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An die Feile, fertig, los!

Nagelpflege (© gettyimages/Ruth Jenkinson)
(© gettyimages/Ruth Jenkinson)

KOSMETIK Brüchig, stumpf und spröde: Der Alltag setzt unseren Fingernägeln ziemlich zu. Das muss nicht sein. Zeit für eine kleine Maniküre. // Bettina Levecke

Zeigt her eure Hände: Gepflegte Nägel unterstreichen den ersten Eindruck eines Menschen. Doch nicht immer sehen sie so aus, dass wir sie vorzeigen möchten. Genau wie die Haut leiden sie unter Stress und Dauerbeanspruchung, sind brüchig oder stumpf. Die gute Nachricht: Regelmäßige Pflege bringt die Nägel wieder in Form und macht sie widerstandsfähiger.

Schritt 1 Die Vorbereitung: Los geht’s mit einem kleinen Fingerbad, um die Haut schön weich zu machen. Die Fingerspitzen tauchen dafür ein paar Minuten in eine kleine Schale mit warmen Wasser, in der ein Spritzer flüssige Pflanzenseife mit ätherischen Lavendel- oder Zitrusölen für herrlichen Duft sorgt. Die Nagelhaut kann nun mit einem Rosenholzstäbchen sanft zurückgeschoben werden. Bei zu Rissen neigender Haut die Stäbchenspitze mit etwas ölgetränkter Watte umwickeln oder einen speziellen Nagelhautentfernerstift aus dem Bio-Laden verwenden. Wichtig: Die Nagelhaut niemals schneiden oder auf andere Weise entfernen, da dies den Nagel schädigen und zu Entzündungen führen kann.

Schritt 2 Das Kürzen: Einmal pro Woche geht es den Nägeln an den Kragen. Schere und Nagelknipser sollten dafür aber in der Schublade bleiben, denn das Schneiden kann die Nägel leichter splittern lassen. Viel geeigneter sind Feilen, zum Beispiel Glas-, Mineral- oder Keramikfeilen. Mit einer gröberen Körnung (in der Fachsprache „Grit“) von 180 wird der Nagel gekürzt. Mit einer feineren Körnung ab 240 Grit versiegelt. Die Feile bitte nicht mit Druck hin- und herbewegen, sondern immer sanft von der Seite zur Mitte feilen und oben harmonisch abrunden.

Der perfekte Nagel reicht leicht über die Fingerkuppe hinaus und orientiert sich an der Form des Nagelmondes. Für Glanz auf der ganzen Nagelfläche sorgt ein Nagelbuffer, ein Schleif- und Polierblock mit verschiedenen sehr feinen Körnungen, der leichte Unebenheiten und Rillen im Nagel beseitigt.

Schritt 3 Die Nachsorge: Pflegende natürliche Wirkstoffe in Nagelcremes, wie Jojobaöl, Sheabutter oder Wollwachs, versorgen Nagel und Nagelbett mit Feuchtigkeit und fördern damit das gesunde Wachstum. Bei leicht brüchigen Nägeln und trockener Nagelhaut am besten immer gleich morgens nach dem Händewaschen auftragen.

Bei stark beanspruchten Nägeln hilft Nagelöl mit natürlichen Inhaltsstoffen, das auch als praktischer Stift oder Roller erhältlich ist. Das pflegende Öl wird – je nach Bedarf bis zu zweimal täglich direkt auf Fingernägel und Nagelhaut aufgetragen und bildet einen schützenden Film. Entzündungshemmende Wirkstoffe, wie Kamille, Arnika oder Wundklee, lassen Risse in der Nagelhaut schneller abheilen. Neemöl wirkt antibakteriell.

Schöne Nägel

Die richtige Pflege von innen und außen

Kokosnussöl zwischen den Fingern schmelzen lassen und in die Nägel einmassieren. Riecht nicht nur gut, sondern versorgt die Nägel mit pflegender Feuchtigkeit. Alternativen: Mandel- oder Avocadoöl.

Biotin stärkt die Nägel von innen und steckt zum Beispiel in Nüssen, Haferflocken oder Tomaten. Auch Eisen, Zink und Kalzium sind wichtig für ein gesundes Nagelwachstum.

Handschuhe schützen die Hände bei der Gartenarbeit oder beim häufigen Kontakt mit Wasser vor dem Austrocknen. Vor dem Anziehen eine Handcreme auftragen. Das schützt doppelt!

Erschienen in Ausgabe 10/2016

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