: Haut, die eine Zeitlang mit Basenwasser umspült wurde, fühlt sich weich und glatt an.

Blüten und Blätter

Nicht nur der Tast-, auch der Geruchssinn wird vom Badesalz angesprochen. Naturkosmetische Produkte verdanken ihre Aromen natürlichen ätherischen Ölen, (Heil)Kräutern und Gewürzen, möglichst aus kontrolliert biologischem Anbau; sie enthalten milde Waschsubstanzen oder schonend gewonnene Pflanzenöle und verteilen auch schon mal echte Blütenblätter in der Badewanne.

In aller Ruhe in warmem Wasser zu dümpeln tut gut, bewirkt aber vielleicht sogar noch mehr. So soll es die Kreativität anregen. Die besten Ideen kämen ihnen beim Baden, sagten jedenfalls 13 Prozent der Befragten bei einer Umfrage. Mag sein, dass Badesalz-Erfinder ihre Ideen ebenfalls beim Baden entwickeln. Die prickelnde Vielfalt von Öko-Produkten jedenfalls lässt das vermuten. Der Bizzeleffekt lässt sich übrigens ganz einfach erklären: Nichts anderes als Natron sorgt dafür, dass das Badewasser so angenehm um die Beine kitzelt.

Warenkunde Badesalz (© Harald Hufgard/bio verlag)Nur nicht zu heiß

Ein Bad in zu heißem Wasser belastet den Kreislauf unnötig. Empfohlen ist eine Badetemperatur nahe der eigenen, also zwischen 36 und 39 Grad Celsius. Es gibt hübsche Badethermometer, die die Temperatur zuverlässig anzeigen.

Optimale Zeit

Bei einfachem Badesalz- oder Schaumbad reichen 15 bis 20 Minuten. Basenbäder wirken erst ab 30 Minuten – die Empfehlungen reichen bis zu eineinhalb Stunden. Zum Abtrocknen einfach in einen warmen Bademantel wickeln oder die Haut trockentupfen. Baden entspannt und ermüdet. Hinterher tut eine ausgiebige Ruhepause gut.

Vollbad oder Fußbad

Füße baden geht auch mal nebenher und wirkt ähnlich wie ein Vollbad: Es entspannt, hilft beim Einschlafen und soll den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen. Nebenbei kann ein Basenbad auch den Schweißgeruch dämpfen. Nach Wanderungen oder langem Stehen lechzen die Füße nach Leichtigkeit und Kühlung. Das Wasser in der kleinen Wanne darf so kühl sein, wie es aus der Leitung kommt (dann das Pulver vorher in heißem Wasser auflösen) oder körperwarm wie bei einem Vollbad.

Peeling inklusive

Badesalze und Bade-Basenpulver eignen sich gut für ein Peeling: Damit lassen sich überschüssige Hautschüppchen entfernen, die Massage regt Durchblutung und Stoffwechsel an und die Haut erscheint anschließend schön rosig. Einfach die Haut anfeuchten und dann mit einer Handvoll Pulver oder Salz abrubbeln. Wer Honig oder ein gutes Körperöl dazu mischt, fügt eine pflegende Komponente hinzu.

Überraschungen

Man kann sich seine Naturkosmetik-Badewonne auch in einer Art Riesen-Teebeutel angießen oder ein Aromabadekissen mit ins Wasser nehmen. Aus dem lassen sich frischer Duft, kräftige Farbe und pflegende Öle drücken. Kleine und große Kindsköpfe freuen sich über Badewasser, das Farbe und Duft wechselt oder sogar glitzert.

Erschienen in Ausgabe 12/2017

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Gabriele Kagemann-Harnack

sind u.a. sehr gute Rezepte zu lesen